Mit Vertrauen gewonnen
Volksbank präsentiert sich in bester Verfassung
Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold hat 2009 mit Vertrauen gewonnen. „Stabil, unabhängig, nah bei den Kunden und Teil des genossenschaftlichen Verbundes, der noch nie in seiner Geschichte den Staat in Anspruch genommen hat - unser einzigartiges Geschäftsmodell ist aktueller denn je, schafft Vertrauen und hat sich in schwierigen Zeiten als Anker für die Region und für unsere Kunden erwiesen“, fasste Dr. Ulrich Bittihn auf der Jahrespressekonferenz am 4. Februar die Entwicklung seines Hauses im Geschäftsjahr 2009 zusammen. „Wir haben unsere Position in der Region mit Kontinuität in der Geschäftspolitik, absoluter Kundenorientierung und bedarfsgerechten Finanz-dienstleistungen nachhaltig gefestigt und maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe beigetragen.“
„Unser Renditeziel: 100 Prozent Kundenvertrauen“
Umso mehr ärgert den Volksbank-Chef die undifferenzierte Bankerschelte auf höchster Ebene und die Regulierungswut der öffentlichen Hand. „Beratungsprotokolle, Kreditmediator, Basel III, strenge Regeln für Boni, Obamas Eigenhandel-Verbot, Angleichung der Bilanzregeln - dies alles sind Folgen einer Finanzkrise, die wir nicht verursacht haben, die uns aber jetzt und in Zukunft belasten. Wir betreuen unsere Kunden von jeher - meist sogar über Generationen hinweg - persönlich und fair. Dieser verantwortungsvolle Umgang mit dem Kunden schafft eine Vertrauensbasis, die durch ein Mehr an Bürokratie niemals ersetzt und schon gar nicht erzwungen werden kann. Unser Renditeziel lautet seit fast 150 Jahren: 100 Prozent Kundenvertrauen!“
Volksbanken genießen höchstes Vertrauen
Die gute Position der Volksbanken ist im vergangenen Jahr immer wieder in Umfragen und Studien bestätigt worden. „Unter anderem sind wir die klaren Gewinner im aktuellen Ranking der Studie Performance Monitor deutscher Banken. Mit vier ersten Plätzen ist die Position der Volksbanken als vertrauenswürdigste Banken jetzt auch wissenschaftlich belegt. Wir sind die Nr. 1 in den Kategorien Kundennähe, Kundenfokus, Kundennutzen und Kundenloyalität“, sagt Dr. Bittihn.
Vertrauen zahlt ein
„Vertrauen zahlt sich aus. Vertrauen zahlt aber auch ein“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende die Geschäftsentwicklung der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold. Per 31. Dezember 2009 hatten die Kunden der Volksbank 4,1 Milliarden Euro anvertraut. Damit stieg das betreute Kundenvermögen im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent. Die Kundenkredite erhöhten sich um 28 Millionen Euro auf 2,4 Milliarden Euro; die offenen Kreditzusagen entwickelten sich mit einem Plus von 42 Prozent überdurchschnittlich. Mit einer Bilanzsumme von 3,6 Milliarden Euro gehört die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold weiterhin zu den größten Volksbanken in Deutschland.
Klassische Bankeinlagen bevorzugt
Unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise setzten die Volksbank-Kunden auch im vergangenen Jahr auf klassische Bankeinlagen wie Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen, die kurzfristig verfügbar und zu 100 Prozent sicher sind. Insgesamt hatten die Kunden 2,5 Milliarden Euro und damit 10 Prozent mehr als im Vorjahr in diese Anlageformen investiert. Die Sichteinlagen legten um 29 Prozent auf 805 Millionen Euro zu. Die Spareinlagen erhöhten sich um 25 Prozent auf 894 Millionen Euro. Eine „Renaissance“ erlebte der „Volksbank-Schatzbrief“. Das Anlagevolumen stieg um 54 Prozent auf 383 Millionen Euro. Insgesamt hatten die Volksbank-Kunden 2,8 Milliarden Euro in Bankeinlagen investiert.
Wertpapiervermögen steigt um 18 Prozent
Auch die Erholung an den Kapitalmärkten zeigte positive Wirkung. Diese Entwicklung sorgte nicht nur für Kursteigerungen in den Kundendepots, sondern ermutigte auch viele Kunden, wieder in festverzinsliche Wertpapiere - vor allem Unternehmensanleihen und Fonds - zu investieren. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Wertpapiervermögen der Volksbank-Kunden um 18 Prozent auf 888 Millionen Euro.
