Volksbank wächst nachhaltig auf hohem Niveau

Mona Niggemeyer-Hollmann und Peter Gödde neu im Aufsichtsrat

Freuten sich gemeinsam mit Uwe Fröhlich (4. v. l.), Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR), über das Spitzenwachstum 2014 (v. l.): Heinz Peterburs, Karl-Heinz Rawert und Rudolf Jäger, Aufsichtsratsvorsitzender Assessor Josef Tack, Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn, Günter Vogt und Dr. Friedrich Keine.

Paderborn. In einem insgesamt schwierigen Branchenumfeld hat sich die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold auch im Geschäftsjahr 2014 erfolgreich behauptet. Davon konnten sich jetzt die Mitgliedervertreter der Bank auf der Vertreterversammlung überzeugen. Mit einstimmigen Beschlüssen genehmigten sie den Jahresabschluss 2014, der erneut den nachhaltigen Wachstumskurs der Volksbank belege, wie Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn erklärte. „Wir sind stärker gewachsen als der Wettbewerb – und dies über alle Kundengruppen und Regionen hinweg. Dies beweist: Wir haben erneut Marktanteile hinzugewonnen“, so Dr. Bittihn. Das bilanzielle Kundengeschäftsvolumen – Einlagen und Kredite – stieg 2014 um 7,6 Prozent beziehungsweise 474 Millionen Euro auf 6,7 Milliarden Euro. Damit verzeichnete die Bank das höchste Wachstum der vergangenen zehn Jahre. Allein in den letzten fünf Jahren konnte das Institut sein Kundengeschäftsvolumen um 1,4 Milliarden Euro erhöhen.

„Auch 2014 war ein Jahr, in dem wir mit unserer und für unsere Wirtschaftsregion vorangegangen sind. Und dies, obwohl die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft eher Stillstand fördern. Unser Erfolg ist das Ergebnis unserer konsequenten strategischen Ausrichtung als Kundenbank und damit Ausdruck einer konsequenten und nachhaltigen Wachstumsstrategie“, betonte Dr. Bittihn.

Im Geschäftsjahr 2014 hatte die Bankenbranche weiterhin mit dem extrem niedrigen Zinsniveau zu kämpfen. „Ein solch dramatisches Zinsumfeld gab es bisher in Deutschland so noch nicht, dies ist geradezu historisch. Der politikgetriebene Niedrigstzins belastet nachhaltig die wichtigste Ertragsquelle der Kreditinstitute – das Zinsergebnis – in einer bisher unbekannten Weise. Für die Zukunft sind daher Konzepte gefragt, mit denen sich die Erträge unabhängiger vom Zins langfristig stabil halten und ausbauen lassen. Daher ist unsere Innovationskraft in Zukunft noch stärker als je zuvor gefordert“, betonte Dr. Bittihn. In den vergangenen Jahren sei die Volksbank konsequent mit ihren Dienstleistungen und ihrer Organisation den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Kunden gefolgt und habe sich damit Wachstumsimpulse gesichert. Dazu gehörten kurze Wege in der Region und schnelle Entscheidungen vor Ort genauso wie Leistungsstärke und innovative Finanzdienstleistungen, beispielsweise in Form von Kompetenzzentren zu Themen wie „Erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz“, „Internationales Geschäft“, „Zins- und Währungsmanagement“ oder „Freie Berufe“. Ebenso erweist sich der Mix der Regionen als Wachstumstreiber. So generierte die Volksbank 2014 gut die Hälfte ihres Wachstums in ihren Potenzialregionen Lippe und Bielefeld/Werther – und dies mit einem Kundenvolumen im Bestand von 20 Prozent. Als Fazit hielt Dr. Bittihn fest: „Unser Spitzenwachstum 2014 ist alles andere als Zufall, wir haben es uns systematisch erarbeitet und gestaltet.“

Insgesamt erhöhten sich die Kundenkredite um 7,6 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Getragen wurde dieses Wachstum maßgeblich von den Krediten an den Mittelstand. Der Bestand an Unternehmenskrediten stieg um acht Prozent auf gut zwei Milliarden Euro. Wie bereits in den Vorjahren war das Kreditwachstum stabil in der Breite des regionalen Mittelstands – über alle Unternehmensgrößen hinweg – verankert. So lag das Durchschnittsvolumen eines Unternehmenskredites bei 226.000 Euro.

Die Kundeneinlagen nahmen um 7,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Das betreute
Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen – stieg um 7,5 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro.

