Wo sich der Kreis schließt

Sigrid Marxmeier, Leiterin Freie Berufe

Für Sigrid Marxmeier hat sich im vergangenen Jahr ein Kreis geschlossen. Die Juristin leitet seit dem 1. Mai 2011 das Kompetenzzentrum „Freie Berufe“ der Volksbank. In dieser Position betreut sie unter anderem Ärzte, Apotheker, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Architekten in allen beruflichen wie privaten Finanzfragen. Dank ihrer Ausbildung und ihrer Tätigkeit für andere Häuser kennt sie die Anforderungen ihrer Kunden an eine Bank gut und weiß, was diese Kundengruppe erwartet. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften arbeitete Sigrid Marxmeier lange Zeit für das Bankhaus Lampe. Danach war sie für die apoFinanz GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, sowie für die Deutsche Ärztevereinigung AG tätig.

„Meine Aufgabe bei der Volksbank ist die Konsequenz aus meinem beruflichen Werdegang“, blickt Sigrid Marxmeier zurück. Zu ihren praktischen Erfahrungen im Finanzwesen hat sie sich konsequent ergänzende Qualifikationen angeeignet. 2000 machte sie ihren Abschluss „Financial Planner“. Seit 2010 ist sie außerdem Erbschaftsplanerin. „Der ganzheitliche Beratungsansatz ist im Laufe der Jahre zu meinem Thema geworden. Bei meinen Kunden aus den Freien Berufen kann ich diesen sehr gut umsetzen“, sagt die 56-Jährige. Aber noch ein anderer Grund veranlasst sie zu der Feststellung, der Kreis habe sich geschlossen. Auch der genossenschaftliche Gedanke ist ihr von Kind an vertraut „Mein Vater ist dem Verbund in den unterschiedlichsten Positionen zeit seines Lebens immer treu geblieben, so dass ich immer wieder mit dem genossenschaftlichen Gedanken in Berührung gekommen bin.“

Mit dem Kompetenzzentrum „Freie Berufe“ hat Sigrid Marxmeier eine Institution übernommen, die einmalig in der ostwestfälischen Bankenlandschaft ist. Als erste Bank in der Region hat die Volksbank 2002 ein Spezialistenteam für Freiberufler aufgebaut. Heute betreut das Kompetenzzentrum, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, rund 1.150 Kundenverbünde. Sigrid Marxmeier ist fest davon überzeugt, dass „ein solches Konzept das richtige für diese spezielle Kundengruppe“ ist. Zumal, wenn es Teil einer „ausgesprochen leistungsstarken Volksbank ist“.

„In meinem Berufsleben hat es immer Menschen gegeben, die mir Vorbild waren und mich gefördert haben, an denen ich mich ausrichten konnte. Nicht nur fachlich, sondern auch im Hinblick auf das persönliche Moment.“ Beides gehört für Sigrid Marxmeier zusammen. In ihrem Team, zu dem neun Mitarbeiter gehören, legt sie großen Wert auf ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis, eine gute Diskussionskultu rund eigenständiges Arbeiten. Führung bedeutet für sie, gleichermaßen Vorbild zu sein, Orientierung zu geben, das Selbstvertrauen der Mitarbeiter zu stärken, aber auch zu kontrollieren. Dabei Fehler nicht abzustrafen, sieht sie als essenziell an. „Wertschätzung und Vertrauen können nur in einem angstfreien Raum entstehen“, meint Sigrid Marxmeier. Ihr Credo: „Lieber einmal zu viel miteinander reden als einmal zu wenig.“

Sie habe das Glück, ein positiv denkender Mensch zu sein, sagt die Bankerin über sich. Die guten Gedanken findet sie privat in ihrem „fröhlichen Freundeskreis“, beim Lesen und auf Reisen – in Balance zum Kreis, der sich geschlossen hat.