Volksbank präsentiert Top-Wachstum

Über Spitzenwachstum im Geschäftsjahr 2014 berichtete der Vorstand der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold bei seiner Pressekonferenz (v.l.): Rudolf Jäger, Karl-Heinz Rawert, Dr. Friedrich Keine, Heinz Peterburs, Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn und stellvertretender Vorstandsvorsitzender Günter Vogt

Paderborn. „Das höchste Wachstum der vergangenen zehn Jahre“ hat der Vorstand der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold am 20. Februar auf der Jahrespressekonferenz in Paderborn präsentiert. „Mit einem Spitzenwachstum haben wir der schwierigen Zinssituation Paroli geboten“, betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn. Die Bilanzsumme kletterte 2014 um 8,4 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro (Verbandsdurchschnitt: plus 3,7 Prozent).  Das bilanzielle Kundengeschäftsvolumen – Einlagen und Kredite – stieg um 7,6 Prozent beziehungsweise 471 Millionen Euro auf 6,7 Milliarden Euro. „Mit dieser Entwicklung liegen wir im regionalen Vergleich ganz vorn. Wir sind stärker gewachsen als der Wettbewerb – und dies über alle Kundengruppen und Regionen hinweg. Damit haben wir erneut Marktanteile hinzugewonnen, was beweist: Wir sind bei unseren Kunden gesetzt und unsere Innovationen kommen an“, so Dr. Bittihn.

„Kundennähe und Qualität schaffen Wachstum“, davon ist der Vorstand der Volksbank überzeugt. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren konsequent mit unseren Dienstleistungen und mit unserer Organisation an den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet“, sagte Günter Vogt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Dazu gehören kurze Wege in der Region und schnelle Entscheidungen vor Ort genauso wie Leistungsstärke und innovative Finanzdienstleistungen. „Unseren heutigen Erfolg haben wir uns systematisch erarbeitet und gestaltet. Insbesondere die Investitionen in unsere Kompetenzzentren tragen jetzt Früchte. 2014 haben unsere Kunden mehr denn je von der intensiven Zusammenarbeit zwischen Betreuer und Spezialisten profitiert“, so Dr. Bittihn. In den Kompetenzzentren hat die Volksbank Wissen und Erfahrung zu Spezialthemen gebündelt, beispielsweise zum „Internationalen Geschäft“, zu „Erneuerbaren Energien und Ressourceneffizienz“ oder zum „Zins- und Währungsmanagement“. „Dieses Know how ist mittlerweile Markenzeichen für unser Haus geworden und ein echtes Differenzierungsmerkmal am Markt. Vor dem Hintergrund, dass sich die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft und die Anforderungen der Kunden immer schneller verändern, kommt es erst recht darauf an, mit innovativen Ideen zu agieren. In diesem Sinne werden wir unser Haus in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Unsere Philosophie für die Zukunft: Fortschritt statt Stillstand. Wachstumsmärkte erschließen und Arbeitsplätze schaffen! Denn der wichtigste Erfolgsfaktor für eine leistungsstarke Genossenschaftsbank sind Mitarbeiter, die einen fortschrittlichen Geist mittragen.“

6.300 neue Kunden und 4.000 neue Mitglieder

Insgesamt ist die Volksbank für 231.700 Kunden, davon rund 104.500 Mitglieder, Partner in allen Finanzfragen. 2014 konnte sie 6.300 neue Kunden und rund 4.000 neue Mitglieder gewinnen.

7,6 Prozent Plus bei Kundenkrediten

Die Kundenkredite nahmen über alle Kundengruppen hinweg überdurchschnittlich um 7,6 Prozent (Verbandsdurchschnitt: plus 4,5 Prozent) auf 3,3 Milliarden Euro zu. Das Volumen der neu herausgelegten Kredite lag bei 822 Millionen Euro (plus 18,2 Prozent). Auch das Auftragsbuch der Volksbank war zum Jahresende mit 157 Millionen Euro offenen Kreditzusagen weiterhin gut gefüllt.

Als Wachstumsmotor erwiesen sich wieder die Kredite an den Mittelstand. Der Bestand an Unternehmenskrediten stieg um acht Prozent auf gut zwei Milliarden Euro. „Besonders erfreulich ist, dass dieses Wachstum nicht primär von großen Projekten und Unternehmen getragen wurde“, so Rudolf Jäger. Der größte Anteil der neuen Kredite in Höhe von 325 Millionen Euro entfiel auf die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen. Der Durchschnitt der neu vergebenen Unternehmenskredite lag bei 226.000 Euro. Schwerpunkte dieser Finanzierungen waren Immobilien und Ausrüstung, zunehmend aber auch Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis unserer intensiven Arbeit mit unseren Kunden und belegt den Gewinn von Marktanteilen im Unternehmenskundengeschäft“, erklärte Karl-Heinz Rawert.

Die Kredite für Investitionen in erneuerbare Energien lagen mit einem Bestand von 420 Millionen Euro und einem Neugeschäft von über 63 Millionen Euro auf einem weiterhin hohen Niveau.

