Sichere Finanzierung für die eigenen vier Wände

Die Finanzierung der eigenen vier Wände begleitet Käufer und Bauherren meist über Jahrzehnte. In dieser Zeit kann sich einiges im Leben und an der finanziellen Situation ändern. Vor vielen Risiken kann man sich jedoch bei guter Planung sinnvoll schützen.

Schutz von Haus und Grund

Die Absicherung beim Hausbau sollte schon vor dem ersten Spatenstich beginnen. Auch bei einem unbebauten Grundstück gibt es Risiken, die der Eigentümer abdecken sollte. Ein Beispiel: Ein morscher Baum fällt auf das Nachbargrundstück und beschädigt dort das Wohnhaus. Schutz bietet in diesem Fall eine Haus- und Grundbesitzer-Haftplichtversicherung. Damit sind Schäden versichert, die im Zusammenhang mit dem Grundstück entstehen können.

Während der Bauphase sollte sich der Bauherr zudem vor Kosten schützen, die durch unvorhergesehene Beschädigung oder Zerstörung des unfertigen Gebäudes sowie Schadenersatzansprüche Dritter entstehen können. Für den Rundumschutz während der Bauphase bietet beispielsweise die R+V Versicherung, unser Partner aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe, die Hausbaupolice an.

Nach Fertigstellung sollte zum Beispiel die Immobilie vor unvorhergesehenen Ereignissen wie Feuer, Sturm oder Überschwemmungen geschützt werden. Um im Schadenfall den totalen Verlust zu verhindern, ist die Absicherung der Immobilie durch eine ausreichende Gebäudeversicherung unerlässlich.  

Einkommen sichern

Der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes oder ein weiteres Kind – aus vielen Gründen kann ein Gehalt in der Familie wegfallen oder geringer werden. Wird das Einkommen durch einen Jobwechsel dauerhaft niedriger, lässt sich die Rate verringern und die Laufzeit verlängern. Für solche Fälle ist es ratsam, eine Baufinanzierung mit der Option zum Tilgungssatzwechsel abzuschließen, denn die monatlich zu zahlende Rate kann den aktuellen finanziellen Verhältnissen angepasst werden.

Rücklagen für Reparaturen

Bei jedem Haus kommt der Tag, an dem Heizungsanlage, Dach oder Fassade erneuert werden müssen. Ein Bausparvertrag kann schon von Beginn der Finanzierung an mit kleinen Beträgen bespart werden und sichert ein zinsgünstiges Darlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke. Darüber hinaus empfiehlt es sich, stets drei Monatsgehälter als Finanzpolster in der Hinterhand zu behalten – zum Beispiel für den Fall, dass ein neues Auto oder eine Waschmaschine gekauft werden muss.

Günstige Zinsen sichern

Das anhaltende Niedrigzinsniveau spielt Immobilienkäufern in die Karten. Klar ist aber auch: Wer ein Darlehen mit geringer Laufzeit wählt, trägt bei der Anschlussfinanzierung das Risiko steigender Zinsen. Tipp: Wer einen Bausparvertrag in das Finanzierungskonzept einbindet, hat nach der Ansparphase einen Anspruch auf ein Bauspardarlehen, für das die Konditionen bereits heute feststehen – und das völlig unabhängig von den Zinsschwankungen am Kapitalmarkt. Zusätzlich erhält der Häuslebauer staatliche Fördermittel für seinen Bausparvertrag.

Eltern im Pflegeheim

Wenn die eigenen Eltern zum Pflegefall werden, entsteht für die Angehörigen häufig eine emotional und finanziell belastende Situation. Denn bei der Frage, wie die Eltern am besten versorgt werden, spielt auch die Finanzierung eine große Rolle. Reichen die Mittel der Eltern nicht aus, können im Pflegefall die Kinder zur Finanzierung des Elternunterhaltes herangezogen werden. Zunächst einmal wird aber ein Selbstbehalt, also der Eigenbedarf der Kinder, errechnet. Wichtig zu wissen: Tilgungen und Kosten der Baufinanzierung können bei der Berechnung des Elternunterhaltes geltend gemacht werden.

Familie absichern

Wenn der Hauptverdiener stirbt, kommt neben dem persönlichen Verlust meist auch die finanzielle Sorge hinzu. Damit nicht noch die eigenen vier Wände gefährdet sind, empfiehlt sich der Abschluss einer Risikolebens- oder Restschuldversicherung. Für viele attraktiv: Verträge, bei denen die Beiträge mit der zu tilgenden Restschuld sinken.

Gut vorbereitet – besser beraten

Niemals zuvor war es günstiger, den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu realisieren. Doch Niedrigzinsphase hin oder her – bei der Baufinanzierung sollte nichts überstürzt werden. Immobilieninteressenten sollten sich stets persönlich beraten lassen. Die Finanzierungsberater der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold analysieren detailliert die individuelle Situation sowie die Wünsche an die Baufinanzierung. Dabei überprüfen sie auch Finanzierungsrisiken und erläutern sinnvolle Absicherungen. So eine gründliche Planung spart am Ende viel Geld und reduziert deutlich die Risiken während der Darlehenslaufzeit.