Zufriedene Kunden

Claudia Hoffmeister, Leiterin Filiale Ottbergen

Vielleicht sind Volksbanken in der Vergangenheit oft als „provinziell“ belächelt worden, weil sie immer noch in vielen kleinen Ortschaften wie Ottbergen zwischen Beverungen und Brakel eine Filiale haben. Doch nur wer so nah am Kunden ist wie Filialleiterin Claudia Hoffmeister, hat wirklich zufriedene Kunden.

Ein Mittwochvormittag im idyllischen Ottbergen. Die Frühlingssonne sorgt für die ersten 18 Grad des Jahres, die Felder erstrahlen in saftigem Grün. Nur ab und zu fährt ein Auto über die Hauptstraße. Richtung Ortsausgang befindet sich seit vielen Jahren die Volksbank. Dort hat eine Frau das Sagen: Claudia Hoffmeister. 2005 kam sie als Filialleiterin in die 1.200-Einwohner-Gemeinde und kann sich seitdem nichts Besseres mehr vorstellen. „Hier macht das Arbeiten Spaß“, freut sich die 42-Jährige.

Ottbergen, Bruchhausen, Hembsen, Godelheim, Amelunxen und Bosseborn – das ist Claudia Hoffmeisters „Revier“. Weit weg vom Großstadtlärm, mitten im Leben der Region, in dem die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, die Filialleiterin und ihre Kollegen einen festen Platz haben. Beim Maibaumschlagen in Bruchhausen, beim Schützenfest in Ottbergen, bei den Grundschulfesten in der Umgebung. „Wir lassen uns überall sehen und suchen auch außerhalb der Bank den Kontakt zu den Menschen. Manchmal schauen wir auch einfach nur zu“, erzählt Claudia Hoffmeister. Der Marktanteil der Volksbank liegt in dieser Gegend bei 70 Prozent. Der Grund? „Man kennt sich und man hilft sich“, sagt Claudia Hoffmeister. „Wünsche hat jeder. Man muss nur wissen, welche.“ Und die erfährt sie in den vielen persönlichen Begegnungen mit ihren Kunden. Kundennähe bedeutet für sie, immer auch etwas von sich preiszugeben. Nur wer sich öffne und private Gespräche zulasse, die über Konto, Kredit und Geldanlage hinausgingen, finde den Zugang zu den Menschen. Das ist ihre Überzeugung, darin steckt ihr Erfolgsgeheimnis: „Einfach Mensch sein und die Menschen und ihre Bedürfnisse ernst nehmen.“ Und dies kann durchaus auch einmal ein „Redebedürfnis“ sein. Claudia Hoffmeister ist für ihre Kunden da. Auch dann, wenn es ihnen, wie sie sagt, „mal schlecht geht“. Trotz ländlicher Idylle scheint auch in Ottbergen nicht immer die Sonne und die Welt ist nicht immer in Ordnung. Viele ihrer Kunden kommen auch einmal vorbei, um sich die Sorgen von der Seele zu reden oder zu erzählen, was es Neues gibt. „Das gehört dazu. Wir sind eben mehr als eine Bank. Wir haben ein echtes Interesse an unseren Kunden. Deshalb wünschen sich die Leute auch einen Ansprechpartner, der nicht ständig wechselt.“

Seit 1992 arbeitet Claudia Hoffmeister bei der Volksbank. Von jeher ist sie in der Filiale und damit im Kundenkontakt tätig. Bevor sie nach Ottbergen kam, kümmerte sie sich in Brakel um ihre Kunden. Eine Großbank sei nie ihre Welt gewesen. Sie mag das Familiäre.

Besonders stolz ist Claudia Hoffmeister auf den Zusammenhalt in ihrer Filiale und das gute Arbeitsklima. Ihre Kollegen Andreas Löneke und Ute Hachmeyer lobt sie in den höchsten Tönen. „Herr Löneke ist seit 1983 in der Filiale und ein Urgewächs. Die älteren Kunden wollen nur von ihm betreut werden. Frau Hachmeyer kommt aus der Region und weiß bestens um die Bedürfnisse hier vor Ort“, erzählt Claudia Hoffmeister. „Wir sind wie ein Familie, jeder hat ein Auge auf den anderen. Unsere Ziele erreichen wir gemeinsam. Das spüren unsere Kunden.“

Der Kunde nimmt in der Volksbank-Filiale in Ottbergen immer den ersten Platz ein. „Egal, ob kleine oder große Wünsche. Wir machen alles eben Realisierbare möglich“, sagt Claudia Hoffmeister. Zum Kundenservice gehört beispielsweise auch, gehbehinderten Kunden das Geld nach Hause zu bringen. „Der Kunde steht stets im Mittelpunkt“, betont Claudia Hoffmeister. „Dadurch erübrigen sich viele Gespräche nur über Zinsen und Bepreisung. Das Vertrauen, das uns unsere Kunden entgegenbringen, setzt ein hohes Verantwortungsbewusstsein in unserem täglichen Handeln voraus.“ Zufriedenheit, Nähe und ein persönliches Wort zählen deshalb in Ottbergen mehr als die Zahl hinter dem Komma.