Volksbank weiterhin auf solidem Wachstumskurs

Paderborn, 01. Februar 2013

(v. l.): Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender, Dr. Friedrich Keine, Heinz Peterburs, Karl-Heinz Rawert, Rudolf Jäger und Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold.

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold hat auch 2012 ihren Erfolg fortgeschrieben. Wieder einmal berichtete der Vorstand auf der Jahrespressekonferenz am 01. Februar 2013 über ein überaus gutes Geschäftsjahr. „Unser Haus ist in allen maßgeblichen Positionen solide und überdurchschnittlich gewachsen. Wir schließen das Geschäftsjahr 2012 mit einem glänzenden Ergebnis ab“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn. „Dieses Ergebnis gibt uns die Möglichkeit, die offenen Rücklagen nochmals deutlich zu dotieren.“ Trotz eines weiter rückläufigen Zinsüberschusses konnte die Volksbank ihr operatives Ergebnis mit 40,3 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres halten. „Dass uns dies in der aktuellen Zinssituation gelungen ist, werten wir als echten Erfolg“, betonte der Vorstand.

Die Bilanzsumme der achtgrößten Volksbank bundesweit stieg um 2,8 Prozent auf vier Milliarden Euro. „Unsere Ertragskraft basiert vor allem auf der breiten Verankerung unseres kundenorientierten Geschäftsmodells. Unsere Bilanz ist das Abbild einer echten Kundenbank und damit auch Ausdruck der nachhaltigen Entwicklung unseres Hauses“, so Dr. Bittihn. „Insbesondere das überdurchschnittliche Wachstum der zinstragenden Volumina hat uns geholfen, dieses schwierige Zinsumfeld zu bewältigen und den weiteren Rückgang des Zinsergebnisses abzumildern.“ Mit einer Kundenkreditquote von 71 Prozent und einer Kundeneinlagenquote von 76 Prozent bewegte sich der Anteil der Kundenvolumina an der Bilanzsumme auch 2012 im Vergleich auf einem Top-Niveau.

Die Kundenkredite nahmen über alle Kundengruppen hinweg überdurchschnittlich um sieben Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro zu. Die wesentlichen Wachstumstreiber waren insbesondere die Kredite an Unternehmenskunden (plus neun Prozent), Kredite für Investitionen in erneuerbare Energien (plus 30 Prozent) und ein Rekordvolumen im Baufinanzierungsgeschäft (plus 20 Prozent).

Die offenen Kreditzusagen lagen mit mehr als 147 Millionen Euro weiterhin auf einem hohen Niveau. „Unser volles Auftragsbuch verstehen wir als Indiz dafür, dass wir Hausbank in einer prosperierenden Region und für einen gut aufgestellten Mittelstand sind“, so Dr. Bittihn.

Die Kundeneinlagen konnten trotz ruinöser Preiskämpfe, die insbesondere durch Geschäfts- und Internetbanken sowie ausländische Institute getrieben wurden, um 2,2 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro gesteigert werden. Darüber hinaus hat die Zinsentwicklung der letzten Jahre zu erheblichen Veränderungen in der Einlagenstruktur geführt. Lang- und mittelfristige Einlagen wurden zugunsten kurzfristiger Einlagen abgebaut. Der Anteil der täglich fälligen Einlagen an den Gesamteinlagen ist so beispielsweise von 2008 bis 2012 um 84 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht 37 Prozent der gesamten Kundeneinlagen.

Das betreute Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen – stieg um 5,4 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro.

Plus 72 Prozent bei Überschuss aus normaler Geschäftstätigkeit

Durch das nachhaltig niedrige Zinsniveau ist der Zinsüberschuss 2012 um 3,4 Millionen Euro weiter gesunken und erreichte nach 2010 (88,5 Millionen Euro) und 2011 (90,0 Millionen Euro) mit 86,6 Millionen Euro einen neuen Tiefstand. Dieser Rückgang konnte allerdings durch einen gesteigerten Provisionsüberschuss von 26,1 Millionen Euro (Vorjahr: 24,8 Millionen Euro) und die deutlich niedrigere Risikovorsorge mehr als kompensiert werden. „Insbesondere der geringere Bedarf an Wertberichtigungen für Kredite hat sich hier ausgewirkt. Dies zeigt: Der Mittelstand in unserer Region ist kerngesund“, so der Volksbank-Vorstand.

