Volksbank wächst im Branchenvergleich überdurchschnittlich

Paderborn, 09. April 2014

  • Theodor Schäfers nach 30 Jahren aus dem Aufsichtsrat verabschiedet
  • Dr. Wolfgang Zündorf neu in Aufsichtsrat gewählt

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold hat auf ihrer Vertreterversammlung den Mitgliedervertretern eine überdurchschnittliche Wachstumsbilanz für das Geschäftsjahr 2013 präsentiert. Als echte Kundenbank zu wachsen, sei heutzutage alles andere als selbstverständlich. „Der Bankenmarkt ist verteilt. Wer wachsen will, muss im Wettbewerb Marktanteile und damit das Vertrauen der Kunden gewinnen. Dies tun wir nicht über den Preis, sondern allein durch die Qualität unserer Beratung“, betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn. In diesem Sinne habe sich die Volksbank in den letzten Jahren strategisch aufgestellt und eine nachhaltige Wachstumsstrategie entwickelt. Dies sei zum einem durch Wachstum über regionale Grenzen hinaus gelungen, insbesondere durch die Fusion mit der Volksbank Detmold und die Etablierung der Zweitmarke „Bankverein Werther“ an dem als „overbanked“ geltenden Standort Bielefeld. „In Lippe sowie in der Region Bielefeld/Werther erarbeiten wir mit 17 Prozent unseres Bestandes 40 Prozent unseres Wachstums“, so Dr. Bittihn. „Im Sinne unserer strategischen Ausrichtung haben wir zudem konsequent neue Kompetenzfelder mit innovativen Geschäftsansätzen auf- und ausgebaut, beispielsweise im internationalen Geschäft oder im Bereich der erneuerbaren Energien und Ressourceneffizienz.“

Dynamische Entwicklung im Kredit- und Einlagengeschäft

Das Geschäftsjahr 2013 hat die Volksbank mit einem Top-Wachstum im Kundengeschäft abgeschlossen. So erhöhte sich die Bilanzsumme um 4,4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Die Kredite nahmen über alle Kundengruppen hinweg überdurchschnittlich um 5,8 Prozent auf mehr als drei Milliarden Euro zu. Die Kundeneinlagen kletterten um 4,3 Prozent auf über 3,2 Milliarden Euro und das betreute Kundenvermögen legte um 4,4 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro zu. Damit setzt die Volksbank einen Kontrapunkt zur Entwicklung der Gesamtbranche. Diese schrumpfte laut Bundesbankstatistik sowohl im Kreditgeschäft um 3,3 Prozent und im Einlagengeschäft um 1,3 Prozent.

Mit Wachstum in 2014 gestartet

Auch für das Geschäftsjahr 2014 zeigt sich die Volksbank optimistisch. So verbuchte sie bereits im ersten Quartal ein Plus von 2,4 Prozent im Kreditgeschäft und ein Plus von 1,8 Prozent im Einlagengeschäft. Auch das Auftragsbuch hat sich weiter gefüllt. Die offenen Kreditzusagen erhöhten sich seit Jahresbeginn um 9,1 Prozent auf rund 206 Millionen Euro.

Ertragskraft weiter ausgebaut

Eine Kundenkreditquote von 71 Prozent und eine Kundeneinlagenquote von 76 Prozent per Ende 2013 dokumentieren, wie nachhaltig die Volksbank im Kundengeschäft verankert ist. „Dies spiegelt sich auch in unserem Ergebnis wider. Mit dem überdurchschnittlichen Wachstum im Kundengeschäft haben wir das Fundament unserer Ertragskraft weiter ausgebaut“, erklärte Dr. Bittihn. Trotz des Niedrigzinsumfeldes erhöhte sich der Zinsüberschuss um drei Millionen Euro auf 89,8 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 2,7 Millionen Euro auf 28,7 Millionen Euro zu. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit kletterte von 40,6 Millionen Euro auf 41,4 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss stieg von 12,7 Millionen Euro auf 13,1 Millionen Euro. „Damit sind wir mehr als zufrieden“, machte Dr. Bittihn deutlich. Entsprechend angestiegen sind auch die laufenden Ertragssteuerzahlungen, diese erreichten mit 16,4 Millionen Euro ein neues Höchstniveau.

Leitzins von zwei Prozent passt besser zur Konjunktur

Den politisch gewollten Niedrigzins, der von der Branche immer wieder beklagt wird, sieht Dr. Bittihn nicht als Gefahr für sein Haus. „Wir wissen mit dem Niedrigzins umzugehen, aber zu einer sich allmählich normalisierenden Konjunktur passt eher ein Leitzins von zwei Prozent als nahe Null.“

Eigenkapitalbasis weiter gestärkt

Aus dem sehr guten Ergebnis stärkt die Volksbank mit rund 25 Millionen Euro ihre bereits hochsolide Eigenkapitalbasis. Diese zeigt sich in einer Gesamtkapitalquote von gut 14 Prozent, die für die neuen Eigenkapitalvorschriften nach Basel III relevant ist. Danach muss die Gesamtkapitalquote ab 2019 mindestens 10,5 Prozent statt wie bisher 8,0 Prozent betragen. „Mit unseren 14 Prozent haben wir diese Anforderungen bereits jetzt übererfüllt. Insgesamt verfügen wir mit dieser Kennziffer über entsprechende Wachstumsspielräume für die Zukunft.“

