„Top-Wachstum“ im Kundengeschäft

Paderborn, 07. Februar 2014

Über „Top-Wachstum” im Kundengeschäft auf stabilen Säulen berichtete der Vorstand der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold (v.l.): Rudolf Jäger, Dr. Friedrich Keine, Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn, stellvertretender Vorstandvorsitzender Günter Vogt, Karl-Heinz Rawert und Heinz Peterburs.

Ein „Top-Wachstum“ im Kundengeschäft hat der Vorstand der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold am 7. Februar auf der Jahrespressekonferenz in Paderborn präsentiert. Das Kundengeschäftsvolumen (Kredite und Einlagen) stieg um fünf Prozent beziehungsweise 300 Millionen Euro auf 6,2 Milliarden Euro. Dies entspricht dem höchsten Wachstum in den vergangenen fünf Jahren. „Unsere Bilanz 2013 steckt voller Kundenvertrauen“, freut sich Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn. „Die Kunden haben den Sinn unseres Geschäftsmodells und den Unterschied erkannt und wollen uns. Als regionale Bank geben wir Geld eine Identität. Die Einlagen, die uns unsere Kunden anvertrauen, vagabundieren nicht der Rendite wegen in der Welt herum, sondern fließen als Kredite in die Region zurück. Kurz: Kunden geben Kunden Kredit. Damit kurbeln wir den regionalen Wirtschaftskreislauf an und schaffen Wohlstand und Wachstum vor Ort.“

12.400 neue Kunden und 4.200 neue Mitglieder

Insgesamt ist die Volksbank für 226.200 Kunden, davon über 103.000 Mitglieder, Partner in allen Finanzfragen. 2013 konnte sie 12.400 neue Kunden und 4.200 neue Mitglieder gewinnen.

Kundenkredite überspringen Drei-Milliarden-Grenze

Die Kredite nahmen über alle Kundengruppen hinweg überdurchschnittlich um 5,8 Prozent (RWGV: plus 4,3 Prozent) auf mehr als drei Milliarden Euro zu. Die offenen Kreditzusagen stiegen um 29,5 Prozent auf 190,6 Millionen Euro.

Auch die Kundeneinlagen verzeichneten einen dynamischen Aufwärtstrend. Diese erhöhten sich um 4,3 Prozent auf über 3,2 Milliarden Euro (RWGV: plus drei Prozent). Das betreute Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen – kletterte um 4,4 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro (RWGV: plus 3,8 Prozent).

Mit einer Bilanzsumme von 4,2 Milliarden Euro (plus 4,4 Prozent/RWGV: plus 1,8 Prozent) zählt die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold zu den größten Volksbanken Deutschlands. Der Anteil der Kundenvolumina an der Bilanzsumme bewegte sich auch 2013 mit einer Kundenkreditquote von 71 Prozent und einer Kundeneinlagenquote von 76 Prozent auf einem im Bankenvergleich weiterhin sehr hohen Niveau.

Regionalbanken für die Wirtschaft unverzichtbar

„Unser Haus gehört nicht zu den Instituten, die aus Sicht von Branchenbeobachtern ihr Geschäftsmodell überdenken müssen. Genossenschaftliche Regionalbanken wie wir sind für die Wirtschaft unverzichtbar. Mit unserer Größe, unseren genossenschaftlichen Werten sowie unserer konzeptionell-kreativen wie finanziellen Stärke fühlen wir uns bestens aufgestellt“, konstatierte Dr. Bittihn.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“

Der Vorstandsvorsitzende sieht sein Haus bestens gerüstet, um auch in Zukunft erfolgreich im Kundengeschäft zu sein. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Unsere Bank verfügt über eine hochsolide Eigenkapitalausstattung und damit eine starke Substanz und genügend Spielräume für weiteres dynamisches Wachstum. Die Kosten haben wir im Griff, die Regulatorik beherrschen wir und mit dem Niedrigzins wissen wir umzugehen. Wir können uns also voll auf unsere Kunden konzentrieren.“

„Billig“ schlagen wir „ehrlich, kompetent und schnell“!

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold habe die richtige Größe für Kundennähe und Kompetenz in einem. „Und dies vor allem ohne das Argument des Preises. Wer sich für uns entscheidet, wählt nicht die Kondition, sondern die Nähe sowie die Qualität der Beratung und der Dienstleistungen. ‚Billig’ schlagen wir ‚ehrlich, kompetent und schnell’“, betont Dr. Ulrich Bittihn.