Der Überschuss aus der normalen Geschäftstätigkeit stieg um 72 Prozent auf 39,8 Millionen Euro (Vorjahr: 23,1 Millionen Euro). Auch der Jahresüberschuss erhöhte sich von 11,0 auf 12,0 Millionen Euro. Dr. Bittihn: „Mit diesem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden.“

Die Cost-Income-Ratio (CIR), eine Kennzahl für die wirtschaftliche Effizienz der Bank, bewegte sich mit 65 Prozent auf einem stabilen und guten Niveau. Was bedeutet: Ein Euro Ertrag erfordert einen Aufwand von 65 Cent.

Eigenkapitalbasis nachhaltig gestärkt

Aufgrund der hervorragenden Ergebnisentwicklung kann die Volksbank damit ihr Eigenkapital in einer bisher noch nie dagewesenen Höhe dotieren. „Wir werden unseren Gremien vorschlagen, den Rücklagen einen gut zweistelligen Millionenbetrag zuzuführen“, stellte Dr. Bittihn in Aussicht.

Die bereits hochsolide Eigenkapitalausstattung der Bank zeigt sich in zwei Eigenkapitalkennziffern: in der Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals von 11,7 Prozent, die vor zehn Jahren noch bei 5,9 Prozent lag, sowie in einer Gesamtkapitalquote von gut 15 Prozent, die für die neuen Eigenkapitalvorschriften nach Basel III relevant ist. Danach muss die Gesamtkapitalquote in Zukunft mindestens 10,5 Prozent statt wie bisher 8,0 Prozent betragen. „Mit unserem Wert von 15 Prozent haben wir diese Anforderungen bereits jetzt übererfüllt und sind so bestens aufgestellt für die zukünftigen Herausforderungen“, so Dr. Bittihn.

Darüber hinaus sichert die komfortable Eigenkapitalausstattung den Spielraum für weiteres Wachstum im Kreditgeschäft. So könnte die Volksbank aktuell ohne Weiteres eine Milliarde Euro an neuen Krediten vergeben. Dr. Bittihn: „Gleichermaßen haben wir sämtliche Investitionen in den vergangenen Jahren, darunter auch das Bauprojekt ‚Neue Mitte‘, komplett aus dem jährlichen Eigenkapitalwachstum finanziert. All dies zeigt, dass unsere Mitglieder Miteigentümer einer grundsoliden und äußerst kapitalstarken Volksbank sind.“

Regionen profitieren vom Wachstum

„Der Erfolg der Bank wird in allen Regionen unseres Geschäftsgebietes erarbeitet und kommt auch allen Regionen zugute. Jede Region profitiert von der Stärke der Gesamtbank“, machte Dr. Bittihn deutlich. Beispielhaft führte er die Entwicklung der regionalen Gewerbesteuerzahlungen in den vergangenen zehn Jahren an. Die Gewerbesteuerzahlungen der Gesamtbank haben sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt auf jetzt gut 6,5 Millionen Euro. Von dieser Entwicklung konnten die Regionen Höxter und Lippe sogar überproportional profitieren.

Höchste Steuerzahlung in der Geschichte

Das glänzende Ergebnis 2012 spiegelt sich auch in den Steuerzahlungen wider. Während diese in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich bei 5,4 Millionen Euro lagen, zahlt die Volksbank für 2012 insgesamt 13,7 Millionen Euro Steuern. Dies entspricht dem höchsten Steueraufkommen in der Geschichte der Volksbank.

99 Millionen Euro Wertschöpfung

Die Wertschöpfung für die Region liegt bei insgesamt 99 Millionen Euro. Darin enthalten sind neben den Steuern 38 Millionen Euro in Form von Aufträgen an den heimischen Mittelstand, 43 Millionen Euro Gehälter und voraussichtlich vier Millionen Euro Dividende.

