Vertreterversammlung fasst „historischen Beschluss“ für VerbundVolksbank OWL eG

  • Überdurchschnittliches Wachstum sichert gutes Ergebnis
  • 5,5 Prozent Dividende für Mitglieder
  • Dr. Ralf Becker, Dr. Dirk Quest, Dr. Georg Böcker und Stefan Glammeier verstärken Aufsichtsrat
  • Dietmar Beineke und Franz Jacoby aus dem Aufsichtsrat verabschiedet

Freuten sich über die eindrucksvollen Beschlüsse (v. l.): Günter Vogt, Rudolf Jäger, Karl-Heinz Rawert, Dr. Ralf Becker, Dr. Georg Böcker, Dr. Dirk Quest, Axel Breitschuh, Ansgar Käter, Bernd Seibert, Stefan Glammeier, Dr. Ulrich Bittihn, Uwe Hagemeyer und Dr. Friedrich Keine.

Paderborn. Mit überwältigenden 100 Prozent hat die Vertreterversammlung der Volksbank-Paderborn-Höxter-Detmold am 9. Mai den Namen „VerbundVolksbank OWL eG“ verabschiedet. Damit sind alle Beschlüsse, die für die Positionierung des neuen Instituts, das durch die Fusion der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold und der Volksbank Minden entsteht, formal nötig waren, gefasst. Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn bezeichnete das Votum der Miteigentümer der Bank als „historischen Beschluss“: „Wir sind glücklich, dass uns alle anwesenden Vertreter ihr volles Vertrauen geschenkt haben und wir mit Rückenwind jetzt in den Endspurt dieses zukunftsweisenden Projektes gehen können.“

Bereits im Januar hatten die Mitgliedervertreter der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold mit eindrucksvollen 100 Prozent und die Vertreter der Volksbank Minden mit 95 Prozent für den Zusammenschluss der beiden Häuser zur VerbundVolksbank OWL eG gestimmt. Jetzt steht noch Ende Juni die letzte Vertreterversammlung der Volksbank Minden eG an, in welcher der Jahresabschluss 2016 genehmigt wird. Die Kunden können sich ab Anfang August auf die VerbundVolksbank OWL eG freuen. Unter dem jetzt beschlossenen Namen wird die neue Bank kurz nach der rechtlichen Verschmelzung an den Markt gehen. Die technische Fusion ist für Anfang September geplant. „Die VerbundVolksbank OWL eG nimmt jeden Tag konkretere Züge an, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, wir sind auf einem guten Weg“, fasste Bittihn den aktuellen Stand zusammen.

In seinen Ausführungen machte Bittihn noch einmal deutlich, dass die Volksbank ihr bisher hoch erfolgreiches dezentrales Konzept mit der zukünftigen VerbundVolksbank OWL eG auf eine neue Stufe hebe. „Wir richten uns jetzt ganz klar auf den Wirtschaftsraum Ostwestfalen-Lippe aus. In dieser starken Wirtschaftsregion wollen wir weiter wachsen und unsere führende Marktposition ausbauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Die VerbundVolksbank OWL eG ist in Zukunft in fünf von sechs OWL-Kreisen sowie in Bielefeld mit ihren Zweigniederlassungen „Volksbank Paderborn“, „Volksbank Höxter“, „Volksbank Detmold“, „Volksbank Minden“ und „Bankverein Werther“ für ihre Kunden vor Ort.

Beifall und Zuspruch erhielt der Vorstand nicht nur für die konsequente strategische Positionierung seines Hauses. Auch das weiterhin überdurchschnittliche Wachstum in einem schwierigen Branchenumfeld sorgte für nachhaltigen Eindruck. Einstimmige Beschlüsse gab es auch für den Jahresabschluss 2016. Wie bereits in den Vorjahren präsentierte der Vorstand eine überdurchschnittliche Wachstumsbilanz. „Die hohe Leistungskraft und die Solidität unseres Hauses spiegelt sich erneut in hervorragenden Geschäftszahlen wider. Diese Kontinuität belegt, dass wir offensichtlich mit unserer strategischen Ausrichtung als Kundenbank genau richtig liegen“, betonte Bittihn. Trotz des anhaltenden Niedrigzinses und der Belastungen durch die Regulatorik, wie beispielsweise deutlich höhere Eigenkapitalanforderungen, sei 2016 für die Volksbank ein „betriebswirtschaftlich richtig gutes Jahr“ gewesen. Das Kundenvolumen stieg um beachtliche 7,2 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Die Kundenkredite legten um 6,6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zu (Verbandsdurchschnitt: 5,0 Prozent). Und die Kundeneinlagen erhöhten sich um 7,7 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro (Verbandsdurchschnitt: 4,3 Prozent). Das betreute Kundenvermögen – bilanzielle und außerbilanzielle Einlagen – erreichte 6,1 Milliarden Euro (plus 8,5 Prozent).

Mit einem Teilbetriebsergebnis von 1,01 Prozent der Bilanzsumme liegt das Institut weiterhin deutlich über dem Verbandsdurchschnitt von 0,83 Prozent. Aus dem guten Ergebnis konnte die Bank ihr bilanzielles Eigenkapital mit 41 Millionen Euro in besonderem Maße stärken und damit ihr solides Fundament – vor allem auch für weiteres Kreditwachstum – stärken.

Die rund 106.500 Mitglieder profitieren vom Top-Wachstum in Form der Dividende. Sie erhalten insgesamt 5,5 Prozent auf ihre Anteile. Damit schüttet die Volksbank aus ihrem Bilanzgewinn über 3,7 Millionen Euro aus.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Darüber hinaus hat die Vertreterversammlung auch wegweisende Entscheidungen zur Besetzung des Aufsichtsrates getroffen. Als Vertreter der Region Minden verstärken Dr. Georg Böcker (55), Diplom-Ingenieur und geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Böcker GmbH & Co. KG, und Stefan Glammeier (46), Diplom-Bauingenieur und geschäftsführender Gesellschafter der glammeier + john bausysteme GmbH & Co. KG, den Aufsichtsrat der zukünftigen VerbundVolksbank OWL eG. Böcker engagiert sich bisher als Vorsitzender und Glammeier als Mitglied des Aufsichtsrates der Volksbank Minden eG.

Darüber hinaus wählte die Vertreterversammlung Dr. Ralf Becker (64), geschäftsführender Gesellschafter der Fritz Becker GmbH & Co. KG, Brakel, und Vizepräsident der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, sowie Dr. Dirk Quest (52), geschäftsführender Gesellschafter der E.L.F. Hallen- und Maschinenbau GmbH, Holzminden, neu in den Aufsichtsrat. Sie treten die Nachfolge von Dietmar Beineke, Höxter, und Franz Jacoby, Paderborn, an. Beineke und Jacoby wurden aufgrund des Erreichens der Altersgrenze im Rahmen der Vertreterversammlung feierlich aus dem Gremium verabschiedet.

Zudem wurden Bernd Seibert, Vorsitzender, Horst Schubert, stellvertretender Vorsitzender, und Dr. Wolfgang Zündorf für weitere drei Jahre in ihrem Amt bestätigt.

Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn, die verabschiedeten Aufsichtsratsmitglieder Franz Jacoby und Dietmar Beineke sowie Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Seibert.

 

12. Mai 2017