10 Jahre NikolausBlues im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Kartenvorverkauf startet am Montag, 10. November

Kat Baloun
Eb und Nina Davis

Detmold. Der Nikolausblues im LWL-Freilichtmuseum Detmold feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Bereits seit zehn Jahren ist die gemeinsam von dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold und dem Bluesexperten Dieter Kropp organisierte Veranstaltungsreihe ein Garant für außergewöhnliche Bluesabende. Zum Jubiläum haben sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Erstmals können sich Freunde guter Musik auf zwei Konzerte freuen. Am Mittwoch (3.12.) spielen EB Davis und Nina Davis um 20 Uhr in der Museumsgaststätte „Im Weißen Ross“, am Donnerstag (4.12.) wird Kat Baloun erwartet.

„Für viele Freunde des Blues ist dieser Konzertabend mit seiner besonderen Atmosphäre zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender geworden“, ist sich LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen sicher. Das mag auch an den bisher aufgetretenen Künstlern liegen, die sich fast wie ein kleines Blues „Who is Who“ lesen: die Holmes Brothers, Little Willie Littlefield, Anke Angel, Louisiana Red, das Frank Muschalle Quartett, Angela Brown, Jeannie Carroll, Janice Harrington und Tommie Harris.

Und so sind die Karten jedes Jahr binnen kürzester Zeit ausverkauft. Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold: „Mit einem zweiten Konzertabend möchten wir in diesem Jahr den treuen Bluesfreunden 'Danke' für zehn Jahre Nikolausblues sagen und damit auch der immer enorm großen Nachfrage ein Stück weit gerecht werden.“ Dass sich die Konzertbesucher wieder auf hochkarätige Musiker freuen dürfen, war für Bluesexperte Dieter Kropp Ehrensache. „Zu den zwei Jubliäumskonzerten in diesem Jahr haben wir musikalische Gäste eingeladen, die beiden Abenden sicherlich ihre eigene Facette geben werden“, so Kropp. „Zum einen kommt EB Davis, der mit Gospel, Blues und Soul aufwuchs und sich vielerlei Einflüsse dieser Stilistik zu eigen machte. Mit Nina T. Davis hat er eine Pianistin zur Seite, die seinen Stil großartig ergänzt.“

Die Sängerin und Blues-Harp-Spielerin Kat Baloun steht für traditionellen Blues, der seine Wurzeln in den 1950er Jahren hat. Ihre Art, die Mundharmonika zu spielen, findet dort ihre Vorbilder. „Gerade in diesem Jahr hat sie eine ganz wundervolle CD mit einem solchen Repertoire eingespielt. Zudem ist Kat wahrlich ein wahres Energiebündel auf der Bühne“, erzählt Kropp.

Veranstaltungstermine

Mittwoch, 3. Dezember 2014, 20:00 Uhr: EB & Nina Davis

Donnerstag, 4. Dezember 2014, 20:00 Uhr: Kat Baloun

Kartenvorverkauf und Buspendelverkehr

Die Karten kosten 19,90 Euro und sind ab Montag, 10. November, in der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, Bismarckstraße 5, 32756 Detmold erhältlich.

An den Veranstaltungsabenden ist ab 19.30 Uhr ein Pendelverkehr vom Museumsparkplatz eingerichtet.

EB & Nina Davis

EB Davis - Gesang, Blues Harp
Nina Davis – Piano, Gesang

„Der Botschafter des Blues“, „die Legende“ – all das sind Namen, die sich EB Davis in seiner 40-jährigen musikalischen Laufbahn verdient hat. „Sein ausdrucksstarker Gesang, seine Phrasierungen, die einerseits tief empfundene Blues-Emotionalität spüren lassen und andererseits eine warme Soul-Atmosphäre verströmen, zählen zweifelsohne zu den charaktervollsten des Genres“, so Kropp.

Geboren im Arkansas Delta im Süden der USA , aufgewachsen in Memphis, Tennessee hatte EB die Chance, von Bluesgrößen wie Bobby Bland, B.B. King, Albert King und Junior Parker zu lernen, die man zu dieser Zeit im W.C. Handy Park in Memphis hören und sehen konnte.

