Preisverleihung der Paderborner Sportwissenschaften in der Volksbank

Herausragende Master-Arbeiten gewürdigt

Feierliche Preisübergabe: (v. l.) Dr. Friedrich Keine, Vorstandsmitglied der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, Preisträgerin Lisa Sennefelder, Preisträger Tim Lehmann und Prof. Dr. Claus Reinsberger.

Paderborn. Bereits zum zweiten Mal wurden in Kooperation mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold die besten Abschlussarbeiten von Studierenden der Sportwissenschaften der Universität Paderborn ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 27. Januar in feierlichem Rahmen im VolksbankForum statt. Lisa Sennefelder und Tim Lehmann sind die Preisträger.

Rund 100 Bachelor- und Masterarbeiten wurden im Jahr 2015 in der Sportwissenschaft der Universität Paderborn angefertigt. Von den Betreuern werden die besten davon für den Preis der Paderborner Sportwissenschaft vorgeschlagen. Lisa Sennefelder und Tim Lehmann konnten die Jury des Department Sport & Gesundheit der Universität Paderborn von ihren wissenschaftlichen Abschlussarbeiten besonders überzeugen. Die Arbeiten beider Preisträger zeigten neben dem hohen fachwissenschaftlichen Niveau, einen besonders innovatives Forschungsfeld, Praxisrelevanz und methodische Qualität sowie Reflexionsvermögen.

Lisa Sennefelder entwickelte einen Mitarbeiterfragebogen weiter, der physische und psychische Belastungsfaktoren und subjektive Beanspruchungsreaktion in der Pflegebranche erfassen kann.

Tim Lehmann wollte wissen, ob mechanische Reize am Kniegelenk im EEG sichtbar und auswertbar gemacht werden können, um Sportler nach Kreuzbandriss gezielter therapieren zu können.

In seinem Grußwort ging Dr. Friedrich Keine, Vorstandsmitglied der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold auf die vielen Projekte und die angenehme Zusammenarbeit mit dem Sportmedizinischen Institut ein. „Uns ist bewusst, dass eine starke Region nicht von der Wirtschaft allein lebt. Wir engagieren uns seit vielen Jahren für verschiedene Projekte an der Universität Paderborn und sehen es als unsere Verpflichtung an, in die Zukunft unseres Nachwuchses zu investieren.“ Er ging kurz auf den Vortrag von Professor Dr. Claus Reinsberger beim Neujahrsempfang an der Universität Paderborn ein. „Man hat den Eindruck, da bewegt sich etwas an der Universität Paderborn. Da wachsen Sport und Medizin über die Hirnforschung zusammen und gewinnen wichtige Erkenntnisse für die Behandlung von Krankheiten wie Alzheimer oder Multiple Sklerose. Dieses neue Verständnis in der Sportausbildung passt besonders gut zu unserer Sportstadt Paderborn.“

Beide Preisträger nutzten anschließend die Veranstaltung, um ihre Arbeiten einem interessierten Publikum vorzustellen. Die Vorgabe, präsentiere deine Arbeit mit max. zwei Folien so, dass deine Oma verstehen würde worum es geht erfüllten Beide mit Bravur.

Allerdings gab Tim Lehmann zu verstehen, seine Oma sei Neurophysiologin und er sei nicht sicher, ob das, was seine Oma verstehen würde auch alle Anwesenden verstehen würden.

Abgerundet wurde die Ehrung der Preisträger durch die Laudationes der Betreuer. Zur Überraschung von Tim Lehman erfolgten diese als Videobotschaft durch Professor Charles „Buz“ Swanik (betreuender Hochschullehrer) und Yong Woo An (Doktorand) von der University of Delaware. Die EEG-Daten seiner Masterarbeit hatte der Student 2013 in einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Departments Sport und Gesundheit der Universität Paderborn und der genannten Hochschule in den USA erhoben.

Mit dem Festvortrag „Effekte der Feedback-Valenz beim motorischen Lernen – Lob oder Tadel?“ führte Christina Zobe die Hörer kurzweilig und anschaulich auf den Weg der Wirkung von Lob und Tadel beim sportlichen Lernen und Automatisieren. Sie hatte 2015 in diesem Themenbereich den Preis der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaften (dvs) erhalten und wird hierüber promovieren.

Musikalisch wurde der Abend durch das FallingGrace Trio umrahmt. Der Paderborner Preis der Sportwissenschaften wird jährlich für die besten Qualifikationsarbeiten (Bachelor oder Master) vergeben, die zu einem Thema in Sportmedizin, Sport oder Sportwissenschaft angefertigt werden. Nur herausragende Arbeiten werden von den Gutachter/Innen eingereicht, über die Preisvergabe entscheidet das Professorium des Departments. Ziel ist die Würdigung hervorragender Leistungen der Studierenden sowie eine gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Preisträger erhalten je 500 EUR, die von der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold gestiftet werden.

 

29. Januar 2016