Weiterhin überdurchschnittliches Ergebnis

Durch das dynamische Wachstum im Kundengeschäft konnte die Volksbank auch 2014 die Belastungen durch den Niedrigstzins in der Ertragsentwicklung kompensieren. So erhöhte sich der Zinsüberschuss um 8 Millionen Euro auf 97,8 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 1,9 Millionen Euro auf 30,6 Millionen Euro zu. Trotz des ausgeprägten Wachstums stieg der Sachaufwand nur geringfügig auf 30,7 Millionen Euro bzw. 0,67 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. Der Personalaufwand nahm – überwiegend aufgrund der Erhöhung der Zahl der Mitarbeiter um 29 auf 850 – um 2,3 Millionen Euro auf 46,6 Millionen Euro.

Das Geschäftsjahr 2014 hat die Volksbank mit einem ordentlichen Teilbetriebsergebnis von 1,10 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme abgeschlossen. „Damit sind wir weiterhin überdurchschnittlich unterwegs“, betonte Dr. Bittihn. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erreichte 37,2 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss stieg von 13,1 Millionen Euro auf 13,9 Millionen Euro. Aus dem sehr guten Ergebnis stärkt die Volksbank mit rund 23 Millionen Euro ihre bereits hochsolide Eigenkapitalbasis. Diese zeigt sich in einer Gesamtkapitalquote von gut 13 Prozent. Damit sind wir auch heute schon für die bis 2019 weiter steigenden Eigenkapitalanforderungen gut gerüstet und haben genügend Spielraum für weiteres Kreditwachstum.

Mitglieder erhalten 6,5 Prozent Dividende

Auch die Mitglieder profitieren von dem Spitzenwachstum. Sie erhalten eine attraktive Dividende von 6,5 Prozent und damit innerhalb weniger Jahre zum vierten Mal eine Höchstdividende. Darin enthalten sind ein Bonus von einem Prozent sowie – aufgrund der hervorragenden Entwicklung – ein Sonderbonus von einem Prozent. Insgesamt schüttet die Volksbank aus ihrem Bilanzgewinn rund 4,4 Millionen Euro aus.

Wachstum setzt sich in 2015 fort

Ihren Wachstumskurs setzt die Volksbank auch 2015 fort. Bereits in den ersten vier Monaten legten die Kredite um 2,3 Prozent zu, die Einlagen um 2,0 Prozent. „Dies stimmt uns sehr optimistisch, denn es ist der Beweis dafür: Wir haben das Vertrauen der Kunden, unsere Innovationen kommen an“, so Dr. Bittihn.

Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Assessor Josef Tack (l.) und Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn (r.) gratulierten Peter Gödde und Mona Niggemeyer-Hollmann zur Wahl in den Aufsichtsrat.

Mona Niggemeyer-Hollmann und Peter Gödde neu im Aufsichtsrat

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat bestätigte die Vertreterversammlung die beiden stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Pahn (Lemgo) und Bernd Seibert (Beverungen) für weitere drei Jahre im Kontrollgremium. Aufsichtsratsvorsitzender Assessor Josef Tack (Paderborn) und Aufsichtsratsmitglied Heinrich Ernst (Willebadessen) wurden jeweils nach 33 Jahren beziehungsweise nach 24 Jahren wegen Erreichens der satzungsmäßigen Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat verabschiedet und für ihre besonderen Verdienste um die Volksbank geehrt.

Bei den Neuwahlen hat die Volksbank den Aufsichtsrat wieder hochkarätig komplettiert. Die Vertreterversammlung wählte Mona Niggemeyer-Hollmann (34), geschäftsführende Gesellschafterin der NIGGEMEYER GmbH Fahrzeug und Lackiertechnik, Paderborn, und Assessor Peter Gödde (58), Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildung & Handwerk, in das 18-köpfige Kontrollgremium.

„Mit ihrer familiären Verwurzelung in unserer Region und ihrem fundierten beruflichen, kaufmännischen Fachwissen bringt Mona Niggemeyer-Hollmann alle – insbesondere auch die fachlichen Voraussetzungen – für das Aufsichtsratsmandat mit“, betonte Aufsichtsratsvorsitzender Assessor Josef Tack bei der Wahl. Als „klassische“ mittelständische Unternehmerin kenne Mona Niggemeyer-Hollmann genau die Anforderungen und Bedürfnisse des Mittelstands an eine Bank. Über die Wahl von Peter Gödde freute sich Josef Tack, der selbst bis 2012 Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Bildung & Handwerk war, ganz besonders: „Ich bin sicher, dass Herr Gödde die historisch enge und erfolgreiche Verbindung des Handwerks zur Volksbank fortführen wird. Mit seiner hohen fachlichen, unternehmerischen Expertise ergänzt er den Aufsichtsrat in perfekter Art und Weise.“

 

27. Mai 2015