Außerdem hat sich die Volksbank über das tägliche Bankgeschäft hinaus mit finanzieller und ideeller Unterstützung vor Ort eingebracht. Mehr als 800 Vereine und Institutionen förderte sie mit insgesamt 700.000 Euro.

Außerdem hat sich die Volksbank über das tägliche Bankgeschäft hinaus mit finanzieller und ideeller Unterstützung vor Ort eingebracht. Mehr als 800 Vereine und Institutionen förderte sie mit insgesamt 700.000 Euro.

100.000er-Marke bei Mitgliedern überschritten

Die Solidität der Volksbank überzeugte auch im Jahr 2012 viele Kunden, Mitglied und damit Miteigentümer zu werden. Insgesamt konnte die Volksbank 5.236 neue Mitglieder gewinnen und so die 100.000er-Marke überschreiten. Per 31. Dezember 2012 hatte die Volksbank 101.174 (Vorjahr: 98.365) Mitglieder. Auch sie können sich über die gute Geschäftsentwicklung ihrer Bank freuen. Denn der Vorstand will den Gremien eine Dividende mindestens auf Vorjahresniveau (4,5 Prozent + 1 Prozent Bonus) vorschlagen.

Zahl der Mitarbeiter gestiegen

Per 31. Dezember 2012 beschäftigte die Volksbank 789 Mitarbeiter (Vorjahr: 774). Dazu gehören 93 Auszubildende; dies entspricht einer überdurchschnittlichen Ausbildungsquote von zwölf Prozent. Die Volksbank bildet in vier Berufen aus: Bankkaufmann, Immobilienkaufmann, Informatikkaufmann sowie Bachelor of Arts in Banking and Finance. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung hat die Volksbank die Anzahl der Ausbildungsplätze nochmals deutlich erhöht und ihr Ausbildungskonzept für Realschüler erfolgreich weiterentwickelt.

Beste Perspektiven für Mitarbeiter

24 junge Leute haben im Januar 2013 ihre Ausbildung bei der Volksbank mit großem persönlichen Erfolg abgeschlossen. „Dem kompletten Jahrgang konnten wir unbefristete Arbeitsverträge anbieten. Als Genossenschaftsbank legen wir großen Wert darauf, unsere Mitarbeiter aus der Region zu rekrutieren und möglichst von Beginn an im eigenen Haus auszubilden“, sagte Dr. Bittihn. Gute Mitarbeiter zu gewinnen, sei mit Blick auf die demografische Entwicklung nicht mehr ganz so leicht wie früher. Trotzdem sieht sich die Volksbank im „Kampf“ um die regionalen Talente in einer guten Position. „Unsere Mitarbeiter haben in unserem Haus beste Perspektiven. Aufgrund unserer Größe, unserer Innovationskraft und unseres breit gefächerten Dienstleistungsangebotes bieten wir viele interessante Laufbahnen und Erfahrungsmöglichkeiten an. Jeder hat bei uns die Möglichkeit, sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterzuentwickeln.“

Neben der Ausbildung junger Leute investiert die Volksbank auch in das Wissen ihrer Mitarbeiter: Dies belegen 3.685 Weiterbildungstage.

86 Standorte und mehr als 100 Geldautomaten

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold unterhält in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe 84 Standorte, davon 57 Filialen und 27 SB-Standorte. Hinzu kommen die beiden Zweigniederlassungen Bielefeld und Werther unter dem Namen "Bankverein Werther". Die Kunden können auf mehr als 100 Geldautomaten in der Region zurückgreifen.

Entwicklungen im Unternehmens- und Privatkundengeschäft im Detail

Unternehmenskundengeschäft deutlich ausgebaut

„Die überdurchschnittlich gute Entwicklung im Unternehmenskundengeschäft begründet sich in unserer konsequenten Ausrichtung als regional verankerte Mittelstandsbank. Die Unternehmer erwarten heute Kompetenz vor Ort nicht nur im Kreditgeschäft, sondern in vielen unternehmerischen Fragestellungen. Genau diese Anforderungen erfüllen wir“, so Karl-Heinz Rawert, Mitglied des Vorstandes.

