Familienfreundliches Arbeiten in der Volksbank

Judit Tegethoff ist Referentin im Kompetenzzentrum „Freie Berufe". Vor einem Jahr hat sie ihr zweites Kind bekommen und kehrt jetzt aus dem Erziehungsurlaub zurück an ihren Arbeitsplatz. Die Freude, dass es nun endlich wieder losgeht, ist groß, denn die Voraussetzungen passen hervorragend.

Frau Tegethoff, während Ihrer Elternzeit hat sich in der Volksbank viel getan. Die Fusion mit der Volksbank Minden und die damit einhergehende Umfirmierung in VerbundVolksbank OWL eG ist nur ein Punkt. Da gibt es sicherlich viel nachzuholen für Sie, oder?

Judit Tegethoff: Nicht so viel, wie man meinen könnte. Denn nicht nur der Kontakt zu den Kollegen blieb während der Elternzeit bestehen, auch der zur Bank. So stand ich im regelmäßigen Austausch mit meiner Abteilung und profitierte von den so genannten „Update-Treffen“. Ich steige daher in vielen Punkten gut vorbereitet wieder ein.

Wie wichtig sind solche Angebote für Mitarbeiter in Elternzeit?

Judit Tegethoff: Ich glaube, sehr wichtig. Zwar hat jeder, der sich in Elternzeit befindet, während dieser Zeit zuallererst das Wohlergehen seines Nachwuchses im Blick. Dennoch schielt man immer auch mit einem Auge auf die Kollegen, die Bank und alles, was damit zu  tun hat. Schließlich macht der Beruf ja Spaß und ist ein wichtiger Teil des eigenen Lebens. Er sollte sich perfekt mit der Familie und dem Privatleben arrangieren und ergänzen. Und wenn der Kontakt zu Kollegen, Vorgesetzten oder den zentralen Themen des Unternehmens ständig gepflegt wird und erhalten bleibt, kommt man erst gar nicht in die Verlegenheit, sich zu fragen, ob man nach Monaten oder Jahren in Mutterschutz und Elternzeit noch immer einen Platz in diesem Unternehmen hat. Man empfindet sich einfach weiter als Teil der Volksbank-Familie. Ein gutes Gefühl.

Sie sprachen gerade schon die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an. Ein Punkt, der wohl jeder berufstätigen Mutter und jedem berufstätigen Vater des Öfteren Kopfzerbrechen bereitet, etwa, wenn es um die Flexibilität von Arbeitszeiten geht? Ihnen auch?

Judit Tegethoff: Nein, eigentlich nicht. Ich habe frühzeitig mit unserem Personalmanagement und Sigrid Marxmeier, der Leiterin des Kompetenzzentrums „Freie Berufe", die zukünftige Situation besprochen und dabei Wünsche geäußert, wie ich mir die Zeit nach der Elternzeit vorstelle.

Wurden Ihre Wünsche erfüllt?

Judit Tegethoff: Durchaus. Die Volksbank hat ein sehr flexibles und individuelles Teilzeitsystem, das im Grunde für jeden Arbeitnehmer den passenden zeitlichen Rahmen bietet. Da war es nicht so schwer, meine Vorstellungen mit denen der Bank zu verbinden. So kann ich nun zunächst mit etwas weniger Stunden starten und diese dann in Zukunft flexibel aufstocken.

Gab es noch andere Punkte, in denen Sie sich mit der Volksbank abstimmen mussten?

Judit Tegethoff: Natürlich. Denn es geht ja bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht  nur um die reine Arbeitszeit. Ich war immerhin ein Jahr weg und da ist es keine Selbstverständlichkeit, dass ich wieder dorthin zurückkehren kann, wo ich vorher gearbeitet habe.

Unter dem Siegel des „Familienfreundlichen Unternehmens“, das die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold im März verliehen bekommen hat, sollen zukünftig noch weitere Angebote innerhalb der Volksbank realisiert werden. Angedacht sind etwa Vorträge zu den Themen „Herausforderung Vereinbarkeit“ oder „Kanga“, also ein Sport-Workout mit Kindern. Wäre das auch etwas für Sie?

Judit Tegethoff: Ja, auf jeden Fall. Schon lange gibt es Angebote für Mitarbeiterkinder, etwa das Bewerbertraining oder die Familientage im Safaripark Stukenbrock. Das alles trägt dazu bei, dass Familie und Beruf sich bei der Volksbank nicht gegenüberstehen, sondern ergänzen. Das Siegel ist doch eine schöne Bestätigung dafür, dass die Volksbank ein „familienfreundliches Unternehmen“ ist.