Kunden den Weg zu öffentlichen Förderprogrammen zu eröffnen und diese Kreditmittel aktiv in die hauseigenen Finanzierungskonzepte einzubinden, ist für die Volksbank selbstverständlich. Der Bestand an zinsverbilligten Darlehen für gewerbliche, landwirtschaftliche und wohnwirtschaftliche Projekte erhöhte sich um 19,4 Prozent auf 640 Millionen Euro. Das Neugeschäft umfasste über 1.000 Förderkredite mit einem Volumen von insgesamt 180 Millionen Euro.

Die Kredite an Privatkunden stiegen überdurchschnittlich um 6,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Verantwortlich für dieses Wachstum war das ohne Zweifel zinsgetriebene Baufinanzierungsgeschäft: Insgesamt vergab die Volksbank mehr als 4.500 neue Baufinanzierungen mit einem Volumen von 273 Millionen Euro. Darüber hinaus nahmen die Kunden rund 2.900 neue „Wunschkredite“ mit einem Volumen von fast 19 Millionen Euro auf.

7,6 Prozent Plus bei Einlagen

In einem vom Niedrigstzins geprägten Umfeld schätzen Anleger mehr denn je die Volksbank als verlässlichen und soliden Partner. So erhöhten sich die Kundeneinlagen um beachtliche 7,6 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro (Verbandsdurchschnitt: plus 3,9 Prozent). Den stärksten Anstieg verzeichneten die Sichteinlagen, diese kletterten um 13,4 Prozent auf über 1,5 Milliarden Euro. Die Spareinlagen blieben mit rund 1,2 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Termineinlagen legten um rund zehn Prozent auf mehr als 720 Millionen Euro zu. „Hervorzuheben sind die Festgelder mit Partizipation an den Kapitalmärkten wie beispielsweise das EURO-STOXX-Festgeld. Derartige Anlagelösungen stoßen bei unseren Kunden auf großes Interesse und hohe Zufriedenheit“, erklärte Dr. Keine. Nach Laufzeiten von vier bis fünf Jahren konnte die Volksbank ihren Kunden 2014 erstmals Verträge mit einem Wertzuwachs zwischen 28 und 48 Prozent auszahlen.

Wertpapierumsatz steigt um sechs Prozent

Neben den klassischen Bankeinlagen setzten die Volksbank-Kunden in der Vermögensanlage wieder verstärkt auf Wertpapiere. Das Wertpapierumsatzvolumen stieg um sechs Prozent auf 280 Millionen Euro. Der Kurswert aller Kundendepots erhöhte sich um 7,8 Prozent auf über 1,2 Milliarden Euro. Alternativ zur Anlage in Einzeltitel war der hauseigene Fonds der Volksbank, das defensiv geführte Pfau-StrategieDepot, gefragt. 2014 schloss der „Pfau“ mit einem Wertzuwachs von 2,8 Prozent ab. Das verwaltete Fondsvolumen betrug per 31. Dezember 2014 86 Millionen Euro.

Das betreute Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen (Depots, Guthaben bei Versicherungen und Bausparguthaben) – kletterte um 7,5 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro.

Stark im Vorsorgen, Versichern und Bausparen

Mit Banksparplänen, Riester- und Rürup-Renten, der betrieblichen Altersvorsorge und Fondssparplänen haben die Volksbank-Kunden wieder kräftig in die Zukunft investiert. Insgesamt schlossen sie 9.800 neue Vorsorgeverträge ab. Die Zahl der neu abgeschlossenen Lebensversicherungen erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 4.300. Die Versicherungssumme der neuen Verträge legte um 22 Prozent auf 44 Millionen Euro zu. Darüber hinaus verbuchte die Volksbank 4.800 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 150 Millionen Euro.

Kompetenzzentren schaffen Wachstum

Im „Internationalen Geschäft“ hat die Volksbank bei herausfordernden Turbulenzen an den Weltmärkten mit über 26.500 Transaktionen und einem Umsatz von 775 Millionen Euro das hohe Niveau des Vorjahres gehalten.

Im Zins- und Währungsmanagement begleitet die Bank ihre Kunden mit innovativen Absicherungsstrategien. 2014 hat sie insgesamt 1.500 Kurssicherungsgeschäfte für ihre Kunden abgewickelt. Der Devisenhandelsumsatz stieg um elf Prozent auf 710 Millionen Euro.

Das neue Kompetenzzentrum „Zahlungssysteme“, das 2014 gestartet ist, bietet einen systematischen Zahlungsverkehrs-Check an, den viele Unternehmen bereits zur Optimierung ihrer Zahlungsverkehrsprozesse genutzt haben. Zugleich betreut das Team unter anderem auch 1.200 Kartenterminals im Handel, über die jährlich 1,5 Millionen Zahlungen mit einem Volumen von 110 Millionen Euro abgewickelt werden.