Starke Marktposition in der Breite des Mittelstandes

In allen Bereichen – Kredit-, Einlagen- und Provisionsgeschäft – konnte die Volksbank das Unternehmenskundengeschäft im vergangenen Jahr deutlich ausbauen. „Diese Entwicklung wird von allen Marktbereichen und allen Kundengruppen – Handwerker, Landwirte, Familienunternehmen bis hin zu Konzernkunden – getragen und ist Ausdruck unserer starken Marktposition bei mittelständischen Kunden aller Größenordnungen“, erklärte Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Neun Prozent Wachstum bei Unternehmenskreditenl

„Besonders hervorzuheben ist das außerordentliche Kreditwachstum 2012 von über neun Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Dies beweist: Wir sind und bleiben der verlässliche Finanzierungspartner vor Ort. Gleichermaßen sind wir aber auch als Hausbank Lösungsanbieter bei der Abwicklung des nationalen und internationalen Zahlungsverkehrs, des Zins-, Währungs- und Liquiditätsmanagements bis hin zur Absicherung von Risiken und der Optimierung der Vermögensanlage“, so Vorstandsmitglied Rudolf Jäger. Diese Themenfelder deckt die Volksbank über verschiedene Kompetenzzentren ab, aus denen heraus Spezialisten die Unternehmenskundenbetreuer bei der Beratung ihrer Kunden unterstützen. Ergänzt wird das breite Dienstleistungs- und Produktangebot durch die eigenen Tochtergesellschaften im Versicherungs- und Immobiliengeschäft und die Zusammenarbeit mit den Partnern aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe.

196 neue Unternehmenskunden

Das Wachstum der Volksbank im Unternehmenskundengeschäft begründet sich sowohl in einem
kontinuierlichen Ausbau des Dienstleistungsangebotes und der Weiterentwicklung zielgruppenspezifischer Angebote – wie zum Beispiel spezieller Erntekredite für Landwirte oder Ressourceneffizienzkredite für produzierende Unternehmen – als auch in der Gewinnung neuer Kunden. 2012 konnte die Volksbank 196 mittelständische Unternehmen als neue Kunden begrüßen und dabei 97 Existenzgründungen begleiten.

29 Prozent mehr Kredite für erneuerbare Energien

„Alle reden von der Energiewende. Wir finanzieren sie“, betont Karl-Heinz Rawert mit Blick auf die sehr gute Entwicklung des Geschäftsfeldes „Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“, für das die Volksbank seit Jahren ein eigenes Kompetenzzentrum betreibt. 129 Millionen Euro neue Kredite zur Finanzierung von Photovoltaik, Windkraft und Biogas hat sie im vergangenen Jahr vergeben, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Der größte Anteil mit 79 Millionen Euro entfiel erneut auf Photovoltaik, gefolgt von Windkraft mit etwa 47 Millionen Euro. Der Bestand an Krediten für Investitionen in erneuerbare Energien stieg um 29 Prozent auf 359 Millionen Euro.

Neben der Beratung und Finanzierung im Bereich der erneuerbaren Energien und Ressourceneffizienz hat die Volksbank in den Kreisen Paderborn und Höxter gemeinsam mit Nachbarbanken zwei Energiegenossenschaften auf den Weg gebracht. Deren Ziel ist es, den Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich an der Energiewende in der Region zu beteiligen. Die Energiegenossenschaft Paderborner Land ist mit einer Stromproduktion von über 3,7 Millionen Kilowatt-Stunden mittlerweile eine der größten ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Die „Energie für den Kreis Höxter eG“ ist als Bürgerenergiegenossenschaft im vergangenen Jahr ins Leben gerufen worden.