Tausende von Beratungsgesprächen im Privatkundengeschäft

„Persönlich und individuell“ – so formuliert die Volksbank ihren Anspruch an die Kundenberatung. „Dafür stehen im Privatkundengeschäft vor allem Tausende von persönlichen Beratungsgesprächen vor Ort in unseren Filialen oder zu Hause beim Kunden zu allen möglichen Finanzthemen – vom Kredit über die Altersvorsorge und die Geldanlage bis hin zur Baufinanzierung“, erklärt Dr. Friedrich Keine.

Kredite an Privatkunden steigen um 6,3 Prozent

Im privaten Kreditgeschäft verzeichnete die Volksbank ein beachtenswertes Wachstum um 6,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Kunden nahmen rund 3.100 neue Verbraucherkredite („Wunschkredit“) im Wert von 19,1 Millionen Euro auf. Im Bereich der Baufinanzierung konnte die Volksbank das Rekordergebnis aus dem Vorjahr nochmals übertreffen. Insgesamt vergab sie rund 4.800 neue Baufinanzierungen (plus 6,2 Prozent). Das Neukreditvolumen stieg um 17,2 Prozent auf mehr als 287 Millionen Euro. Dieses investierten die Kunden überwiegend in den Neubau und den Kauf von Immobilien.

Kunden setzen weiterhin auf kurzfristige Anlagen

Trotz des weiter anhaltenden Niedrigzinses erhöhten sich die Kundeneinlagen um 4,3 Prozent auf mehr als 3,2 Milliarden Euro. Den stärksten Anstieg verzeichneten die Sichteinlagen, diese kletterten um 17 Prozent auf über 1,3 Milliarden Euro. Die Spareinlagen erhöhten sich um 8,3 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. Die Termineinlagen gingen nochmals um 18,4 Prozent auf rund 654 Millionen Euro zurück.

10.418 neue Vorsorgeverträge

Mit Banksparplänen, Riester- und Rürup-Renten, der betrieblichen Altersvorsorge und Fondssparplänen haben die Volksbank-Kunden wieder kräftig für die Zukunft vorgesorgt. Insgesamt schlossen sie 10.418 neue Vorsorgeverträge ab. Der größte Anteil entfiel auf die hauseigenen Banksparpläne. Per 31. Dezember 2013 hatte die Volksbank insgesamt 35.248 Banksparpläne mit einem Guthaben über 159,5 Millionen Euro im Bestand.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Versicherungen blieb zwar mit rund 4.000 auf dem Niveau des Vorjahres. Die Versicherungssumme der neuen Verträge ging allerdings deutlich um 12,7 Prozent auf 35,5 Millionen Euro zurück.

Mehr als 7.100 neue Bausparverträge

Ähnlich erfolgreich wie das Baufinanzierungsgeschäft verlief das Bausparjahr 2013. Die Kunden der Volksbank schlossen mehr als 7.100 neue Bausparverträge (plus 18,6 Prozent) mit einer Bausparsumme von rund 186 Millionen Euro (plus 18,4 Prozent) ab. Insgesamt betreute die Volksbank per 31. Dezember 2013 für ihre Kunden 49.180 Bausparverträge (plus 5,4 Prozent) der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Wertpapiergeschäft lebt auf

Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten und das weiterhin extrem niedrige Zinsniveau haben im vergangenen Jahr viele Kunden dazu bewegt, wieder verstärkt in Wertpapiere zu investieren. Von diesem Trend profitierte insbesondere auch das Private Banking. Das Umsatzvolumen stieg um 17,4 Prozent auf 270 Millionen Euro. Der Kurswert aller Kundendepots erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Der hauseigene Fonds der Volksbank, das konservativ geführte Pfau-StrategieDepot UI, erwies sich auch im vergangenen Geschäftsjahr als sinnvolle Basisanlage. Für 2013 hat das Pfau-StrategieDepot UI eine Wertentwicklung von 1,52 Prozent verbucht. Das verwaltete Fondsvolumen betrug per
31. Dezember 2013 81,7 Millionen Euro. Der Schlusskurs per 30. Dezember 2013 lag bei 109,22 Euro pro Anteil (Vorjahr: 107,73 Euro).

4.800 Protokolle und trotzdem Wertpapierberatung vor Ort

Trotz der bürokratischen Auflagen wie beispielsweise Beratungsprotokolle und Produktinformationsblätter bietet die Volksbank weiterhin in allen Filialen die Wertpapierberatung an. „Ein Blick auf den Wettbewerb zeigt, dass dies im Bankenmarkt keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Allein 2013 haben wir rund 4.800 Beratungsprotokolle geschrieben, über 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Jeder Kunde erhält bei uns eine qualifizierte und individuelle Beratung“, so Dr. Keine.