Im Alter von ungefähr 14 Jahren verließ er Arkansas, um bei Verwandten in Memphis zu leben. Der Stadt, die zu der Zeit als brodelnde Bluesmetropole galt. Tagsüber hielt er sich mit kleinen Jobs über Wasser, und nachts lauschte er in den Clubs den Bluesmeistern.

In den 1960er Jahren zog es ihn, wie viele Musiker seiner Generation, in den Norden Amerikas. Mit seiner Band „The Soul Groovers“ tourte er bald durch die USA und sie wurden zu einer der wichtigsten Bands der Soul- und Blues-Ära. Regelmäßige Tourneen mit Rufus Thomas, Wilson Pickett, Isaac Hayes, Ray Charles und BB King unterstreichen ihren Stellenwert. Die folgenden mehr als 7.000 Konzerte in über 60 Ländern zeugen von den Reputationen, die EB Davis genießt. Im Juni 2008 wurde ihm der offizielle Titel „Blues-Ambassador to the State of Arkansas“ verliehen und der Deutsche Rock- und Pop-Musik-Verband wählte ihn im Herbst desselben Jahres einstimmig zum besten R&B-Sänger.

Die Berlinerin Nina T. Davis  hat sich mit Haut und Haar dem Blues verschrieben und wurde im Sommer 2014 zum dritten Mal in Folge für den German Blues Award nominiert. Wie vielen Musikern ihrer Generation dienten ihr die alten Schallplatten der Blues-Koryphäen als Quelle der Inspiration. Mehrere Reisen nach Chicago, Mississippi und Arkansas vertieften ihre Liebe zur Musik und gaben ihr Gelegenheit, mit einigen der bekannten Größen wie Louisiana Red, Jeanne Carroll, Guitar Crusher, Lurrie Bell und Aron Burton zu spielen.

Kropp sagt über sie: „Mit Dynamik und Seele bearbeitet sie die schwarzen und weißen Tasten, um die Botschaft des Blues in die Welt zu tragen – in Kombination mit Ninas kraftvollem Gesang und ihrer charmanten Bühnenpräsenz eine spannungsreiche Kombination.“

EB und Nina T. Davis sind seit vielen Jahren ein eingespieltes, (nicht nur) musikalisches Team.

Kat Baloun

Kat Baloun – Blues Harp, Gesang

Geboren als Katherine Elise Baloun in El Paso, Texas, entdeckte sie schon als kleines Mädchen ihre Liebe zur Musik. Als Tochter einer klassischen Pianistin aus Cincinnati, Ohio, die zudem auch den Kirchenchor leitete, in dem Kat und ihr Vater sangen, ist das nicht weiter verwunderlich. Ihre Mutter brachte sie auch dazu, im Alter von fünf Jahren Klavier spielen zu lernen. Mit sieben Jahren folgte die Violine und mit 13 die Mundharmonika. Das war Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre. Gerade zu dieser Zeit erlebte der Blues einen neuen Boom. Künstler wie John Mayall, John Lee Hooker und Canned Heat prägten die musikalische Landschaft. Kat war fasziniert. Und das gerade auch vom Klang der Blues Harp.

Selbst spielte sie nur gelegentlich, bis sie dann Anfang der 1990er Jahre in San Francisco ankam. Da war sie knapp 34 Jahre alt, traf auf die verschiedensten Musiker, die sie ermutigten, mal wieder zur Harp zu greifen und auch zu singen. Das tat sie, und spielte sogleich in einem akustischen Delta Blues-Quartett, der Elmer Lee Thomas Blues Revue.

1994 entscheidet sie sich dann, nach Europa zu kommen, seitdem lebt das Energiebündel Kat Baloun in Deutschland, gründete ihre erste eigene Band und ist ein fester Bestandteil der europäischen Bluesszene. Die mittlerweile regelmäßigen Einladungen zum Klingenthaler Mundharmonika-Festival unterstreichen ebenso ihre gewachsenen Reputationen als Instrumentalistin.

„Mit starker Bühnenpräsenz und voluminöser Stimme begeistert die Blues-Lady mit ihrer Band sowohl bei traditionellen Blues-Standards als auch bei soul-orientierten Nummern und ihren eigenen Kompositionen. Sie ist voller Spannung und Energie“, verspricht der Bluesexperte Kropp.

 

05. November 2014