Der volksbankeigene Fonds, das Pfau-StrategieDepot, profitierte von der positiven Entwicklung an den Kapitalmärkten. Während dieser 2008 einen Kursrückgang von 11 Prozent zu verkraften hatte, ergab sich für 2009 eine positive Wertentwicklung von 8,12 Prozent. Per 31. Dezember erreichte das Fondsvolumen einen Wert von 68,5 Millionen Euro. Insgesamt verwaltete die Volksbank zum Jahresende 671.305 Fondsanteile. „Auch der Pfau ist Ausdruck unserer nachhaltigen Geschäftspolitik. Die Anlagepolitik bestimmen Mitarbeiter unseres Hauses, die auch die Kunden beraten und damit praktisch hautnah erfahren und erleben, worauf die Anleger wert legen“, so Dr. Bittihn.
16.200 Vorsorgeverträge abgeschlossen
Neben der Anlage von Geldvermögen spielt das Sparen eine weiterhin große Rolle. 16.200 Vorsorgeverträge haben die Volksbank-Kunden im vergangenen Jahr abgeschlossen. Der Großteil entschied sich für einen Banksparplan. Die Anzahl dieser Verträge stieg um 21 Prozent. Insgesamt unterhielten die Kunden auf diesen Konten ein Guthaben von rund 118 Millionen Euro (Vorjahr: 74 Millionen Euro).
2.600 neue VR-Wunschkredite
Auch wenn immer mehr Händler mit scheinbar kostenlosen Krediten locken, ist die Volksbank als Hausbank immer noch erster Ansprechpartner für ihre Kunden, wenn es um Anschaffungsdarlehen geht. Im vergangenen Jahr hat die Volksbank 2.600 neue VR-Wunschkredite mit einem Gesamtvolumen von 16,5 Millionen Euro an Privatkunden vergeben (plus sechs Prozent).
Mehr als 2.900 Baufinanzierungskredite
In unsicheren Zeiten sind die eigenen vier Wände offenkundig die solidere Investition. „Auch unsere Kunden schätzen die Immobilie als sichere Vermögensanlage“, so Dr. Bittihn. Dafür stehen 2.926 Baufinanzierungskredite (Vorjahr: 2.186) mit einem Volumen von 241 Millionen Euro, die die Volksbank im vergangenen Jahr neu vergeben oder verlängert hat (Vorjahr: 209 Millionen Euro). Dies entspricht einem Plus von 15 Prozent. Mit den Mitteln wird weniger neuer Wohnraum geschaffen, sondern im Vordergrund stehen die Modernisierung und die laufende Instandhaltung von Immobilien. Diese gewinnen vor allem aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise zunehmend an Bedeutung.
Erfreulich entwickelte sich auch das Immobiliengeschäft. Das Volksbank-Tochterunternehmen OWL Immobilien GmbH vermittelte 206 Objekte (plus 17 Prozent). Der Trend zur Immobilie als „sicherheitsorientierte“ Geldanlage setzt sich 2010 fort.