231 Immobilien in der Region vermittelt

Mit ihren beiden Tochterunternehmen OWL Immobilien GmbH und OWL Immobilien Verwaltung GmbH bietet die Volksbank ihren Kunden das komplette Spektrum der Immobilienvermittlung, der Objektentwicklung und der Verwaltung von Immobilien an und ergänzt damit ihre Dienstleistungen im Bereich „Bauen und Wohnen“. Insgesamt hat die OWL Immobilien GmbH im vergangenen Jahr 231 Objekte (Vorjahr: 233) vermittelt und konnte damit den Erfolg des Vorjahres fortschreiben. Die OWL Immobilien Verwaltung GmbH betreute 2013 insgesamt 3.622 Wohneinheiten (plus drei Prozent).

Trotz Digitalisierung: Filialen sichern Nähe zum Kunden

Auch die Volksbank beobachtet den Trend zu einer stärkeren Nutzung der digitalen Kommunikationswege und ist dafür gut gerüstet. So zählte sie beispielsweise 2013 rund 3,8 Millionen Besucher auf ihrer Internetseite, 11,7 Prozent mehr als im Jahr 2010. Die Anzahl der Kunden, die ihre Bankgeschäfte elektronisch – über das Internet, per Handy oder über Zahlungsverkehrsprogramme erledigen – ist seit 2010 um 54 Prozent auf 75.000 in 2013 gestiegen. 56 Prozent aller Kunden mit Girokonto nutzten 2013 den Online-Weg zur Bank. „Bei aller Digitalisierung des Bankgeschäfts wird die Basis einer Kundenbeziehung auch in Zukunft der persönliche Kontakt zu unseren Mitgliedern und Kunden bleiben. Aber natürlich passen auch wir uns den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden an und eröffnen ihnen alle Wege zu unserer Bank“, so Dr. Friedrich Keine. 

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold unterhält 86 Standorte, davon 57 Filialen und 27 SB-Standorte in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe sowie zwei Zweigniederlassungen in Bielefeld und Werther unter dem Namen „Bankverein Werther“. Die Kunden können auf 104 Geldautomaten in der Region zurückgreifen.

Dynamisch unterwegs für den Mittelstand

Dynamisch und nachhaltig erfolgreich zugleich präsentiert sich die Entwicklung 2013 im Unternehmenskundengeschäft. „Der Mittelstand geht voran, wir gehen mit“, bringt Vorstandsmitglied Karl-Heinz Rawert das Erfolgsrezept auf den Punkt. „Wir haben in unserer Wirtschaftsregion ein hervorragendes Wachstumsklima: viele inhabergeführte und damit werteorientierte Familienunternehmen, einen ausgewogenen Branchenmix, exzellente Hochschulen, die bestens mit der Wirtschaft vernetzt sind und die ein hohes Innovationsklima garantieren. In dieses Netzwerk bringen wir uns als verlässlicher Bankpartner ein, schaffen aber auch selbst Netzwerke und bauen diese aktiv aus. Davon profitieren wir umso mehr, je stärker die Region zusammenwächst.“

„Ob Handwerker, Kaufleute, Landwirte, Familienunternehmen oder Konzernkunden – wir sind mit allen Kundengruppen gewachsen und haben unseren Marktanteil in der Breite weiter ausgebaut“, sagt Rudolf Jäger. 234 Unternehmen aus der Region hat die Volksbank 2013 als Kunden gewonnen und zudem ein beachtliches Wachstum von 8,3 Prozent im Kreditgeschäft verbucht – und dies, obwohl viele Betriebe sich mit Investitionen zurückgehalten haben. Längerfristige Darlehen verzeichneten mit 7,2 Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum als Kontokorrentkredite mit 1,4 Prozent. Den Grund erklärt Heinz Peterburs: „Die Unternehmen nutzen das aktuell niedrige Zinsniveau vor allem, um ihre Finanzierung strategisch auszurichten und langfristig deren Stabilität zu erhöhen.“

Der Bestand an Förderkrediten erhöhte sich um 7,5 Prozent auf 533,5 Millionen Euro. Die neu herausgelegten Förderkredite stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 187,4 Millionen Euro.