Ergebnis auf hohem Niveau

Mit ihrem dynamischen Wachstum im Kundengeschäft konnte die Volksbank auch 2014 die Belastungen durch den Niedrigstzins in der Ertragsentwicklung erfolgreich ausgleichen. Das Zinsergebnis stieg um 8,9 Prozent auf 97,8 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis konnte um 6,8 Prozent auf 30,7 Millionen Euro ausgeweitet werden. Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt 43 Millionen Euro (plus zwei Prozent). Nach Dotierung der Rücklagen in einer Größenordnung von rund 23 Millionen Euro und Steuerzahlungen verbleibt ein Jahresüberschuss von voraussichtlich 13,9 Millionen Euro (Vorjahr: 13,1 Millionen Euro). „Mit diesem Ergebnis sind wir mehr als zufrieden“, sagte  Dr. Bittihn.

Die hochsolide Eigenkapitalausstattung der Bank zeigt sich in einer Gesamtkapitalquote von gut 13 Prozent. „Aktuell könnte die Volksbank auf dieser Basis über eine Milliarde Euro zusätzliche Kredite vergeben“, machte Heinz Peterburs deutlich.

Mitglieder sollen 6,5 Prozent Dividende erhalten

Von dem guten Ergebnis sollen auch die Mitglieder und Miteigentümer der Bank profitieren. Aufsichtsrat und Vorstand beabsichtigen, der Vertreterversammlung eine Dividende von insgesamt 6,5 Prozent vorzuschlagen.

103,5 Millionen Euro Wertschöpfung

Mit 103,5 Millionen Euro hat die Volksbank zur Wertschöpfung in der Region beigetragen. Davon entfallen 13,5 Millionen auf Steuerzahlungen, 39 Millionen Euro auf Aufträge an die heimische Wirtschaft, 46,6 Millionen Euro auf Gehälter und voraussichtlich 4,4 Millionen Euro auf die Dividende. Außerdem hat sich die Volksbank über das tägliche Bankgeschäft hinaus mit finanzieller und ideeller Unterstützung vor Ort eingebracht. Mehr als 900 Vereine und Institutionen förderte sie mit rund 800.000 Euro.

Kundennähe auf allen Wegen

Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold unterhält 87 Standorte, davon 57 Filialen und 28 SB-Standorte in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe sowie zwei Zweigniederlassungen in Bielefeld und Werther unter dem Namen „Bankverein Werther“. Die Kunden können auf 104 Geldautomaten in der Region zurückgreifen. Darüber hinaus setzt die Volksbank auch in der digitalen Welt auf Kundennähe. „Internet und Telefon sind heute ganz normale Zugangswege zu unserer Bank. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass unsere Kunden ihre alltäglichen Bankgeschäfte online oder per Telefon abwickeln“, sagt Dr. Friedrich Keine. Die größte Filiale mit persönlichen Gesprächspartnern sei heute der hauseigene Kundenservice. Rund 40 Mitarbeiter nahmen 2014 mehr als 460.000 Kundenanrufe entgegen und erledigten Kundenaufträge im Tagesgeschäft direkt und schnell am Telefon. Die Anzahl der Kunden, die ihre Bankgeschäfte elektronisch – über das Internet, per Handy oder über Zahlungsverkehrsprogramme erledigen –, ist in den vergangenen fünf Jahren um 70 Prozent auf über 82.000 gestiegen. Besonders starke Steigerungsraten verzeichnet im Moment das Mobile Banking, das heißt der Zugang über das Handy. Insgesamt nutzten 2014 über 60 Prozent aller Kunden mit Girokonto den Online-Weg zur Bank (2010: 40 Prozent). Durch diese Entwicklungen haben sich auch der Geschäftsalltag in den Filialen und die Tätigkeiten der Mitarbeiter gewandelt. „Früher war der Ablauf in den Filialen wesentlich davon geprägt, das Tagesgeschäft abzuwickeln: Kontoauszüge auszugeben, Überweisungsbelege entgegenzunehmen, Sparbücher nachzutragen und Bargeld auszuzahlen. Heute fließt diese Zeit in die individuelle Beratung unserer Kunden zu grundlegenden Finanz- und Vermögensfragen – eine wichtige Voraussetzung für weiteres Wachstum“, so Dr. Keine.

Verlässliche Perspektiven für Mitarbeiter

Per 31. Dezember 2014 beschäftigte die Volksbank 850 Mitarbeiter, 31 mehr als im Vorjahr. „Unser dynamisches Wachstum schafft verlässliche Perspektiven für sichere und attraktive Arbeitsplätze in unserer Bank“, so Dr. Bittihn. „2015 wollen wir weitere 40 Mitarbeiter, die wir dringend für die Kundenberatung brauchen, einstellen.“ Ziel der Volksbank ist es, möglichst viele offene Stellen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Deshalb legt das Institut besonderen Wert auf die Ausbildung junger Leute. Zum Jahresende lag die Zahl der Auszubildenden bei 108. Dies entspricht einer überdurchschnittlichen Ausbildungsquote von 13 Prozent.

 

 

20. Februar 2015