Mehr als 192.000 Euro für 20 Jahre Förderpreis „Junge Kunst“

Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold-Stiftung richtet Förderpreis „Junge Kunst“ für die Zukunft aus

Paderborn. Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold-Stiftung feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen ihres Förderpreises „Junge Kunst“. Mehr als 192.000 Euro hat die Stiftung in den vergangenen 20 Jahren dafür bereitgestellt. Seit 1995 hat sie 95 Nachwuchskünstler und Künstlergruppen dabei unterstützt, sich erfolgreich in den Bereichen Musik, Tanz und Theater, Fotografie, Design, Film, Malerei oder Bildhauerei und Literatur zu verwirklichen.

„Nachhaltige Investition in die Zukunft“

„Eine starke Region lebt nicht von der Wirtschaft allein. Eine reiche Kunst- und Kulturlandschaft gehört ebenso dazu. Als Heimatbank sehen wir uns auch hier in der Pflicht. Unser Förderpreis ‚Junge Kunst’ hat das Anliegen, junge Menschen in ihrer fachlichen wie persönlichen Entwicklung weiterzubringen. So bieten wir jungen Talenten im besten Sinne des genossenschaftlichen Prinzips ‚Hilfe zur Selbsthilfe’. 20 Jahre ‚Junge Kunst‘ verstehen wir deshalb vor allem als nachhaltige Investition in die Zukunft“, betont Heinz Peterburs, Vorstandsmitglied der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold.

Junge Kunst aus der Region und Europa

Seine Wurzeln hat der Förderpreis in der damaligen Volksbank Paderborn. In den ersten 13 Jahren richtete er sich an junge Künstler aus dem Hochstift und den Paderborner Partnerstädten Bolton, Debrecen, Le Mans, Pamplona und Przemysl. Von 1995 bis 2007 erhielten 29 junge Talente aus den Kreisen Paderborn und Höxter den Förderpreis „Junge Kunst“ und 24 Nachwuchskünstler aus Großbritannien, Ungarn, Polen, Spanien und Frankreich den Förderpreis „Junge Kunst in Europa“. Nach der Fusion der Volksbank Paderborn-Höxter und der Volksbank Detmold im Jahr 2007 weitete die Stiftung 2008 den Preis auf den Kreis Lippe aus. Gleichzeitig trat an die Stelle des Preises „Junge Kunst in Europa“ ein Sonderpreis für internationale Künstler, die im Geschäftsgebiet der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold leben. Der Sonderpreis wurde insgesamt fünfmal vergeben.

Neuausrichtung zum Jubiläum

Zum 20-jährigen Jubiläum des Förderpreises haben Volksbank und Jury die Ausschreibungs-bedingungen Anfang des Jahres den neuesten gesellschaftlichen Trends angepasst und den Gesamtförderbetrag von 12.000 auf 15.000 Euro erhöht. So vergibt die Stiftung in diesem Jahr erstmals gleich zehn Preise in drei Altersklassen an junge Kreative (14 bis 18 Jahre/19 bis 24 Jahre/25 bis 29 Jahre). Bewerben konnten sich Talente in den Kategorien Malerei/Bildhauerei/Grafik, Musik/Komposition/Tanz, Kurzfilm/Experimentalfilm, Fotografie/Design sowie Literatur/Sprache.

Die Mitglieder der fachkundigen Jury, die zum Teil bereits seit Jahren für das Projekt zusammenarbeiten, profitieren bei der Auswahl der Künstler von ihrem reichhaltigen Erfahrungs- und Wissensschatz. Im intensiven Austausch standen dabei auch dieses Mal wieder Ann-Britta Dohle-Madrid, Theaterregisseurin/Pädagogin, Paderborn, Hans Hermann Jansen, Gesangspädagoge, Detmold, Professor Dr. Joachim Thalmann, Musikpublizist, Hochschule für Musik, Detmold, sowie Margit Keikutt, Diplom-Tanzpädagogin, Paderborn, und Ulrich Vogt, Kunst-Pädagoge und Fotograf, Paderborn.

„Völlig andere Kulturlandschaft vor 20 Jahren“

„Bei der Initiierung des Förderpreises ‚Junge Kunst’ vor 20 Jahren lag eine völlig andere Kulturlandschaft im Kreis Paderborn und Höxter vor. Es gab damals kaum Kulturpreise. Und eine Ausschreibung, die sich auch auf die Partnerstädte erstreckte, war eine Sensation“, berichtet Margit Keikutt, die neben Ulrich Vogt von Beginn an in der Jury mitarbeitet. „Heute gehört der Preis für mich zu den ‚Kronjuwelen‘ in der Wahrnehmung kultureller Aufgaben der Volksbank.“

Auch Jurymitglied Hans Hermann Jansen ist vom Sinn des Förderpreises überzeugt: „Der Förderpreis bietet einen lebendigen Querschnitt durch die unterschiedlichsten Potenziale der Region. Er ist ein Gradmesser des künstlerisch-kreativen Nährbodens und in seiner Breite ein mutiger Schritt, den Wert des Künstlerischen in einer ländlich geprägten Region zu vermitteln.“

„Große Fortschritte in qualitativer Hinsicht“

Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche hoch qualifizierte Bewerbungen junger Talente um den Förderpreis „Junge Kunst“ eingegangen. In ihrer Sitzung am 30. September hatte sich die Jury akribisch jedes einzelne Werk vorgenommen und intensiv über die Auswahl der Preisträger 2014 diskutiert und beraten. „Das diesjährige Engagement in Sachen Kunst in unserer Region macht offenbar große Fortschritte – und dies besonders in qualitativer Hinsicht“, berichtet Professor Dr. Joachim Thalmann. „Es ist schön zu beobachten, dass dabei Fähigkeiten und Fertigkeiten als Voraussetzungen für die Umsetzung von Kreativem wieder an Bedeutung gewinnen. Besonders die bildende Kunst hat sehr aufgeholt und vielversprechende Arbeiten zutage gefördert.“

Der Förderpreis „Junge Kunst“ wird am 16. November um 11:15 Uhr im Theater Paderborn – Westfälische Kammerspiele verliehen.

Gesellschaftliche Verantwortung für Heimatregion

Für die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold gehört es von jeher zum Selbstverständnis, gesellschaftliche Verantwortung für ihre Heimatregion zu übernehmen – sowohl als attraktiver und sicherer Arbeitgeber und verlässlicher Partner der heimischen Wirtschaft als auch als Förderer von Kunst, Kultur, Bildung, Sport und vielen anderen Bereichen, die von Relevanz für eine lebendige Bürgergesellschaft sind. So unterstützte die Volksbank allein im Jahr 2013 mehr als 900 gemeinnützige Vereine und Institutionen in den Dörfern und Städten ihres Geschäftsgebietes finanziell mit rund 800.000 Euro, aber auch ideell. Darüber hinaus arbeiten mehr als 820 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ehrenamtlich in Vereinen mit und gestalten so als aktive Bürger die Lebensbedingungen in ihrer Heimat.

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold-Stiftung fördert besonders nachhaltige und langfristige Projekte. Dazu gehört beispielsweise das Jungstudierendeninstitut der Hochschule für Musik in Detmold, das musikalisch hochbegabte Schüler auf das Musikstudium vorbereitet.

 

31. Oktober 2014