Vorsicht „Freiraum-Falle“

Im Leben stecken besondere Merkmale, die sich nachteilig auf unsere Finanzlage im Alter auswirken können. Diese so genannten „Freiraum-Fallen“ schmälern die gesetzliche Rente erheblich und nehmen somit Einfluss auf die Lebensgestaltung in der Zeit nach der Berufstätigkeit. Sollen auch im Alter finanzielle Freiräume erhalten bleiben, muss man so früh wie möglich Verantwortung für die eigene Zukunftsvorsorge übernehmen. Zu viel Freiraum im berufsfähigen Alter wirkt sich nicht nur auf die Karriere, sondern auch auf die finanzielle Situation aus.

Freiraum-Falle Kinder

Für die Erziehung der Kinder steigen zwar immer noch überwiegend Frauen ganz oder teilweise aus ihrem Beruf aus. Doch auch Männer beanspruchen heute zumindest teilweise die Elternzeit oder übernehmen die Erziehung der Kinder komplett. Die Folge: Weniger Erwerbsjahre bedeuten weniger Rente.

Freiraum-Falle Lebenserwartung

Frauen leben im Schnitt fünf Jahre länger als Männer. Wer mit 67 Jahren in Rente geht, hat bei der heutigen Lebenserwartung noch 20 Jahre Ruhestand zu finanzieren, inklusive Pflege- und Betreuungskosten. Folge: Frauen haben nicht nur eine niedrigere Rente als Männer, sondern müssen auch länger damit auskommen.

Freiraum-Falle Trennung

Geteilte Rentenansprüche nach einer Scheidung reduzieren die Rente deutlich. Hinzu kommen unter Umständen noch die Auszeiten für die Kindererziehung.

Freiraum-Falle Pflege

Die häusliche Pflege von Angehörigen kostet viel Zeit, Kraft und Nerven und geht zu Lasten des Berufs. Viele Betroffene arbeiten deshalb Teilzeit oder gar nicht und haben infolgedessen auch mit einem sinkenden Rentenanspruch zu kämpfen.