Verlässlicher Partner des Mittelstandes
In der Betreuung des Mittelstandes setzt die Volksbank auf Kontinuität und eine „Politik der ruhigen Hand“, wie Dr. Bittihn betont. „Mit einem Marktanteil von mehr als 35 Prozent sind wir die Hausbank für den Mittelstand in unserem Geschäftsgebiet. Und danach handeln wir auch. Die Diskussion über die fehlende Verantwortung der Banken gegenüber mittelständischen Unternehmen können wir nicht nachvollziehen“, sagt Dr. Bittihn. „Wir sind von jeher verlässlicher Partner des Mittelstandes und begleiten die Unternehmer auch in schwierigen Zeiten.“ Dabei übernimmt die Volksbank nicht nur die Rolle des „Kreditversorgers“, sondern auch die des Ratgebers und „Brückenbauers“. „Wir stehen mit unseren Kunden in einem engen Kontakt, geben unsere Erfahrungen weiter, öffnen unser Netzwerk und helfen, wann immer es geht, schnell und unbürokratisch“, erklärt Dr. Bittihn. „Unsere Unternehmenskunden-Betreuer sind Ansprechpartner für sämtliche Finanzfragen. Gemeinsam mit dem Unternehmer entwickeln sie maßgeschneiderte Lösungen. Dies gilt sowohl für die betrieblichen Belange als auch für alle privaten Finanzierungs-, Vorsorge- und Anlagefragen. Themen wie Zinssicherung, Eigenkapitalfinanzierung und Unternehmensnachfolge auf der Tagesordnung.“
Genossenschaftliche Alternative gefragt
Im vergangenen Jahr hat die Volksbank einen spürbar erhöhten Zuspruch der Unternehmen insbesondere in Lippe verzeichnet. „Gegenwärtig öffnet sich manch interessante Tür, die uns bislang verschlossen geblieben ist. Dies zeigt: Wir haben uns als die genossenschaftliche Alternative am lippischen Bankenmarkt durchgesetzt“, so Dr. Bittihn. Vor allem Kunden der Großbanken, die nach einer verlässlichen Bank vor Ort suchten, bekundeten großes Interesse. Für mehr Kunden sei die Volksbank bestens gerüstet, wie Dr. Bittihn erklärt. „Wir haben im vergangenen Jahr unser Team in Lippe erweitert und können alle Dienstleistungen vor Ort anbieten - mit Erfolg, wie ein Wachstum von 13 Prozent im Unternehmenskundenkreditgeschäft beweist.“
„Wir finanzieren Optimismus“
Den Vorwurf der Politik, die Banken versorgten den Mittelstand nicht ausreichend mit Finanzierungsmitteln, weist Dr. Bittihn für sein Haus zurück: „Für unsere Kunden ist Kreditklemme ein Fremdwort. Wir brauchen keinen Kreditmediator. Aufgrund unserer guten Eigenkapitalausstattung sind wir sogar in der Lage, zusätzlich Kredite in Höhe von 500 Millionen Euro herauszugeben.“
Der gesamte Bestand an Unternehmenskrediten stieg auf 1,3 Milliarden Euro. Insbesondere im Darlehensgeschäft ergab sich ein Wachstum von vier Prozent. Deutlich erhöht haben sich die offenen Kreditzusagen, diese erreichten ein Volumen von 73 Millionen Euro (plus 66 Prozent). „Wir werten dies als deutliches Zeichen, dass die mittelständische Wirtschaft vor Ort zuversichtlich nach vorne schaut“, sagt Dr. Bittihn. „Im wahrsten Wortsinne finanzieren wir Optimismus.“
Hausbank und Förder-Bank
Was in vielen Häusern als Kostenfaktor angesehen wird, gehört bei der Volksbank zum Tagesgeschäft: Als Hausbank für den Mittelstand vermittelte sie eine Vielzahl öffentlich geförderter Kredite. Im Bereich der Finanzierung von gewerblichen und landwirtschaftlichen Projekten leitete sie insgesamt 240 (Vorjahr: 231) zinsverbilligte Darlehen mit einem Volumen von rund 41 Millionen Euro (Vorjahr: 62 Millionen Euro) weiter.
Volksbank mit Klimakompetenz
Über die in diesen Tagen viel zitierte „Klimakompetenz von Finanzdienstleistern“ verfügt die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold bereits seit 2005 mit ihrem Kompetenzzentrum „Regenerative Energien“. Rund 120 Millionen Euro hat die Volksbank in den vergangenen fünf Jahren für die Finanzierung von Windkraft, Photovoltaik-, Biogas- und Wasserkraftanlagen sowie Wärmepumpen bewilligt. 2009 stellte sie für Investitionen in regenerative Energien insgesamt 54 Millionen Euro (Vorjahr: 17 Millionen Euro) zur Verfügung. Dies entspricht einer Steigerung um 217 Prozent. Allein 42 Millionen Euro entfielen auf die Finanzierung von Photovoltaik- und Solaranlagen. Für 2010 rechnet die Volksbank mit einer weiter steigenden Nachfrage. Mit Blick auf niedrige Zinssätze, günstige Modulpreise und eine nach wie vor attraktive Einspeisevergütung sei eine Investition in Photovoltaik immer noch lohnenswert.
