Corvey von A bis Z

Museumskoffer- und Kinderbuch-Ausstellung bis zum 31. Juli 2015 in der Volksbank-Hauptstelle in Höxter

Höxter. Kleine mobile Museen, so genannte Museumskoffer, thematisieren anschaulich und didaktisch aufbereitet das UNESCO-Welterbe Corvey. Diese „Museen zum Anfassen“ sind bis zum 31. Juli in der Volksbank-Hauptstelle Höxter zu sehen.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „World Heritage Education“ erarbeiteten Kunststudierende der Universität Paderborn unter der Leitung von Larissa Eikermann und in Kooperation mit dem Kulturkreis Höxter-Corvey jeweils einen Museumskoffer zum Thema Corvey. Darüber hinaus entstand in gemeinsamer Seminararbeit ein Kinderbuch mit kurzen informativen Texten rund um das Schloß Corvey von A wie Allee bis Z wie Zerstörung. „Wir freuen uns sehr, einige schöne Werke aus der Arbeit der Studenten, die bereits im Schloß Corvey gezeigt wurden, nun auch hier in der Volksbank zu präsentieren“, freut sich Stefan Vogt, Leiter der Volksbank-Filiale am Möllingerplatz.

Die ausgestellten Museumskoffer bieten vielfältige thematische Einblicke in das UNESCO-Welterbe Corvey und leisten einen Beitrag zur Kinder- und Jugendbildung. In den Koffern werden verschiedene thematische Fragestellungen aufgegriffen und durch anschauliche Objekte dargestellt. So erstellte eine Studentin beispielsweise einen Koffer zum Buchstaben „F“ hinter dem sich Informationen und Materialien rund um das „Fürstenberger Porzellan“ verbergen. Das Porzellan ist noch heute sehr präsent im Schloß Corvey und spielte auch in der Tischkultur der Biedermeierzeit eine wichtige Rolle. Angelehnt an den Inhalt des Koffers, erklärt auch eine Seite im Kinderbuch die Arbeit in der Porzellanmanufaktur Fürstenberg.

Museumskoffer gehören bereits in zahlreichen Museen zur pädagogischen Praxis und ermöglichen Kindern und Jugendlichen kunsthistorische und kulturwissenschaftliche Einblicke. Auch im Kunstpädagogik-Studium der Universität Paderborn gehören die Museumskoffer bereits seit zehn Jahren zum Lehr- und Forschungsprogramm und brachten bereits mehrere Preise ein. Das Projekt erhielt im Jahr 2002 den Forschungspreis der Universität, sowie 2007 den Preis „Geist begeistert“ des Bundesministeriums für Forschung und Bildung.

Die Ausstellung ist im Foyer der Volksbank-Hauptstelle bis zum 31. Juli während der Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

 

02. Juli 2015