Erneut Höchstdividende für Mitglieder

Auch die Mitglieder profitieren von dem „Top-Wachstum“. Sie erhalten eine attraktive Dividende von 6,5 Prozent und damit innerhalb weniger Jahre zum dritten Mal eine Höchstdividende. Darin enthalten sind ein Bonus von einem Prozent sowie – aufgrund der sehr guten Entwicklung – ein Sonderbonus von einem Prozent. Insgesamt schüttet die Volksbank aus ihrem Bilanzgewinn rund 4,3 Millionen Euro an die Bankteilhaber aus.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat konnten drei Mitglieder – Dietmar Beineke (Höxter), Franz Jacoby (Paderborn) und Horst Schubert (Bad Lippspringe) – für weitere drei Jahre im Kontrollgremium bestätigt werden.

Theodor Schäfers nach 30 Jahren verabschiedet

(v.l.) Klaus-Peter Ruhe, RWGV, Theodor Schäfers, Aufsichtsratsvorsitzender Josef Tack und Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender.

Theodor Schäfers, eines der dienstältesten Aufsichtsratsmitglieder der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, ist nach 30 Jahren aus seinem Amt verabschiedet worden. Als Anerkennung für seine besonderen Verdienste und sein engagiertes Wirken zeichnete ihn Klaus-Peter Ruhe, Wirtschaftsprüfer und Bereichsleiter Prüfung Kreditgenossenschaften beim Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband e. V. (RWGV), mit der Silbernen Ehrennadel des RWGV aus. „Theodor Schäfers hat sich 30 Jahre lang mit unternehmerischem Weitblick und Umsichtigkeit stets zum Wohle der Mitglieder und Vertreter der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold eingesetzt“, lobte Klaus-Peter Ruhe.

Der Tischlermeister aus Sande war am 22. März 1984 in den Aufsichtsrat der damaligen Volksbank Paderborn gewählt worden. „Damals zählten 18 Institute zur genossenschaftlichen Bankengruppe im Kreis Paderborn. Heute hat sich die Zahl auf sieben reduziert. Mit einer Bilanzsumme von 1,7 Milliarden DM, 38.000 Mitgliedern und 380 Mitarbeitern war die Volksbank Paderborn schon 1984 die mit Abstand größte Volksbank im Kreis. Während die Bilanzsumme um gut das Fünffache gestiegen ist, hat sich das Eigenkapital der Bank um den Faktor 10 erhöht. An dieser Entwicklung hat auch Theodor Schäfers engagiert mitgewirkt“, betonte Klaus-Peter Ruhe.   

Aufgrund seines ausgeprägten Fachwissens und seiner breiten Erfahrung im Handwerk war Theodor Schäfers stets ein geschätzter Gesprächspartner. Während seiner Tätigkeit begleitete er viele richtungsweisende Entscheidungen der Volksbank Paderborn, insbesondere die Fusionen mit den Volksbanken Altenbeken, Lichtenau, Höxter-Beverungen, Derental und Detmold sowie die Übernahme des regionalen Privat- und Firmenkundengeschäfts der ehemaligen Bankverein Werther AG. Zudem brachte er sich als Mitglied des Bauausschusses mit großem Sachverstand und vorbildlichem Engagement maßgeblich in das Bauprojekt „Neue Mitte“ ein. „Theodor Schäfers war stets ein besonnener, engagierter, konstruktiv kritischer und wertvoller Ratgeber“, lobte Klaus-Peter Ruhe.

Schäfers war Mitglied im Kredit- und Bauausschuss des Aufsichtsrates sowie im Beirat der Volksbank für Schloss Neuhaus.

Darüber hinaus engagierte er sich von 1996 bis 2006 ehrenamtlich als Oberst für das Schützenwesen der St. Hubertus Schützenbru-derschaft Sande und für das Tischlerhandwerk innerhalb der Kreishandwerkerschaft Paderborn, unter anderem 1985 bis 2005 als Vorstandsmitglied der Fachinnung Holz und Kunststoff Paderborn.

Dr. Wolfgang Zündorf verstärkt Aufsichtsrat

(v.l.) Aufsichtsratsvorsitzender Josef Tack, Dr. Wolfgang Zündorf, neu gewähltes Mitglied des Aufsichtsrates, und Dr. Ulrich Bittihn, Vorstandsvorsitzender.

Hochkarätig ergänzt hat die Volksbank ihren Aufsichtsrat. Die Vertreterversammlung wählte Dr. Wolfgang Zündorf (55), Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und Partner in der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft „HLB Dr. Stückmann und Partner“ in Bielefeld, neu in das 18-köpfige Gremium. „Mit Herrn Dr. Zündorf können wir die fachliche Expertise des Aufsichtsrates der Bank ideal abrunden“, betonte Assessor Josef Tack, Aufsichtsratsvorsitzender. Dr. Wolfgang Zündorf ist Mitglied im Finanz- und Steuerausschuss der Industrie- und Handelskammer und engagiert sich als Mitglied im Ausschuss Ertragssteuern der Bundessteuerberaterkammer.

Mit einstimmigen Beschlüssen entlastet

Dass die Vertreter angesichts der präsentierten Erfolgszahlen mit dem Kurs ihrer Bank einverstanden sind, dokumentierten sie auf der Versammlung mit durchweg einstimmigen Beschlüssen zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Vertreterversammlung in Bildern