27.000 Transaktionen im „Internationalen Geschäft“

Das Auslandsgeschäft ist in vielen Unternehmen eine wesentliche Quelle für ein erfolgreiches Wachstum. Auch 2012 hat die Volksbank mit ihrem Kompetenzzentrum „Internationales Geschäft“ die heimischen Unternehmen bei ihren Export- und Importgeschäften mit einem umfassenden Service vor Ort begleitet. Das Gesamtvolumen der qualifizierten Auslandsgeschäfte belief sich auf 27.000 Transaktionen mit einem Umsatz von 774 Millionen Euro.

30 Prozent mehr Umsätze im Devisenhandel

Im Währungsmanagement hat die Volksbank mittelständische Unternehmen mit insgesamt 1.750 Kurssicherungsgeschäften unterstützt. Die Devisenhandelsumsätze stiegen um 37 Prozent auf 581 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt lag in der US-Dollar-Absicherung, aber auch die so genannten exotischen Währungen sind klar auf dem Vormarsch. Veränderungen in der Handelbarkeit von Währungen wie dem Chinesischen Renminbi verstärken diesen Trend.

Im Leasinggeschäft vermittelte die Volksbank 370 Verträge mit einem Volumen von 15,3 Millionen Euro an ihren Verbundpartner VR LEASING.

Plus 25 Prozent bei den Sichteinlagen

Im Einlagengeschäft hielt der Trend zur sicheren und kurzfristigen Geldanlage aufgrund der Euro- und Schuldenkrise und des historisch niedrigen Zinsniveaus weiter an. Während im Vorjahr noch die Terminanlagen das höchste Wachstum verzeichneten, standen 2012 die Sichteinlagen an oberster Stelle. Diese erhöhten sich um 25 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro.

Die Spareinlagen kletterten um rund 5,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Termineinlagen verringerten sich um 19 Prozent auf 802 Millionen Euro.

Bei der Geldanlage in Wertpapieren hielten sich die Volksbank-Kunden aufgrund der Unsicherheiten an den Kapitalmärkten deutlich zurück. Entsprechend lag das Kaufvolumen mit insgesamt 141 Millionen Euro wesentlich unter dem von 2011 mit 216 Millionen Euro. Der Kurswert aller Kundendepots erhöhte sich dagegen um mehr als 15 Prozent auf über eine Milliarde Euro.

Neues Allzeithoch für Pfau-Strategie-Depot UI

Im Rahmen der Vermögensstrukturierung stellte der hauseigene Fonds der Volksbank, das Pfau-StrategieDepot UI, eine gute und attraktive Anlagemöglichkeit dar. „Auch im sechsten Jahr seines Bestehens erwies sich das Fondskonzept als absolut richtig. Mitarbeiter unseres Private Bankings nehmen aktiv Einfluss auf die Anlagepolitik des Fonds und bringen so die Sicht unserer Kunden direkt mit ein. Insofern sind wir mit unserem ‚Pfau‘ so nah wie kein anderer Fonds an unseren Kunden – auch eine Form von Nachhaltigkeit“, erklärte Vorstandsmitglied Dr. Friedrich Keine. Mit 107,90 Euro pro Anteil erreichte das Pfau-StrategieDepot UI im Dezember ein neues Allzeithoch. Die Wertentwicklung für 2012 beträgt 4,7 Prozent und liegt damit deutlich über dem aktuellen Zinsniveau. Das verwaltete Fondsvolumen erreichte 80,7 Millionen Euro.

Kredite an Privatkunden steigen um 6,5 Prozent

Die Kredite an Privatkunden erhöhten sich um rund 6,5 Prozent auf mehr als 1,1 Milliarden Euro. Maßgeblich geprägt wurde diese Entwicklung durch ein weiterhin hohes Niveau bei den Konsumentenkrediten und einem neuen Rekord bei den Baufinanzierungen.

