Neuland

Ralf Hils, Leiter Filiale Bad Lippspringe

Wer neue Aussichten finden will, muss Herausforderungen nicht immer in der Ferne suchen. Manchmal hilft es auch, Bewährtes neu zu entdecken. Über einen Filialleiter, der innerhalb der Volksbank neue Wege suchte und von Paderborn ins Lipperland ging …

Die ersten Wochen des Jahres 2011 waren für Ralf Hils eine bewegte Zeit. Am 1. Januar 2011 übernahm er seine Aufgabe als Leiter der Volksbank-Filiale in Lage. Vier Wochen später kam sein zweites Kind, Sohn Arne, zur Welt. Zwei Ereignisse im Leben des damals 36-Jährigen, die den Blickwinkel für neue Aussichten geweitet haben.

Ralf Hils ist das, was Unternehmen gerne „Eigengewächs“ nennen: begehrter Nachwuchs aus dem eigenen Haus. Seit 1993 arbeitet er bei der Volksbank, lernte klassisch Bankkaufmann und sammelte nach der Ausbildung erste Erfahrungen im Service der Filiale Borchen. Nach seiner Marine-Zeit kehrte Hils 1997 dorthin zurück. Sein weiterer Weg führte ihn über Stationen als Berater und stellvertretender Leiter der Filiale Borchen, als Privatkundenberater in der damaligen Filiale der Hauptstelle Paderborn und als Leiter der Filiale „Dahler Weg“. 2008 übernahm er die Verantwortung für die Paderborner Filiale „Auf der Lieth“ und startete von dort aus nach Lippe.

Als Ralf Hils mit dem Gedanken spielte, sich innerhalb der Volksbank zu verändern, und eine neue Herausforderung suchte, waren mehrere Stellen intern ausgeschrieben. Ralf Hils bewarb sich für die Zuckerstadt Lage. Bewusst, weil der Ort viel Neues versprach. „Lage ist eine Stadt im Umbruch. Hier passiert einiges in der Stadtentwicklung. Obwohl der Schlecker geschlossen wurde.“ Ein Randereignis, das bei einem echten Volksbanker wie Ralf Hils innerlich Gegenwehr erzeugt und ihn betonen lässt: „Wir bleiben vor Ort.“ Im Sinne „seiner Heimat-Bank“ zu handeln, ist dem Hövelhofer wichtig. Verantwortung in Lage zu übernehmen und über das Bankgeschäft hinaus das gesellschaftliche Leben vor Ort zu fördern, hat für ihn einen hohen Stellenwert. Dazu gehört auch, Kindergärten, den Reitverein, die örtliche Kunst- und Kulturszene und Sportvereine finanziell zu unterstützen.

Ralf Hils und seine acht Mitarbeiter kümmern sich in der Filiale Lage um 13.000 Kunden. Neben der individuellen Beratung für Privatkunden gehören zum Beispiel auch das Baufinanzierungsgeschäft sowie das Kreditgeschäft mit Geschäftskunden zu seinen Aufgaben. „Die Lagenser aktiv zu beraten und zu betreuen und so gute Beziehungen aufzubauen, liegt mir besonders am Herzen“, sagt Ralf Hils. Was ihm dabei hilft, ist die Nähe zu den Private-Banking- und Unternehmenskunden-Betreuern in der Bank. „Bei Bedarf können wir uns direkt über die Fachgebiete hinweg abstimmen und uns vor Ort zum Beispiel zu lokalen Wirtschaftsthemen oder Anliegen gemeinsamer Kunden austauschen.“ Dabei selbstbewusst mit einer leistungsfähigen Volksbank im Rücken und aus der starken Genossenschaftlichen FinanzGruppe heraus handeln zu können, empfindet Ralf Hils als großen Vorteil und als Glück: „Wir sind eine starke Gemeinschaft und unsere Kunden vertrauen uns. Ich bin stolz, für die Volksbank zu arbeiten.“

In seiner Ein-Jahres-Bilanz nach dem Start in Lippe resümiert der Familienvater: „Es ist doch mehr, als ich am Anfang gedacht habe: mehr Mitarbeiter, mehr Führung, mehr Öffentlichkeitsarbeit.“ Dank seines „tollen Filialteams“ konnte er sich, wie er sagt, schnell und sehr gut in Lage einleben. Besonders half ihm das offene und kollegiale Miteinander. Am Anfang habe er erst herausfinden müssen, wie die lippischen Kunden ticken. „Nach den ersten Beratungsgesprächen sah ich jedoch keine gravierenden Unterschiede zu Paderborn. Man sagt den Lippern zwar Sparsamkeit nach. Aber preisbewusste Kunden gibt es sowohl in Lage als auch im Paderborner Land“, meint Ralf Hils.

Ob Frühjahrsmarkt oder Schützenfest – als Gesicht der Volksbank vor Ort bringt sich Ralf Hils in das Stadtgeschehen ein. Bei öffentlichen Auftritten präsentiert er sich gerne mit seiner Familie, seiner Frau Michaela, der vierjährigen Tochter Annika und dem einjährigen Arne. Auch wenn er weiterhin jenseits der lippischen Grenzen wohnt, ist er in der Zuckerstadt angekommen und wirbt gerne für sein „Neuland“ mit: „Lage liegt mir.“