Mit einem Plus von 53 Prozent haben die offenen Darlehenszusagen im Unternehmenskundengeschäft noch stärker als auf Gesamtbankebene (plus 29,5 Prozent) zugelegt. „Unser volles Auftragsbuch lässt darauf hoffen, dass die Investitionsbereitschaft wieder anzieht. Dies wird auch durch aktuelle Umfragen und Konjunkturprognosen unterstützt. Wir sind optimistisch, dass wir mit unseren Kunden auch 2014 auf dem Wachstumspfad bleiben“, sagt Karl-Heinz Rawert.

Windkraft im „Aufwind“

Insgesamt vergab die Volksbank im vergangenen Jahr 114 Millionen Euro neue Kredite zur Finanzierung von Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen. Der Schwerpunkt der Beratung und des Geschäfts des Kompetenzzentrums „Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“ lag in der Finanzierung von Windkraftanlagen, da sich das Verhältnis von Windkraft und Photovoltaik deutlich verschoben hat. Während 2012 noch 79 Millionen Euro des Neukreditvolumens auf Photovoltaik entfielen, lag dieses 2013 nur noch bei 15,5 Millionen Euro. „Hier zeigt die Kürzung der Einspeisevergütung eine deutliche Wirkung“, erklärt Rudolf Jäger. Die neuen Kredite für Investitionen in Windkraft haben sich dagegen nahezu verdoppelt. Diese erreichten insgesamt 97 Millionen Euro und machten einen Anteil von 85 Prozent des gesamten Neukreditvolumens für erneuerbare Energien aus. Der Bestand an Krediten für Investitionen in erneuerbare Energien stieg um 17 Prozent auf 420,3 Millionen Euro.

„Energiewende muss auch für Investoren finanzierbar bleiben“

Die Volksbank ist darauf eingestellt, dass es auch nach der Novellierung des EEG Investitionen in regionale Projekte und Bereiche der erneuerbaren Energien geben wird. „Wir gehen davon aus, dass es dafür bald wieder die notwendigen verlässlichen Rahmenbedingungen geben wird, denn die Energiewende muss nicht nur für die Verbraucher, sondern auch für die Investoren finanzierbar bleiben“, erklärt Karl-Heinz Rawert. Diese verlässlichen Rahmenbedingungen seien auch für die Fortsetzung der Bürgerbeteiligung an der Energiewende notwendig. „Hier sind wir über die von uns maßgeblich mitinitiierten Energiegenossenschaften in den Kreisen Höxter und Paderborn stark engagiert. Die Genossenschaft hat sich als die einfachste, transparenteste und ehrlichste Form der Bürgerbeteiligung an der Energiewende etabliert“, ergänzt Rudolf Jäger.

Der Energieverbrauch und der effiziente Einsatz von Material und Ressourcen sind bei produzierenden Unternehmen wesentliche Faktoren für die Rentabilität und damit auch für Investitionsentscheidungen. Darin liegt ein zunehmend wichtiger Beratungsschwerpunkt des Kompetenzzentrums „Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“. „Durch die Kooperation mit der Effizienz-Agentur NRW haben wir hier eine klare Vorreiterrolle in der Region und mittlerweile bei über 100 Kunden entsprechende Maßnahmen begleitet“, berichtet Karl-Heinz Rawert.

Kundennähe macht den Unterschied im Auslandsgeschäft

Im „Internationalen Geschäft“ begleitet die Volksbank mit einem Team von zwölf Mitarbeitern die Export- und Importgeschäfte des heimischen Mittelstandes. „Immer mehr Unternehmen setzen auf unsere Kompetenz vor Ort. Kurze Wege, schnelles Handeln und persönliche Ansprechpartner sind die wesentlichen Kriterien, warum viele Mittelständler ihr Auslandsgeschäft aus Düsseldorf oder Frankfurt abziehen und nach Paderborn verlegen“, sagt Karl-Heinz Rawert. Im Währungsmanagement hat die Volksbank ihre Kunden mit insgesamt 1.800 Kurssicherungsgeschäften unterstützt. Die Devisenhandelsumsätze stiegen um zehn Prozent auf 639 Millionen Euro. Die gesamten qualifizierten Auslandsgeschäfte umfassten rund 30.000 Transaktionen mit einem Umsatz von 748 Millionen Euro.

Volksbank-Kunden sind fit für SEPA

Das Kompetenzzentrum „Zahlungssysteme“ hat sich im vergangenen Jahr überwiegend mit der Umstellung auf SEPA beschäftigt. „In vielen persönlichen Beratungsgesprächen und zahlreichen Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit beispielsweise der IHK und den Kreishandwerkerschaften haben wir unsere Kunden auf SEPA vorbereitet. Mit Erfolg: 90 Prozent der von uns betreuten Unternehmen hatten bis zum 1. Februar auf die neuen SEPA-Zahlverfahren umgestellt. Insofern wäre eine Fristverlängerung aus unserer Sicht nicht notwendig gewesen“, betont Karl-Heinz Rawert.

