2.500 Volksbank-Mitglieder im Paderborner Schützenhof

Paderborn, 16. Mai 2013

Machen sich gemeinsam stark für gelebte Werte (v. l.): Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn, Professorin Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann, und Horst Schubert, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Einen neuen Teilnehmerrekord verbuchte die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold bei ihrer Mitgliederversammlung für das Stadtgebiet Paderborn am 14. Mai im Paderborner Schützenhof. Rund 2.500 Mitglieder waren gekommen, um sich über die Entwicklung ihrer Volksbank im Geschäftsjahr 2012 zu informieren. Höhepunkt des Abends war der Vortrag von Professorin Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjahr 2017 und Pastorin der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, zum Thema „Was wirklich zählt: Christliche Werte in unserer Gesellschaft“. Zudem ehrte die Volksbank langjährige Mitglieder.

Überdurchschnittliches Wachstum im Geschäftsjahr 2012

Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn präsentierte den Mitgliedern in seinem Bericht über die Entwicklung im vergangenen Jahr eine äußerst solide und ertragsstarke Volksbank: „Auch 2012 sind wir mit unseren Mitgliedern und Kunden in unserer Wirtschaftsregion überdurchschnittlich gewachsen. Und dies, obwohl die ‚Wachstumsbedingungen‘ – bezogen auf die gesamte Bankenbranche – alles andere als gut waren. Nach wie vor spüren wir deutlich die Auswirkungen der Finanzmarktkrise, insbesondere in Form eines verschärften Wettbewerbs, eines politisch getriebenen Niedrigzinses und immer wieder neuen regulatorischen Anforderungen. Trotz allem haben wir das Geschäftsjahr 2012 mit einem glänzenden Ergebnis abgeschlossen. So war es uns möglich, unser Eigenkapital nochmals deutlich zu dotieren und uns entsprechenden Wachstumsspielraum zu sichern. Mit unserer exzellenten Vermögenslage und Ertragskraft sind wir für die Zukunft bestens gerüstet.“

Genossenschaftliche Werte als Basis des Erfolgs

Der nachhaltige Erfolg der Bank begründe sich insbesonde in dem genossenschaftlichen Geschäftsmodell: „Wir gehören unseren Mitgliedern und Kunden und sind damit völlig unabhängig vom Kapitalmarkt. Unser Maßstab ist nicht die Höchstrendite, sondern wie gut wir unseren Förderauftrag erfüllen.“ Die Identität von Kunde und Eigentümer sei die beste Basis für Vertrauen. „Einen effizienteren Verbraucherschutz gibt es nicht. Unsere genossenschaftlichen Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung haben uns ohne Blessuren und Staatshilfe durch die Finanzmarktkrise gebracht. Deshalb schwimmen wir erst recht heute gegen den allgemeinen Strom von Entlassungen und Einsparungen in der Bankenbranche“, so Dr. Bittihn.

5.200 neue Mitglieder

Die Bilanzsumme der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 3,4 Prozent auf mehr als vier Milliarden Euro. Die Kundenkredite nahmen über alle Kundengruppen hinweg überdurchschnittlich um sieben Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro zu. Die Kundeneinlagen stiegen um 2,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvermögen legte um 5,4 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zu. Insgesamt betreut die Volksbank 226.000 Kunden, von denen mehr als 101.000 Mitglied und Miteigentümer sind. 2012 gewann das Institut mehr als 5.200 neue Mitglieder.

Auch die beiden Zweigniederlassungen Bielefeld und Werther unter dem Namen "Bankverein Werther" weisen eine außerordentlich positive Entwicklung auf. Seit 01. Dezember 2011 bis Ende des ersten Quartals 2013 konnten die Kundenkredite von 28 Millionen Euro auf 56 Millionen Euro verdoppelt werden. Die Kundeneinlagen stiegen von 37 Millionen Euro um mehr als 50 Prozent auf 57 Millionen Euro.

Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit steigt

„Der anhaltende Druck auf die Zinsmarge hat – wie in der Bankbranche insgesamt festzustellen ist – auch unseren Zinsüberschuss leicht rückläufig werden lassen. Dank eines guten Provisionsergebnisses und einer günstigen Risikolage konnte dieser Ertragsrückgang mehr als ausgeglichen werden. Dass uns dies in der aktuellen Zins- und Wettbewerbssituation gelungen ist, werten wir als echten Erfolg“, so Dr. Bittihn. Der Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit konnte so – unter Berücksichtigung des positiven Bewertungsergebnisses aus dem laufenden Kredit- und Wertpapiergeschäft – mehr als deutlich von 23,1 Millionen Euro in 2011 auf 40,6 Millionen Euro in 2012 gesteigert werden.

Höchstdividende für Mitglieder

Von der überaus guten Entwicklung der Volksbank profitieren die über 101.000 Eigentümer in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe sowie in Werther und Bielefeld mit einer attraktiven Dividende von insgesamt 6,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent). Darin enthalten ist ein Sonderbonus von 1,0 Prozent, den die Bank für die besonders gute Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 auszahlt. Insgesamt schüttet die Volksbank aus ihrem Bilanzgewinn 4,3 Millionen Euro an ihre Mitglieder aus. Dies entspricht der höchsten Dividende der vergangenen Jahre.

Bilanzielles Eigenkapital außerordentlich erhöht

Aufgrund der hervorragenden Ergebnisentwicklung dotiert die Volksbank ihr Eigenkapital in einer bisher noch nie dagewesenen Höhe von 47,6 Millionen Euro. „Damit stärken wir in erheblichem Umfang das solide Fundament unserer Bank. Mit Blick auf die verschärften Eigenkapitalanforderungen nach Basel III sind wir bereits heute bestens positioniert und erfüllen schon jetzt die zukünftig wesentlich höheren Vorgaben“, erklärte Dr. Bittihn.

„Globale Wettbewerbsfähigkeit Europas erhalten“

In Bezug auf die Diskussion um den Euro und die Staatsschuldenkrise sagte der Vorstandsvorsitzende: „Mit Blick auf das Erreichte und die Herausforderungen der Zukunft ist die Diskussion, ob Deutschland zur D-Mark zurückkehrt, wirklich obsolet und aus meiner Sicht absolut unverständlich. Kein Mitgliedsstaat hat so von der gemeinsamen Währung profitiert wie wir. Eine D-Mark würde heute gegen einen Dollar oder einen Yen definitiv nicht mehr bestehen können.“ Für die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas sei es jetzt allerdings von größter Wichtigkeit, dass die Anstrengungen der Politik zur Stärkung des institutionellen Fundaments des Euros zum Erfolg führen. „Wir brauchen ganz klar eine weitere innere Vereinheitlichung. Dazu gehören eine klare Verpflichtung aller Mitgliedsstaaten auf die Spielregeln sowie eine abgestimmte Finanz- und Wirtschaftspolitik. Denn auf das Prinzip Hoffnung lässt sich eine Währungsunion nicht bauen“, so Dr. Bittihn.