Mit ihrem Wunschkredit konnte sich die Volksbank auch im Jahr 2012 gegenüber Angeboten von beispielsweise Direkt- oder Autobanken durchsetzen. Insgesamt vergab sie 3.200 neue Wunschkredite im Wert von 19,5 Millionen Euro. „Mit unseren Konditionen für Konsumentenkredite können wir uns ohne Weiteres im Wettbewerb sehen lassen. Wie bei anderen auch gehören Sofortzusage und direkte Auszahlung bei uns zum Standard. Der eigentliche Mehrwert für unsere Kunden liegt vor allem in der Nähe und der persönlichen Kenntnis von Bank und Berater. Das schafft Sicherheit und Vertrauen“, so Heinz Peterburs, Mitglied des Vorstandes.

Rekordjahr für Immobilienfinanzierung

Finanzierung, Bausparvertrag, Immobilienvermittlung und -verwaltung, das passende Versicherungspaket – wenn es um das Thema „Bauen und Wohnen“ geht, bietet die Volksbank ihren Kunden alles aus einer Hand. 2012 kam dieses Angebot besonders gut an. Die Präferenz der Kunden für Sachwerte und das extrem niedrige Zinsniveau sorgten für einen neuen Rekord in der Immobilienfinanzierung. Während die Kreditmittel in den Vorjahren in Renovierung, Modernisierung oder erneuerbare Energien investiert worden waren, stand 2012 der Hausbau oder -kauf im Vordergrund. Die Anzahl der Baufinanzierungen stieg um mehr als zehn Prozent auf 4.500 und das Finanzierungsvolumen erhöhte sich um 20 Prozent auf mehr als 245 Millionen Euro.

Entsprechend positiv entwickelte sich auch das Bauspargeschäft. So schlossen die Kunden der Volksbank 6.010 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 157 Millionen Euro ab. Insgesamt betreut die Volksbank für ihre Kunden 46.680 Bausparverträge der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

233 Immobilien in der Region vermittelt

Die Immobilienvermittlung und die Verwaltung von Immobilien deckt die Volksbank über ihre beiden Tochterunternehmen OWL Immobilien GmbH und OWL Immobilien Verwaltung GmbH ab und ergänzt damit das klassische Bankangebot im Bereich „Bauen und Wohnen“.

Entsprechend der höheren Nachfrage nach „Betongold“ konnte die OWL Immobilien GmbH im Jahr 2012 deutlich mehr Objekte – insgesamt 233 – vermitteln. Die Nachfrage nach Immobilien in Stadtlagen ist nach wie vor ungebrochen hoch. Dies führt entsprechend zu weiterhin steigenden Immobilienpreisen gerade in der Stadt Paderborn. „Die Herausforderung besteht heute darin, mehr neue Angebote zu generieren und weniger in der Suche nach geeigneten Käufern. Die allgemein starke Immobiliennachfrage belebt auch den Immobilienmarkt in ländlichen Gegenden wieder. Dennoch bleibt in diesem Umfeld die Suche nach Käufern von Immobilien weiterhin relativ schwierig“, so Dr. Keine.

Ein weiterer Schwerpunkt der OWL Immobilien GmbH war die Vermietung von gewerblichen Objekten. Aufgrund des zunehmend schrumpfenden Angebots an Bestandsobjekten in Stadtlagen rückt zudem aktuell die Projektentwicklung – von der Grundstückserschließung, über die Neubauerstellung bis zur Vermarktung der Objekte – wieder in das Blickfeld.

Die OWL Immobilien Verwaltung GmbH betreute 2012 insgesamt 3.524 Wohneinheiten.

11.700 neue Vorsorgeverträge

Auch 2012 haben die Kunden der Volksbank die vielfältigen Möglichkeiten zum Vermögensaufbau und zur Altersvorsorge genutzt. Insgesamt schlossen sie 11.700 Vorsorgeverträge in Form von Banksparplänen, Riester- oder Rürup-Renten, betrieblicher Altersvorsorge oder Fondssparplänen ab. Besonders beliebt waren erneut die Banksparpläne, von denen 5.600 neu abgeschlossen wurden. Insgesamt hatte die Volksbank per 31. Dezember 2012 35.725 Sparpläne im Bestand. Das angesparte Guthaben stieg um 6,5 Prozent auf rund 163 Millionen Euro.

