Aktuelle Konjunkturentwicklung

Deutsche Wirtschaft im ersten Quartal mit breit abgestütztem Aufschwung

Die deutsche Wirtschaft ist dynamisch in das Jahr 2017 gestartet. Nachdem das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2016 um insgesamt 1,9 Prozent gestiegen ist, konnte es im ersten Quartal 2017 gegenüber dem vierten Quartal 2016 um weitere 0,6 Prozent zulegen. So stark ist das deutsche BIP seit einem Jahr nicht mehr gewachsen.

Positive Impulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Insbesondere die Investitionen zogen zum Jahresbeginn deutlich an. Die privaten Haushalte wie auch die staatlichen Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben. Die Nachfrage aus dem Ausland ist ebenfalls gestiegen.

Stimmung der deutschen Unternehmen weiterhin gut

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Mai merklich über seinen langjährigen Durchschnittswert. Hier wurden die aktuelle Lage wie auch die Erwartungen von den Unternehmen merklich nach oben angepasst. Die stärkste Verbesserung gab es im Bereich der Industrieunternehmen, bei denen insbesondere die Hersteller von Investitionsgütern von sehr guten Geschäften mit mehr Aufträgen berichteten.

Quelle: ifo-Institut, DZ BANK AG (Indexwerte 2005=100)

Auch private Haushalte in Rekordlaune

Die gute Konjunktur treibt auch die Stimmung der deutschen Verbraucher und somit den GfK-Konsumklimaindex auf einen Rekordstand der letzten 16 Jahre. Die Konsumenten blicken zuversichtlicher auf die Konjunktur und ihre eigene Finanzlage. So ist auch die Bereitschaft zu größeren Einkäufen weiterhin recht groß.

Die Rahmenbedingungen bleiben weiter positiv, so dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um insgesamt 1,7 Prozent zulegen dürfte.

Wachsende Investitionen im Euroraum

Auch der Euroraum befindet sich in einem positiven Konjunkturumfeld mit wachsenden Investitionen. Neben Deutschland ist hier insbesondere Frankreich hervorzuheben. Wenn nun auch noch der neue französische Präsident Macron beginnt, seine strukturpolitischen Ankündigungen umzusetzen, dürfte sich die wirtschaftliche Erholung weiter beschleunigen. Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone ist auf den höchsten gemessenen Wert seit dem Jahr 2007 angestiegen. Hier dürfte die insgesamt besser laufende Konjunktur, das niedrige Zinsniveau und die langsame, aber stetige Verbesserung an den europäischen Arbeitsmärkten zur weiteren Verbesserung beigetragen haben.

Verbrauchervertrauen legt weiter zu

Quellen: ifo-Institut, DZ BANK AG (Indexwerte 2005=100)