Genossenschaftliche Beratung

Im Fokus

Viele Aspekte sind bei einer persönlichen Finanzplanung zu berücksichtigen. Neben Vermögensanlagen und Finanzierungen beeinflussen auch die sachliche Absicherung und die Nachfolgeplanung den eigenen finanziellen Lebensplan. Nicht immer sind private und betriebliche Entscheidungen voneinander zu trennen. Damit Kunden langfristig den Überblick behalten, bieten genossenschaftliche Banken einen ganzheitlichen Beratungsansatz. Was dies für den Kunden bedeutet, erläutert Markus Stelbrink, Betreuer Freie Berufe der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold.


Herr Stelbrink, in der Werbung hört man derzeit viel von „ganzheitlicher Beratung“. Ist das zurzeit in „Mode“?

Markus Stelbrink: Tatsächlich wird dieser Begriff momentan häufig verwendet. Man könnte meinen, die gesamte Branche berate nur noch ganzheitlich. Dem ist aber nicht so. Hört man genauer hin, können nur wenige Berater das Konzept verständlich erklären. Oft wird der Begriff eher als Deckmantel für den Verkauf von Produkten verwendet. Um die Belange des Kunden geht es in vielen Fällen weniger.

Was genau ist denn nun der Unterschied?

Markus Stelbrink: Bei der Volksbank wird die „ganzheitliche Beratung“ oder „genossenschaftliche Beratung“, wie wir sie nennen, mit realen Inhalten gefüllt. Die Beratung orientiert sich bei uns an unseren genossenschaftlichen Werten wie Vertrauen, Nähe zum Kunden, Transparenz, Partnerschaftlichkeit und Mitgliederverpflichtung. Durch diese Werteorientierung geben wir unseren Kunden das Versprechen, uns individuell um ihre Bedürfnisse zu kümmern und sie bestmöglich zu beraten. Wir sagen ihnen genau, welche Finanzdienstleistung zu ihnen passt. Und wenn eine Leistung den individuellen Bedürfnissen eines Kunden nicht entspricht, sagen wir das natürlich auch. Bevor es so weit ist, muss eine intensive Beratung und „Bestandaufnahme“ mit dem Kunden durchgeführt werden.

Was kann sich der Kunde unter einer „genossenschaftlichen“ Beratung vorstellen?

Markus Stelbrink: Bei einer genossenschaftlichen Beratung werden sowohl betriebliche als auch private Aspekte wie Vorsorge, Absicherung, Geld- und Immobilienvermögen, familiäre Situation, Liquidität, unternehmerisches Engagement und Nachfolgeplanung betrachtet. Kurzum: Es werden alle Aspekte und Zusammenhänge bedacht, die das Leben unserer Kunden beeinflussen. Jetzt und in Zukunft. Durch diese detaillierte Bestandsaufnahme können maßgeschneiderte und vor allem individuelle, produktunabhängige Lösungen für den Kunden gefunden werden.

Bedeutet das, Sie bieten Ihren Kunden immer die besten Lösungen und Konditionen?

Markus Stelbrink: Es geht vor allem darum, ein effizientes Konzept zu erstellen, welches dem Kunden bestmögliche Konditionen garantiert. Das bedeutet nicht zwangsläufig, unbedingt viele Produkte, sondern die richtigen auszuwählen. Die genossenschaftliche Beratung ist dafür besonders vorteilhaft, da sie alle relevanten Aspekte berücksichtigt. Dies gilt besonders auch für uns als Berater für Freiberufler, da sich hier Privates und Berufliches oft nicht voneinander trennen lassen. Beispielsweise bei der Entscheidung, ob Überschüsse in der Praxis oder der Niederlassung verwendet werden oder aber in das Privatvermögen fließen sollen. Bei solchen Fragen ist eine ganzheitliche Betrachtung wichtig, um dem Kunden die bestmögliche Lösung präsentieren zu können. Durch diese Art der Beratung haben wir einen echten Vorsprung im Wettbewerb, denn oftmals werden in Beratungsgesprächen nicht alle Aspekte des Kunden berücksichtigt, wodurch er auch nicht optimal beraten werden kann.

Wie genau läuft eine genossenschaftliche Beratung in Ihrem Hause ab?