6.500 Riester-Checks

„Sparer verschenken Milliarden bei Riester-Rente“, war eine der Schlagzeilen des vergangenen Jahres. Weil demnach viele Kunden die staatlichen Zulagen nicht ausschöpfen, hat die Volksbank bereits Ende 2011 eine Initiative „Riester-Check“ gestartet. Dabei erhält jeder Riester-Sparer ein Angebot, seinen Riestervertrag hinsichtlich der optimalen Förderung und der Gestaltungsmöglichkeiten zu prüfen. Insgesamt hat die Volksbank im vergangenen Jahr 6.500 Riester-Checks durchgeführt und nicht selten auch Prämien für den Kunden nachgefordert. „Mit dieser kostenlosen Dienstleistung auch für Nichtkunden setzen wir bereits das um, was Verbraucherschützer regelmäßig als Wunschvorstellung formulieren“, so Dr. Keine.

Mehr als 4.000 neue Lebens- und Rentenversicherungen

Auch das Versicherungsgeschäft zeigte sich 2012 von seiner besten Seite. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Kapitallebens- und Rentenversicherungen stieg um elf Prozent auf 4.052. Einen Schwerpunkt bildete dabei die betriebliche Altersvorsorge.

Hohe Beratungsintensität im Private Banking

Im Private Banking lag der Schwerpunkt 2012 in der intensiven Beratung. Verunsichert durch die Euro- und Schuldenkrise, legten viele Kunden Wert auf eine enge Begleitung durch ihren persönlichen Berater. „In vielen Gesprächen konnten wir unseren Kunden die Sorge um den Erhalt ihres Vermögens nehmen. Gleichzeitig überzeugte unser genossenschaftliches Private Banking aber auch auffällig viele enttäuschte Kunden anderer Bankengruppen, die wir für unser Haus gewinnen konnten. Diese Entwicklung zeigt ebenfalls, dass unser genossenschaftliches Geschäftsmodell ein echtes Vertrauensmodell ist“, sagte Dr. Keine. Darüber hinaus hat die Volksbank im Private Banking die Beratung von Unternehmern als Privatperson weiter ausgebaut.

Hohe Beratungsintensität im Private Banking

Im Private Banking lag der Schwerpunkt 2012 in der intensiven Beratung. Verunsichert durch die Euro- und Schuldenkrise, legten viele Kunden Wert auf eine enge Begleitung durch ihren persönlichen Berater. „In vielen Gesprächen konnten wir unseren Kunden die Sorge um den Erhalt ihres Vermögens nehmen. Gleichzeitig überzeugte unser genossenschaftliches Private Banking aber auch auffällig viele enttäuschte Kunden anderer Bankengruppen, die wir für unser Haus gewinnen konnten. Diese Entwicklung zeigt ebenfalls, dass unser genossenschaftliches Geschäftsmodell ein echtes Vertrauensmodell ist“, sagte Dr. Keine. Darüber hinaus hat die Volksbank im Private Banking die Beratung von Unternehmern als Privatperson weiter ausgebaut.

Beratung für Freie Berufe - zehn Jahre erfolgreich

Das Kompetenzzentrum „Freie Berufe“, das am ostwestfälischen Bankenmarkt eine Solitärstellung einnimmt, konnte 2012 auf seine zehnjährige Erfolgsgeschichte zurückblicken. Das Kompetenzzentrum ist speziell auf die Bedürfnisse von Ärzten, Zahnärzten, Apothekern, Wirtschaftprüfern, Steuerberatern und Rechtsanwälten ausgerichtet. Insgesamt zehn Mitarbeiter betreuen 3.000 freiberuflich tätige Kunden aus der Region und überzeugen durch spezifische Fach- und Branchenkenntnisse.

Sein spezielles Beratungsangebot für Mediziner hat das Kompetenzzentrum 2012 mit der Einführung des Programms „Atlas Medicus“ weiter verbessert. Niedergelassene Ärzte erhalten damit einen betriebswirtschaftlichen Vergleich ihrer Praxis mit anderen und können daraus Ansätze für Optimierungspotenziale in der eigenen Praxisorganisation ziehen.