Vom Spar- und Dahrlehnskassenverein zur Volksbank

Volksbank Höxter-Beverungen

Am 28. Februar 1898 unterzeichneten 56 Bürger das Gründungsstatut des Spar- und Darlehenskassenvereins Beverungen eGmuH. Bemerkenswert, erst am 10. August 1966 wurde bei dieser Bank die unbeschränkte Haftpflicht durch eine Begrenzung der Haftsumme auf 1.000 DM je Mitglied ersetzt. Die Gründung des Höxteraner Spar- und Darlehnskassen-Vereins eGmuH folgte sieben Jahre später am 9. April 1905 durch 61 Bürger der Stadt Höxter.

Zum ersten Rendanten des Spar- und Darlehnskassenvereins Beverungen wurde der Kaufmann August Schübeler bestellt, in dessen Haus, Lange Str. 28, am 15. März 1898 der Geschäftsbetrieb eröffnet wurde. Mit dem Amt des Rendanten war in dieser Zeit auch die Bereitstellung eines Geschäftszimmers verbunden, so dass die Spadaka im jeweiligen Wohnhaus des Rendanten untergebracht war. Im Jahre 1911 wurde Franz Kuhn zum Rendanten gewählt. Das Geschäftslokal wurde in die Gastwirtschaft Kuhn verlegt. Im Jahr 1925 bestellten die Gremien den Verwaltungsangestellten Josef Schein zum Rendanten und die Geschäftsräume der Bank wurden in sein Haus an der Kirche verlegt. Von dort erfolgte ein weiterer Umzug in seinen Neubau an der Liboristraße. Am 27. Dezember 1953 beschloss die Generalversammlung, Willy Tennie zum ersten hauptamtlichen Geschäftsführer der Spar- und Darlehenskasse Beverungen zu bestellen. Ende 1953 mietete die Bank in der Mitte der Stadt, im Hause Becker, Lange Str. 45, neue Geschäftsräume an. Aufgrund des gestiegenen Geschäftsaufkommens wurden die im Hause Becker angemieteten Räume bald zu eng. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen den Erwerb eines Grundstücks und den Bau eines neuen Bankgebäudes. Im September 1959 konnte das neue Geschäftsgebäude seiner Bestimmung übergeben werden. Damit standen der Bank im 61. Jahr ihres Bestehens zum ersten Mal eigene Geschäftsräume zur Verfügung, die 1968 und 1972 erweitert werden mussten.

Standorte und Entwicklung

Im Jahr 1965 vereinigte sich als erste Nachbargenossenschaft die Spar- und Darlehnskasse Herstelle mit der Spar- und Darlehnskasse Beverungen. In 1967 folgten die Spar- und Darlehnskassen Wehrden und Tietelsen. Am 1. Februar 1967 wurde in Würgassen eine Zweigstelle eröffnet. 1970 kam es zur Fusion mit der Spar- und Darlehnskasse Dalhausen und 1972 schloss sich die Fusion mit der Spar- und Darlehnskasse Haarbrück an. Zuvor hatten sich die Spar- und Darlehnskassen in Haarbrück und Jakobsberg vereinigt.

Am 14. Oktober 1948 firmierte Höxteraner Spar- und Darlehnskassen-Verein in Spar- und Darlehnskasse Höxter um. Es folgte die Umwandlung der Rechtsform von der eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zur eingetragenen Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht.

1966 wurde in der Gemeinde Godelheim die erste Zweigstelle der Spar- und Darlehnskasse Höxter eröffnet. Am 24. Juni 1968 fusionierten die Spar- und Darlehnskassen in Albaxen und Stahle mit der Spar- und Darlehnskasse Höxter. Am 11. August 1969 schlossen sich die Fusionen der Spar- und Darlehnskassen Brenkhausen und Ovenhausen an. Die Spar- und Darlehnskasse Ovenhausen betrieb neben dem Bankgeschäft auch eine Warenfiliale, die Ende 1973 von der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft übernommen wurde. Durch die Fusion mit der Spar- und Darlehnskasse Bosseborn wurde auch hier noch bis Ende 1973 das Warengeschäft betrieben. 1972 errichtete die Bank in Lütmarsen eine an zwei Vormittagen in der Woche besetzte Zweigstelle, 1974 wurde die Stadtzweigstelle Petrifeld eröffnet. Im Dezember 1977 konnten die Fusionsverhandlungen mit der Spar- und Darlehnskasse Lüchtringen zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden.

Das schnelle Wachsen in allen Bereichen führte in den Siebzigerjahren dazu, dass die vorhandenen Geschäftsräume in der Marktstraße 27 in keiner Weise mehr ausreichten. Daher wurden 1974 erste Grundstücksverhandlungen zwecks Errichtung eines Bankgebäudes aufgenommen. Im November 1975 begannen die Bauarbeiten. Nach gut einjähriger Bauzeit konnte das neue Bankgebäude an der Möllinger Straße 1 am 6. Dezember 1976 eingeweiht werden.

Im November 1988 führten die Fusionsverhandlungen zwischen Beverungen und Höxter mit der Genehmigung durch beide Vertreterversammlungen zum Ziel, die Fusion zur Volksbank Höxter-Beverungen.

Durch die Fusion der Volksbank Höxter-Beverungen mit der Volksbank Paderborn im Jahre 2002 entstand die Volksbank Paderborn-Höxter.