Markus Stelbrink: Zunächst erfolgt die Bestandsaufnahme gemeinsam mit dem Kunden. Dabei werden alle vorhandenen Vermögenswerte sowie alle bereits getroffenen Absicherungs- und Vorsorgemaßnahmen erfasst. Darauf folgt die Zieldefinition, bei welcher der Kunde seine Wünsche und Visionen äußert. Der Berater analysiert dann die Finanzdaten im Hinblick auf Optimierungspotenzial und plant zielgerichtet Verbesserungen oder Neuerungen. Nach der Planung besprechen Berater und Kunde verschiedene Strategien, mit denen sich die persönlichen Ziele schnell und effektiv erreichen lassen. Der Kunde entscheidet sich nun für seine individuelle Lösung, die dann gemeinsam umgesetzt und von dem persönlichen Berater fortwährend begleitet wird.

Welche Rolle spielen die regionale Verwurzelung und die daraus resultierende Kundennähe dabei?

Markus Stelbrink: Die Nähe zu unseren Kunden ist uns besonders wichtig. Kurze Wege und die Kenntnis der Lebenssituation vor Ort helfen uns, ihre individuellen Bedürfnisse zu verstehen. Nähe ist für uns jedoch nicht nur auf räumlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene gemeint. Wir sprechen kein „Fachchinesisch“, sondern erklären dem Kunden die Inhalte unserer Beratung verständlich und auf Augenhöhe, damit wir gemeinsam Lösungen finden und Erfolge feiern können – und das hoffentlich ein Leben lang. Denn „genossenschaftliche Beratung“ bedeutet für uns auch, dass wir dem Kunden kontinuierlich zur Seite stehen, damit er nicht nur seine kurz- und mittelfristigen, sondern auch seine langfristigen Ziele realisieren kann.

Der Kunde kann also langfristig mit Ihnen rechnen?

Markus Stelbrink: Die genossenschaftliche Beratung ist nicht für eine bestimmte Anzahl an Jahren festgelegt. Sie ist ein Angebot, welches von der Existenzgründung bis zur Nachfolgeplanung und auch in den Ruhestand andauern kann. Je länger wir unsere Kunden betreuen, umso besser kennen wir auch die persönlichen Ziele und Vorstellungen. Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold steht dabei stets beratend zur Seite und begleitet die kontinuierliche Optimierung der Finanzen. Die Strategie ist zudem flexibel an jede neue Situation anpassbar und bietet somit Sicherheit für eine erfolgreiche Zukunft – auch wenn sich die Lebenspläne ändern.

Was macht das Kompetenzzentrum „Freie Berufe“ der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold besonders aus?

Markus Stelbrink: Das Kompetenzzentrum berät schwerpunktmäßig Ärzte, Apotheker, Ingenieure, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, Notare und Architekten. Durch unser fundiertes Spezialwissen und unsere Branchenkenntnisse wissen wir, was unsere Kunden bewegt und welche besonderen Bedürfnisse sie haben. So können wir eine maßgeschneiderte Beratung garantieren.

Ist gute Beratung für den Kunden wichtiger als die Kondition?

Markus Stelbrink: Natürlich wird viel auf den Preis, also auf die Konditionen für Finanzdienstleistungen, geschaut. In unseren Gesprächen erfahren wir aber immer wieder, dass vielen Kunden eine hohe Beratungsqualität um einiges wichtiger ist als die günstigsten Konditionen. Erst die richtige Beratung ermöglicht ein optimales Konzept für den Kunden. Durch den persönlichen Kontakt kann der Berater die aktuelle Situation sowie die Wünsche und Ziele des Kunden optimal nachvollziehen und so bestmöglich auf seine Bedürfnisse eingehen.

Wie stellen Sie eine gleichbleibend hohe Beratungsqualität sicher?

Markus Stelbrink: Natürlich zählt vor allem eins: eine gute Ausbildung und regelmäßige Fortbildungen. Hinzu kommen die Erfahrung und natürlich ein großes Expertennetzwerk, auf das wir zurückgreifen können. Bei der Erstellung der Konzepte nutzt unser Team zusätzlich eine Beratungssoftware, die ein strukturiertes Vorgehen bei der Erstellung und den erneuten Zugriff auf die festgehaltenen Informationen ermöglicht. So kann der Berater jederzeit überprüfen, ob der Kunde Fortschritte auf dem Weg zu seinem Ziel macht. Außerdem sichert er zugleich eine gleichbleibend hohe Qualität.