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Joachim Finke, Leiter Filiale Büren

Ist es fair, Banken allein anhand von Geldautomaten- und Kontoführungsgebühren zu vergleichen? Wäre es nicht sinnvoller, vor Ort zu schauen, welche Wertschöpfung dort entsteht, wo „Heimat-Banken“ wirken? Ein Ortsgespräch mit Joachim Finke ...

Büren. Schulstadt im südlichen Paderborner Land, vor den Toren des Sauerlandes. 22.500 Menschen wohnen in der Stadt und den umliegenden Ortschaften Ahden, Barkhausen, Brenken, Eickhoff, Harth, Hegensdorf, Siddinghausen, Steinhausen, Wewelsburg, Weiberg und Weine. Mittendrin: Joachim Finke, Leiter der Volksbank-Filiale. Büren ist eine von 57 Filialen der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe. Daneben gehören zum Banknetz auch automatisierte Standorte und insgesamt 102 Geldautomaten in der Region. So stellt die Volksbank sicher, dass ihre Kunden persönliche Beratung und „Bargeld kostenlos“ immer in ihrer Nähe haben.

Joachim Finkes Arbeit bei der Volksbank ist ein Heimspiel. In Büren geboren und aufgewachsen, ist er mit der Stadt und ihren Menschen vertraut wie kaum ein anderer. Seit Generationen sind die Finkes überzeugte Bürener. Dort, wo heute die Volksbank-Filiale steht, lag einst der Bauernhof der Großeltern. Heimat ist für den 47-Jährigen ein Ort, „an dem ich mich wohlfühle, wo ich zu Hause bin“. Wenn Finke über seine Heimat nachdenkt, dann beschäftigt ihn weniger die Vergangenheit. „Heimat ist Zukunft“, sagt er. „Gestern war, das Morgen ist entscheidend. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass wir das, was wir haben, lange erhalten.“ Seine Arbeit bei der Volksbank versteht er als einen Beitrag für die Zukunft von Büren. Wer könnte dies glaubwürdiger vertreten als Joachim Finke? Er ist ein „Eigengewächs“ der Bank, seine erste Station nach der Ausbildung war die Filiale Büren. Zwischendurch verbrachte er einige Jahre in Paderborn als Betreuer im Kompetenzzentrum Freie Berufe. Als die Stelle des Filialleiters in Büren ausgeschrieben war, konnte er nicht anders, als sich zu bewerben. Finke hatte Glück.

Joachim Finke ist die „Heimat-Bank“ in Person. Er lebt in seiner Heimatstadt, dort, wo auch seine Kunden leben. Er trifft sie morgens beim Bäcker, abends im Supermarkt oder samstags auf dem Markt, kennt ihre Mentalität, versteht Unausgesprochenes und arbeitet gemeinsam mit ihnen an der Zukunft ihrer Stadt. So nah dran ist selten eine Bank. „Wenn man im Ort wohnt und lebt, bekommt man viel mit“, sagt Joachim Finke. Diskussionen in der Stadt bestimmen oft die Gespräche in der Filiale. Nicht zuletzt, weil Finke im Ehrenamt Kommunalpolitiker und Fraktionsvorsitzender ist, sich im Verkehrs- und Gewerbeverein, in der Bürgerstiftung und im Schützenverein engagiert. Die Lebensqualität in Büren schätzt Finke als gut ein. „Wir haben Wald und Wasser vor der Tür, zwei private Gymnasien, engagierte Bürger und eine gute Infrastruktur.“ Dazu zählt er auch seine Filiale. „Eine Bank vor Ort, die ihre Kunden versteht, sie umfassend und individuell berät, sich um sie kümmert, Arbeitsplätze bietet sowie Vereine und Institutionen unterstützt, ist auch für Büren ein Mehrwert“, meint Finke. Besonders stolz ist er darauf, dass er in seiner Filiale den Mittelständlern aus der Umgebung eine adäquate Beratung bieten kann. Udo Beller, Betreuer Unternehmenskunden, kommt dafür einmal pro Woche nach Büren. Dann stehen „Ortsgespräche“ mit Kunden „von hier“ im Terminkalender.