8.000 Euro für die Fitness von Feuerwehr und Rettungsdienst

Volksbank fördert Forschungsprojekt

Machen sich gemeinsam stark für Gesundheit mit „PFIFF“: Dr. Markus Wrenger, Chefarzt der Caspar Heinrich Klinik, Bad Driburg, Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, Kreisbrandmeister Elmar Keuter, Professor Dr. Jochen Baumeister und Dr. Kirsten Reinecke vom Sportmedizinischen Institut der Universität Paderborn.

Paderborn. 8.000 Euro hat Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, jetzt an die Initiatoren des Forschungsprojektes „PIFF“ übergeben. PFIFF steht für „Paderborner Fitness für Feuerwehr und Rettungsdienst“ und beschreibt ein Forschungsvorhaben, das das Sportmedizinische Institut der Universität Paderborn, der Kreis Paderborn und die Caspar Heinrich Klinik in Bad Driburg gemeinsam ins Leben gerufen haben. „Ziel ist es, die körperliche und mentale Fitness der Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter zu erfassen und durch ein systematisches Training zu verbessern“, sagt Projektleiter Professor Dr. Jochen Baumeister vom Sportmedizinischen Institut.

Aus Sicht der Wissenschaft liegt die Notwendigkeit für ein solches Projekt auf der Hand. „Die physischen Anforderungen im Einsatz sind sehr hoch. Für den Beruf ist ein hoher Grad an körperlicher Leistungsfähigkeit erforderlich, um Rettungsaktionen erfolgreich und unter dem Schutz der eigenen Gesundheit zu begleiten. Insbesondere Atemschutzgeräteträger müssen oft unter extremen äußeren Bedingungen und mit schwerem Gerät sowie spezieller Schutzkleidung schnell und zuverlässig arbeiten“, erklärt Dr. Markus Wrenger, Chefarzt der Caspar Heinrich Klinik.

Die Idee für eine derartige Studie hat die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold sofort überzeugt und begeistert: „PFIFF ist zum einen sinnvoll für unsere Feuerwehrleute und Rettungsdienste, die im Notfall alles riskieren, um anderen zu helfen. Das Forschungsprojekt dokumentiert aber auch einmal mehr die Leistungsfähigkeit unserer wissenschaftlichen Einrichtungen vor Ort. Als regionale Genossenschaftsbank bringen wir uns gerne in der Region ein und unterstützen Projekte, die unserem Selbstverständnis, nämlich der Hilfe zur Selbsthilfe, entsprechen“, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn.

Bis November werden im ersten Durchgang 200 Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter zwei Mal wöchentlich unter Anleitung von Mitarbeitern des Sportmedizinischen Instituts im Bereich Ausdauer trainieren. Zunächst sind die Feuerwehren und Rettungsdienste aus Altenbeken, Bad Lippspringe, Bad Wünnenberg, Büren, Borchen, Delbrück, Lichtenau, Salzkotten sowie die hauptamtlichen Kräfte des Rettungsdienstes, der Leitstelle Büren-Ahden und der Paderborner Feuerwehr beteiligt. Dabei kommen neben koordinativen Spieleinheiten die klassischen Ausdauersportarten wie Joggen/Walken, Radfahren und Schwimmen zum Einsatz. Später sollen sämtliche Freiwillige Feuerwehren und Rettungsdienstmitarbeiter im Kreis Paderborn einbezogen werden.

Nach Abschluss der Trainingsphasen werden die Ergebnisse in einer Studie ausgewertet. Von den PFIFF-Erfahrungen und -ergebnissen erhoffen sich die Initiatoren Aufschluss, wie künftig Trainingsprogramme systematisch angewendet und in den Feuerwehr- und Rettungsdienstalltag integriert werden können. „Wir würden uns freuen, wenn die Studienergebnisse nachhaltig wirken und in den Feuerwehren und Rettungsdiensten der gesamten Region, auch über die Grenzen des Kreises Paderborn hinaus, verankert werden“, hofft Dr. Ulrich Bittihn. 

01. Oktober 2014