Fortschritt mit System

Mit ihrem jüngsten Kompetenzzentrum „Zahlungssysteme“ hat die Volksbank ihr Angebot für den Mittelstand erweitert. Über Fortschritt, der den Kunden folgt.

Daniel Knipping und Fabian Brinkmann

EBL. Drei Buchstaben, die im Bankgeschäft seit vielen Jahren Ausdruck des digitalen Fortschritts sind. „EBL“ steht für „Elektronische Bankdienstleistungen“, einen Bereich, den Daniel Knipping mit seinem jungen Team zum Kompetenzzentrum „Zahlungssysteme“ ausgebaut hat. „Wir ‚schrauben‘ nicht nur, wir beraten auch“, meint der 31-jährige Leiter. Früher kümmerten sich die so genannten „EBLer“ hauptsächlich um technische Fragen der Kunden, wenn beispielsweise das Online-Banking nicht lief oder Zahlungsverkehrsprogramme streikten. „Heute liegt der Schwerpunkt in der Kundenberatung in enger Zusammenarbeit mit den Betreuern“, sagt Daniel Knipping.

Gregor Lienen, Wolfgang Borgolte und Sebastian Potthast

„Intelligente Lösungen schaffen“ – unter diesem Motto kümmert sich das Team „Zahlungssysteme“
um den elektronischen Zahlungsverkehr, um das Online-Banking für Unternehmen und Vereine, die Nutzung von Bank- und Kreditkarten in Geschäften und Zahlungssysteme für Web-Shops. 2014 betreute Daniel Knippings Mannschaft unter anderem 1.200 Kartenterminals im Handel, über die jährlich 1,5 Millionen Zahlungen mit einem Volumen von 110 Millionen Euro abgewickelt werden. Dazu zählen auch die Installation, das Erstellen von Verträgen und die Administration. Nicht zu vergessen der Service und Support per Telefon und Mail sowie die komfortable Fernwartung für alle Kunden und Mitarbeiter im Zahlungsverkehr und für mehr als 6.000 Kunden mit Zahlungsverkehrs-Software. Darüber hinaus bestimmte 2014 vor allem die SEPA-Einführung zu einem großen Teil die Arbeit des Kompetenzzentrums.

Seit letztem Jahr mischt das Team zudem mit einem neuen Zahlungsverkehrs-Check den Markt auf. Mehr als 100 Unternehmen hat es bereits intensiv beraten. „Unser Zahlungsverkehrs-Check ist ein echtes Zukunftsthema. Wir unterstützen die Firmen dabei, ihre Zahlungsverkehrsprozesse zu optimieren. Ein professionelles Zahlungsverkehrs-Management wiederum verbessert die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit im Unternehmen“, erklärt Knipping. „Die Anforderungen an Unternehmen wachsen heutzutage sehr schnell. Dafür sind stabile und flexible Systeme unerlässlich.“

Daniel Berendes, Jonas Otto und Thomas Meyer

Während früher ausschließlich die Schnittstelle der Unternehmen zur Bank im Fokus stand, stellt das Team heute die Interessen des Kunden in den Mittelpunkt. Insbesondere prüfen die Berater, ob Prozesse, Technik, Organisation und Sicherheit gut aufeinander abgestimmt sind. Die Analyse umfasst Themen wie Organisation und Abwicklung des Zahlungsverkehrs, IT-Sicherheit, die Bargeldversorgung im Unternehmen, Effizienzkriterien und je nach Bedarf auch den internationalen Zahlungsverkehr. In ihrem umfassenden Check stellen die Spezialisten beispielsweise auch Fragen wie: Welche Zahlungsverkehrsprogramme und welches Sicherungsverfahren werden eingesetzt? Sind die Lösungen auf dem aktuellen Stand? Ferner wird geprüft, ob Notfallkonzepte bestehen und die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. In einem detaillierten Ergebnisbericht  zeigen die Berater die Stärken und Schwächen aus der Perspektive eines externen Dienstleisters auf und geben Anregungen zur Optimierung des Zahlungsverkehrs. „Dabei profitiert der Kunde auch von den Erfahrungen, die das Team bei seiner Arbeit mit anderen Unternehmen sammelt“, sagt Daniel Knipping.

Seine Aufgabe als Leiter „Zahlungssysteme“ übernahm Daniel Knipping 2013 ohne Führungserfahrung und wagte damit den Sprung ins kalte Wasser. „Etwas unbedarft, aber mutig“ sei er seinerzeit an die neue Aufgabe herangegangen. Zuvor hatte er ein Jahr als Trainee im Produkt- und Marktmanagement Privatkunden sowie zwei Jahre im Controlling Erfahrungen gesammelt und sich Kenntnisse im Organisations- und Projektmanagement angeeignet. Den Bereich „Zahlungssysteme“ fand er spannend, weil die Neugründung dieses Kompetenzzentrums die gewachsenen Ansprüche der Kunden und vor allem der Zukunft treffe. „In dieser großen organisatorischen Herausforderung habe ich die einmalige Chance gesehen, mich im Markt und in der Bank zu etablieren. Ich hatte ja nichts zu verlieren“, lacht er.

Gleich von Beginn an hatte Daniel Knipping mit seinem Team, das im Durchschnitt 34 Jahre alt ist, das Mammutprojekt SEPA zu stemmen. „Durch diese Aufgabe haben nicht nur die Kollegen in der Bank, sondern auch wir im Team sehr viel dazugelernt“, berichtet er. Insgesamt sei die Lernkurve des Teams enorm angestiegen, vor allem durch Weiterbildungen und Trainings zu den Themen Zahlungsverkehr und Electronic Banking, IT-Sicherheit, Datenschutz und Beratungsqualität. „Wir sind bestens gerüstet und nicht nur fachlich ein starkes Team“, sagt Daniel Knipping stolz. „Unser Kompetenzzentrum ist ein absoluter Mehrwert für unsere Kunden und ein großer Wettbewerbsvorteil für die Volksbank. Ein echter Fortschritt eben“, davon ist der Spezialist überzeugt.