Josef Tack spendet 15.000 Euro für „Ruandas vergessene Kinder“

Bruder Augustinus Diekmann, Leiter der deutschen Franziskaner Mission, war begeistert von der Aussicht aus der Volksbank auf den Paderborner Dom. Er freute sich über 15.000 Euro für die Pater-Vjeko-Berufsschule in Kivumu/Ruanda, die Josef Tack, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Volksbank, gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde und Vorstandsvorsitzendem Dr. Ulrich Bittihn übergab.

Paderborn. 15.000 Euro für „Ruandas vergessene Kinder“ hat jetzt Assessor Josef Tack, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, an die Franziskaner Mission übergeben. Josef Tack war am 12. Mai im Rahmen eines Festlichen Abends offiziell aus seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank verabschiedet worden. Zu diesem Anlass hatte er die rund 600 Gäste gebeten, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen für die Pater-Vjeko-Berufsschule der Franziskaner Mission in Kivumu/Ruanda zu spenden.

Bruder Augustinus Diekmann, Leiter der deutschen Franziskaner Mission, war eigens aus Dortmund angereist, um die Spende entgegenzunehmen. Er freute sich über die großzügige Hilfsbereitschaft und überreichte als Zeichen des Danks eine Holzfigur „Mama Afrika“ an Josef Tack und seine Frau Gerlinde. „Mama Afrika trägt eine schwere Last. Und die Eheleute Tack als Mitstreiter helfen, diese Last zu tragen. Danke, dass auch Sie in die Zukunft der jungen Leute von Kivumu investiert haben“, erklärte Bruder Augustinus die Symbolik seines Geschenks.

Insgesamt 55.000 Euro für Pater-Vjeko-Berufsschule

Josef Tacks Spende ist nicht die erste. Bereits in den vergangenen Jahren hatte er zu verschiedenen Anlässen – zu seinem 60. und zum 65. Geburtstag sowie anlässlich seiner Verabschiedung aus seinem Amt als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe – jeweils um Spenden für das Projekt gebeten.  Bis heute sind so insgesamt 55.000 Euro zusammengekommen. Damit habe er auch weitere Spender aus der Region motiviert, sich für „Ruandas vergessene Kinder“ zu engagieren, berichtete Bruder Augustinus.

Die stolze Summe von 15.000 Euro fließt in den weiteren Ausbau des Schulzentrums. Seit 1998 bietet die Pater-Vjeko-Schule Jugendlichen in dem fast hoffnungslos übervölkerten Ruanda eine der wenigen Chancen auf Bildung. Dazu gehören Ausbildungsmöglichkeiten als Schreiner, Schneider und Maurer genauso wie die modernen Berufszweige Elektrotechnik, Metallverarbeitung und Informatik.

„Wirkliche Hilfe“

„Ich finde das Projekt ganz toll. Ich kann hier wirklich helfen und damit Menschen unterstützen, die unter ärmsten Bedingungen leben“, betonte Josef Tack. In Ruanda leiden auch nach 20 Jahren gerade junge Menschen noch immer unter den Folgen des Völkermordes von 1994. Viele Jugendliche sind Aidswaisen. Im vor allem von der Landwirtschaft geprägten Ruanda bedeutet die Pater-Vjeko-Berufsschule für bisher schon 1.000 qualifizierte Jugendliche eine große Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Rund 95 Prozent der Jugendlichen haben nach ihrem Abschluss eine Arbeitsstelle auf dem umkämpften Arbeitsmarkt gefunden.

Josef Tack versteht sein Engagement im Sinne des genossenschaftlichen Prinzips „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Bildung ist immer noch die beste Voraussetzung, um sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und eigenverantwortlich zu gestalten.“ Wie wichtig dies gerade in Afrika ist, zeigt das Flüchtlingsdrama rund um das Mittelmeer. „Diese Entwicklung kann nur durch Gerechtigkeit vor Ort gelöst werden“, sind sich Josef Tack und Bruder Augustinus sicher.

Bruder Augustinus hat bereits mehrfach vor Ort in Kivumu erlebt, wie wichtig Initiativen wie die Pater-Vjeko-Schule sind. Handwerk habe goldenen Boden, dies gelte ganz besonders für Afrika, wo qualifizierte Handwerker sehr gefragt seien. „Die Schüler erhalten durch die Berufsausbildung nicht nur eine Zukunftsperspektive. Sie werden vor allem nach der Erfahrung des Völkermordes darauf vorbereitet, kritische Bürger zu sein. Die Menschen haben ein Recht auf Freiheit. In der Pater-Vjeko-Berufsschule geben wir ihnen eine Ausbildung, die keine neuen Abhängigkeiten schafft“, hob Bruder Augustinus hervor.

 

26. Juni 2015