Volksbank-Fachforum „Stiften und Fördern“

Erfahrene Stifter berichten von ihrem Engagement

Informierten über das Stiftungswesen (v.l.): Volksbank-Stiftungsberater Markus Böddeker, Dr. Friedrich Keine, Vorstandsmitglied der Volksbank, Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der von Bodelschwinghschen Stiftungen, Dr. A. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung Lippe, Martin Nixdorf, Stifter und Vorsitzender der Heinz Nixdorf Stiftung, Karsten Pohl, Direktor Private Banking der Volksbank, und Stiftungsmanager Hans-Dieter Meisberger von der DZ PRIVATBANK.

Paderborn. Stiftungen sind etwas Besonderes und nehmen einen wichtigen Platz in unserer Gesellschaft ein. Unter dem Leitgedanken „Stiften und Fördern“ hatte das Private-Banking-Team der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold am 9. März zum Volksbank-Forum Stiftungen 2016 eingeladen. Rund 100 Gäste waren in das Volksbank-Forum nach Paderborn gekommen, um sich über die rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen im Stiftungswesen zu informieren.

Was treibt Menschen an, eine Stiftung zu gründen, und welchen Herausforderungen müssen sie sich stellen? Darüber sprachen Dr. A. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, und Martin Nixdorf, Vorsitzender der Heinz Nixdorf Stiftung, sowie Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Durch die Diskussion führten Markus Böddeker, Betreuer Private Banking und zertifizierter Stiftungsberater der Volksbank, sowie Hans-Dieter Meisberger, Stiftungsmanager der DZ PRIVATBANK, und Karsten Pohl, Direktor und Leiter Private Banking der Volksbank.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die erfahrenen Stiftungsvorstände und ihre individuellen Motive, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren. Dabei wurde deutlich, wie viele unterschiedliche Formen von Stiftungen und Ziele es gibt. „Die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe initiiert vor allem gemeinsame Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, an denen unterschiedliche Stifter beteiligt sind“, berichtete Dr. A. Heinrike Heil von der Stiftung Standortsicherung.

Martin Nixdorf, der mit der Nixdorf Sport- und Jugendstiftung selbst als Stifter aktiv ist, engagiert sich für mehr als 50 Projekte und kooperiert ebenfalls mit anderen Stiftungen. Er weiß, wie wichtig es ist, sich intensiv mit den eigenen Vorstellungen und Zielen auseinanderzusetzen. „Vielleicht ist es Luxus, sich für Stiftungen zu engagieren. Jedoch sollte man sich diese Freiräume schaffen und sich vor allem umfassende Gedanken über den Stiftungszweck machen“, so Nixdorf.

Stifter betrachten sich vor allem als Förderer und wollen verstärkt wissen, was mit ihrem Vermögen passiert. Dafür ist ein professionelles Stiftungsmanagement erforderlich. „Jeder Stifter sucht für sich eine individuelle Lösung, die häufig vom einzubringenden Kapital und vom Umfang des persönlichen Engagements abhängt“, erläuterte Pastor Ulrich Pohl.  Das Bedürfnis, etwas über seine Lebzeiten hinaus bewirken zu wollen, sei für viele Menschen der entscheidende Beweggrund, berichtete Pohl. „Den Bürgern ist bewusst, wie wertvoll Stiftungen für die Gesellschaft sind und dass diese über viele Jahre Gutes leisten können. Auf dieses Stiftungswesen können wir stolz sein.“

Dies betonte auch Dr. Friedrich Keine, Vorstandsmitglied der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold: „Wenn es keine Stiftungen gäbe, sähe unsere Gesellschaft anders aus – blasser, kälter, ärmer. Denn Stiftungen sind Ausdruck gelebter Vielfalt und Solidarität. Sie verkörpern den Ideenreichtum vieler Menschen, sie basieren auf Empathie und sind untrügliches Zeichen für die Bereitschaft, sich einzusetzen.“

 

10. März 2016