Verlässlicher Partner für Auslandsgeschäft
Im Auslandsgeschäft hat sich die Rundum-Betreuung vor Ort ausgezahlt. Umfragen zufolge gingen die Auslandsumsätze der Unternehmen in der Region 2009 um rund 21 Prozent zurück. Die Volksbank hingegen verzeichnete im Auslandsgeschäft im Vergleich zu ihrem Rekordergebnis 2008 lediglich einen Rückgang um rund 3,4 Prozent. Das Gesamtvolumen in diesem Bereich lag bei 506 Millionen Euro. Insbesondere im Dokumentengeschäft verzeichnete die Bank einen Zuwachs (plus zehn Prozent). Insgesamt wickelte sie 22.714 Transaktionen für ihre mittelständischen Kunden ab.
Im Leasinggeschäft vermittelte die Volksbank 345 Verträge (Vorjahr: 298) mit einem Wert von 20,6 Millionen Euro an ihren Verbundpartner VR LEASING.
Im Bereich Existenzgründungen wurden 114 Jungunternehmer (Vorjahr: 112) begleitet.
10,3 Millionen Euro Jahresüberschuss
Das erste Jahr nach dem Finanzcrash schließt die Volksbank mit einem Teilbetriebsergebnis von 1,15 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme ab. „Damit liegen wir deutlich über dem Durchschnitt der Volksbanken im Rheinland und in Westfalen“, betont Dr. Bittihn. Der Jahresüberschuss beträgt 10,3 Millionen Euro (Vorjahr: 8,2 Millionen Euro).
Mit der gestiegenen Ertragskraft konnte die Volksbank das Verhältnis von Aufwand und Ertrag, die so genannte Cost-Income-Ratio, weiter zielorientiert verbessern. Dieses beträgt 64 Prozent (Vorjahr: 67 Prozent). Dies bedeutet: Für jeden Euro, den die Volksbank einnimmt, muss sie 64 Cent aufwenden. Damit liegt sie weiter deutlich über dem Durchschnitt der Volksbanken-Gruppe in Rheinland und Westfalen.
Beste Perspektiven
Ihre Philosophie und ihre genossenschaftlichen Grundwerte lebt die Volksbank nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. „Wir sind am Standort OWL ein attraktiver und fairer Arbeitgeber und bieten unseren Mitarbeitern zukunftsorientierte, sichere Arbeitsplätze und gute Entwicklungschancen“, betont Dr. Bittihn.“. Per 31. Dezember 2009 beschäftigte die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold 754 Mitarbeiter, davon 86 Auszubildende. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 11,4 Prozent. „Als eine der größten Volksbanken in Deutschland bieten wir in der Region beste Perspektiven“, sagt Dr. Bittihn. Aktuell bildet das Institut in sechs verschiedenen Berufen aus (Bankkaufmann, Bachelor of Arts in Finance & Banking, Informatik-Kaufmann, Immobilien-Kaufmann, Kaufmann für Versicherungen und Finanzen sowie Kaufmann für Bürokommunikation). Neben flexiblen und bedarfsorientierten Arbeitszeiten sorgt die Volksbank auch dafür, dass ihre Mitarbeiter problemlos Familie und Beruf unter einen Hut bringen können. Zurzeit arbeitet die Bank mit zwei Kindertageseinrichtungen aus der Region zusammen und bietet jungen Eltern zu einem vergünstigten Beitrag Betreuungsplätze für den Nachwuchs an. Dazu gehören der Kinderservice Lummerland in Paderborn und der „Kinderkreisel“ in Höxter.
Auch im vergangenen Jahr hat die Volksbank in das Wissen ihrer Mitarbeiter investiert. „Jeder Mitarbeiter hat bei uns die Möglichkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Dies wird auch genutzt, wie die 4.015 Weiterbildungstage für 2009 belegen. Ein Schwerpunktthema war dabei die ganzheitliche Beratung.
41 Millionen Euro für den heimischen Mittelstand
Nicht nur als Hausbank hat die Volksbank den heimischen Mittelstand begleitet, sondern auch als Auftraggeber. Im vergangenen Jahr hat die Volksbank Aufträge im Wert von 41 Millionen Euro an regionale Unternehmen vergeben. Ein Großteil betraf den Neubau der Volksbank-Hauptstelle in der Paderborner Innenstadt.
800.000 Euro für die Gesellschaft vor Ort
Verantwortung für die Region hat die Volksbank auch über das tägliche Bankgeschäft hinaus übernommen. Im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements hat sie mehr als 1.000 Projekte und Vereine in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung, Soziales und Jugend in ihrem Geschäftsgebiet mit insgesamt 800.000 Euro sowie ideeller Unterstützung gefördert.

Kurzbericht 2009 als Download


