Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt Genossenschaften

Paderborn, 07. Mai 2012

Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte die Genossenschaften einen integralen Bestandteil der sozialen Marktwirtschaft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor rund 600 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien sowie zahlreichen Vorständen der genossenschaftlichen FinanzGruppe die Genossenschaften in Deutschland als Organisationsmodell für die Zukunft gepriesen: „Genossenschaften sind Vorbilder, wie man ökonomische, soziale und ökologische Ziele verbindet“, sagte Merkel bei der offiziellen Festveranstaltung zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 in der DZ BANK am Pariser Platz in Berlin.

Zuvor hatte Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, ebenfalls in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der Genossenschaften gewürdigt: „In einem Umfeld, in dem erfreulich viele Bürgerinnen und Bürger sich stärker in politische und wirtschaftliche Entscheidungsprozesse einbringen möchten, bietet die Unternehmensform Genossenschaft ein Beteiligungskonzept, mit dem sich aktuelle Probleme ohne Staatshilfe und durch Bürgerengagement anpacken lassen."

Fröhlich beteuerte, dass Genossenschaften, die in der Zeit der beginnenden Industrialisierung und großer Not „erfunden“ worden seien, auch heute noch funktionierten als Antwort auf die globale Verflechtung und damit verbunden auf die zunehmende „Entfremdung“ der Menschen von wirtschaftlichen Wirkungszusammenhängen. Ob im Wohnungsbau, in der Landwirtschaft, bei Dienstleistungen oder in der Finanzwirtschaft – „Genossenschaften erleben mehr denn je Zuspruch“, so Fröhlich. Allein in Deutschland gebe es aktuell 7.600 Genossenschaften mit insgesamt 20 Millionen Mitgliedern. Weltweit summiere sich die Zahl der Genossenschaftsmitglieder auf 800 Millionen Menschen in über 100 Ländern.