Volksbank-Trendforum

Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer spricht über „Digitale Demenz“

(v.l.): Der erfolgreiche Hirnforscher und Autor Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer und Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, vor den Zuschauerreihen im Landestheater Detmold.

Detmold. Seine Bücher haben Bestseller-Status erreicht und er ist ein gern gesehener Gast im Fernsehen: Am Donnerstag, 24. Oktober 2014, präsentierte Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer seine Thesen beim achten Volksbank-Trendforum im ausverkauften Landestheater Detmold.

„Digitale Demenz – wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“, lautete der Titel des rund zweistündigen Vortrags. Darin ging Spitzer auf internationale Studien und Erkenntnisse zum Thema Lernen und den Einfluss digitaler Medien auf Menschen, insbesondere auf Kinder und Jugendliche, ein. Für den Hirnforscher steht fest, dass Handys oder Tablets kein Buch ersetzen können. „Durch das Wischen über eine glatte Glasfläche lernt ein Kind rein gar nichts“, so Spitzer. Auch von digitalen Lernprogrammen hält der ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm nicht viel. Viel wichtiger sei es, so der gelernte Psychologe und Neurowissenschaftler, dass Kinder und Jugendliche bis zu ihrem 20. Lebensjahr möglichst viel selber lesen und Menschen bis ins hohe Alter soziale Kontakte pflegen, selbstverständlich außerhalb der virtuellen Welt.

Spitzer beeindruckte sein Publikum mit kritischen Thesen zu einem Thema, das die Gesellschaft in der heutigen Zeit zunehmend bewegt. Bevor der ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm mit seinem Vortrag begann, eröffnete Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, die Veranstaltung. Er freute sich über die gute Resonanz auf die Einladung der Volksbank zum Trendforum, dessen Einnahmen in diesem Jahr dem Verein für Schulpsychologie Detmold e.V. zukommen.

 

27. Oktober 2014