Solides Ergebnis auf hohem Niveau

Das überaus dynamische Wachstum im Kundengeschäft schlägt sich in einem hochsoliden Ergebnis nieder. Nach einem Rückgang in 2012 stieg das Zinsergebnis 2013 von 86,8 Millionen Euro auf 89,8 Millionen Euro (plus 3,7 Prozent). Auch das Provisionsergebnis konnte von 26 Millionen Euro um 8,8 Prozent auf 28,4 Millionen Euro ausgeweitet werden. Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt 42 Millionen Euro (plus 8,3 Prozent). Nach Dotierung der Rücklagen in einer Größenordnung von gut 20 Millionen Euro und den Steuerzahlungen verbleibt ein Jahresüberschuss von voraussichtlich 13,1 Millionen Euro (Vorjahr: 12,7 Millionen Euro). „Mit diesem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden. Wir haben in den vergangenen Jahren ein gutes Ertragsniveau erreicht. Unser Erfolg 2013 dokumentiert, dass dieses auf äußerst stabilen Säulen steht“, betont Dr. Ulrich Bittihn.

Die Cost-Income-Ratio (CIR), eine Kennzahl für die wirtschaftliche Effizienz der Bank, fiel mit 63 Prozent besser aus als im Vorjahr (65). Was bedeutet: Ein Euro Ertrag erfordert einen Aufwand von 63 Cent.

Eigenkapital macht stark – Basel III mehr als erfüllt

Ihr gutes Ergebnis will die Volksbank nutzen, um ihr Eigenkapital weiter zu stärken. „Wir werden unseren Gremien vorschlagen, den Rücklagen einen gut zweistelligen Millionenbetrag zuzuführen“, stellt Dr. Ulrich Bittihn in Aussicht. Die bereits hochsolide Eigenkapitalausstattung der Bank zeigt sich in einer Gesamtkapitalquote von gut 14 Prozent, die für die neuen Eigenkapitalvorschriften nach Basel III relevant ist. Danach muss die Gesamtkapitalquote in Zukunft mindestens 10,5 Prozent statt wie bisher 8,0 Prozent betragen. „Mit unseren 14 Prozent haben wir diese Anforderungen bereits jetzt übererfüllt. Aktuell könnten wir auf dieser Basis über eine Milliarde Euro zusätzliche Kredite vergeben“, ergänzt Heinz Peterburs.

6,5 Prozent Dividende für mehr als 103.000 Mitglieder

Von dem guten Ergebnis sollen auch die mehr als 103.000 Mitglieder und Miteigentümer der Bank profitieren. Aufsichtsrat und Vorstand beabsichtigen, der Vertreterversammlung eine Dividende von insgesamt 6,5 Prozent vorzuschlagen.

100 Millionen Euro Wertschöpfung

Mit 100 Millionen Euro hat die Volksbank zur Wertschöpfung in der Region beigetragen. Davon entfallen neben den Steuern 38,3 Millionen Euro in Form von Aufträgen an die heimische Wirtschaft, 44,3 Millionen Euro Gehälter und voraussichtlich 4,4 Millionen Euro Dividende.

Außerdem hat sich die Volksbank über das tägliche Bankgeschäft hinaus mit finanzieller und ideeller Unterstützung vor Ort eingebracht. Mehr als 900 Vereine und Institutionen förderte sie mit rund 800.000 Euro.

Dynamik schafft Arbeitsplätze

„Unser dynamisches Wachstum schafft Arbeitsplätze. Per 31. Dezember 2013 hatten 821 Mitarbeiter einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz in unserer Bank. Dies sind 32 Mitarbeiter bzw. vier Prozent mehr als im Vorjahr“, berichtet Dr. Bittihn stolz. „2014 wollen wir weitere 30 Mitarbeiter, die wir dringend für die Kundenberatung brauchen, einstellen.“

Großen Wert legt die Volksbank auf die Ausbildung junger Leute. Zum Jahresende lag die Zahl der Auszubildenden bei 108. Dies entspricht einer überdurchschnittlichen Ausbildungsquote von 13 Prozent. Aktuell bildet die Bank in drei Berufen aus: Bankkaufmann, Immobilienkaufmann sowie Bachelor of Arts in Banking and Finance.