15 Jahre Riester-Rente

Eine positive Bilanz

Trotz aller Diskussionen: Die Riester-Rente ist ein Erfolgsmodell. Sie erreicht einen großen Teil der Förderberechtigten und verkleinert Versorgungslücken. Weitere Verbesserungen machen die Riester-Rente noch attraktiver.

Nach 15 Jahren kann sich die Bilanz der Riester-Rente durchaus sehen lassen: Mit rund 16,5 Millionen Verträgen sorgen heute bereits 40 Prozent der Förderberechtigen zusätzlich für ihr Alter vor. „Diese Vorsorgelösung hat sich als Instrument der Altersvorsorge etabliert“, meint Vicky Wiethaup, Beraterin in der Filiale „Alte Post“ in Lemgo. „Sie ist durchaus ein Erfolgsmodell und auch bei unseren Kunden sehr beliebt.“

Vicky Wiethaup weist auf eine aktuelle Studie von Professor Dr. Axel Börsch-Supan, einem Mitglied des Sachverständigenrates der Bundesregierung zur Riester-Rente, hin. Diese Studie kommt zu dem Schluss, dass „Riester“ heute die am weitesten verbreitete ergänzende Altersvorsorge in Deutschland ist. „Das gilt besonders für Familien mit Kindern. 70 Prozent der Haushalte mit zwei oder mehr Kindern besitzen einen Riester-Vertrag“, sagt Wiethaup. Und auch in jüngeren Generationen werde Riester akzeptiert: In der Altersstufe der 18- bis 34-Jährigen besäßen 44 Prozent einen Riester-Vertrag, in der Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen sogar 50 Prozent. Vicky Wiethaup hält dies für ermutigende Zahlen, denn „die private Altersvorsorge wird gerade für jüngere Menschen immer wichtiger, da das Leistungsniveau der gesetzlichen Rente weiter sinken wird“.

Noch besser werden

Experten sind sich aber auch darüber einig, dass die Riester-Rente weiterentwickelt werden sollte. So wurde bereits an einigen Punkten nachgebessert. Das neu eingeführte Produktinformationsblatt beispielsweise erhöht die Transparenz besonders hinsichtlich der  Kosten deutlich und macht verschiedene Riester-Produkte besser vergleichbar. „Ein deutlicher Mehrwert ist es auch, dass die Riester-Rente nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung angerechnet wird“, zählt Wiethaup weiter auf. „Doch hier kann man noch  mehr tun: Um die Riester-Rente für geringere Einkommen noch attraktiver zu machen, sollte man sie gar nicht auf die Grundsicherung anrechnen“, sagt die Beraterin. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber die Riester-Rente auch dahingehend vereinfacht, dass Zulagen heute nur noch einmal beantragt werden müssen und dann automatisch jährlich gezahlt werden.

„Fragen zur Riester-Rente beantworten unsere Berater vor Ort im persönlichen Gespräch“, so Wiethaup. „Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden eine ausführliche genossenschaftliche Beratung zur Altersvorsorge an. Dabei gehen wir nicht nur auf die Riester-Rente ein, sondern richten den Blick auf alle Bausteine der Altersvorsorge.“