Die sieben häufigsten Pflege-Irrtümer

Paderborn, 19. September 2013

Jetzt staatliche Förderung zur Pflege-Zusatzversicherung nutzen

Wunsch und Wirklichkeit driften auch beim Thema „Pflege“ oft auseinander. Ich bin noch jung, ich brauche keine Absicherung. Irrtum: Jeder Mensch kann zum Pflegefall werden, sei es durch einen Unfall oder eine Krankheit. Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet eine ausreichende Absicherung? Weit gefehlt. „Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt in der Regel allenfalls die Hälfte der Kosten einer professionellen Pflege, die häufig mehr als 3.000 Euro im Monat betragen“, weiß Helmut Hevermann, Leiter Filiale Lemgo der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold.

Helmut Hevermann
Leiter Filiale Lemgo

Die Fakten zu den häufigsten Pflege-Irrtümern:

Pflege-Irrtum 1: Ich werde kein Pflegefall!
Die Statistik sagt leider etwas anderes: Ab dem 30. Lebensjahr wird jeder zweite Mann im weiteren Leben pflegebedürftig, bei Frauen sind es drei von vier. Hier macht sich die um fünf Jahre höhere Lebenserwartung von Frauen bemerkbar.

Pflege-Irrtum 2: Wenn ich gepflegt werde, dann erst im hohen Alter!
Pflegebedürftigkeit ist nicht nur eine Frage des Alters. Zwar steigt das Risiko mit jedem Lebensjahr an, aber auch durch Unfall oder Krankheit kann man jederzeit zum Pflegefall werden.

Pflege-Irrtum 3: Wenn ich gepflegt werde, dann nur kurz!
Die Pflegedauer kann mehrere Jahre betragen. Durchschnittlich rund fünf Jahre sind es laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge bei Frauen, rund vier Jahre bei Männern.

Pflege-Irrtum 4: Ich werde von meiner Familie gepflegt!
62 Prozent der Deutschen, die pflegebedürftige Angehörige haben, kümmern sich laut der Studie „Weil Zukunft Pflege braucht“ der R+V-Versicherung selbst um die Betreuung. Zumindest heute noch. Denn zukünftig wird dies immer schwieriger werden – aufgrund der demografischen Entwicklung und geänderter Familien- und Haushaltsstrukturen. So gibt es beispielsweise immer mehr Single-Haushalte.

Pflege-Irrtum 5: Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht aus!
Die gesetzliche Pflegeversicherung stellt nur eine „Teilkasko“-Absicherung dar. Je nach Betreuungsaufwand und Pflegestufe fehlen bei professioneller Pflege durchschnittlich zwischen
450 und 1.950 Euro monatlich, die dann privat zu finanzieren sind.

Pflege-Irrtum 6: Die Pflegekosten kann ich selbst tragen!
Knapp jeder sechste Pflegebedürftige in Deutschland benötigt Sozialhilfe. Denn Pflege kostet: Bei einer monatlichen Versorgungslücke von beispielsweise 1.500 Euro müssen 18.000 Euro pro Jahr selbst getragen werden.

Pflege-Irrtum 7: Ich habe schon eine private Pflege-Zusatzabsicherung!
Das glauben 23 Prozent der Deutschen, so die R+V-Studie. Doch offenbar verwechseln viele die gesetzliche Pflegeversicherung mit einer freiwilligen privaten Zusatzversicherung – letztere haben nämlich erst knapp drei Prozent der Bevölkerung. Hier gibt es noch viel Luft nach oben.


Helmut Hevermann empfiehlt: „Jeder − ob jung oder alt − sollte die Pflegevorsorge ernst nehmen und sich persönlich beraten lassen. Eine private Vorsorge hilft, die Versorgungslücke zu verringern. Jetzt unterstützt auch der Staat dabei. Zum Jahresbeginn 2013 wurde eine finanzielle Förderung der privaten Pflegefallversicherung eingeführt – der so genannte „Pflege-Bahr“. Die staatliche Zulage kann bis zu einem Drittel des Beitrages ausmachen. Die Abwicklung ist ganz einfach: Alle Formalitäten zur Beantragung und Verwaltung der staatlichen Zulage übernimmt unser Partner aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe, die R+V Versicherung, für unsere Kunden.“