Von der Gewerbebank zur Volksbank

Volksbank Paderborn

Die Volksbank Paderborn wurde am 21. Mai 1897 von 21 Handwerksmeistern als „Gewerbebank Paderborn eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht“ gegründet. Die Umfirmierung in „Volksbank Paderborn eG“ erfolgte im Frühjahr 1942, nachdem im Genossenschaftsverband die einheitliche Bezeichnung „Volksbank“ verbindlich wurde.

Der Geschäftsbetrieb der neu gegründeten Gewerbebank wurde 1897 provisorisch in einem Raum des „Alten Brauhauses“ (Kötterhagen 17) aufgenommen. Diese Gaststätte steht auch als Gründungsort am Anfang einer mehr als 115-jährigen erfolgreichen Geschichte. Hier konnte die Gewerbebank aber nur wenige Monate ihr Geschäft betreiben. Schon im Frühjahr 1898 begann eine über 20-jährige Wanderschaft über neun verschiedene gemietete Geschäftslokale. Mit dem Wechsel des jeweiligen Rendanten oder mit dessen Wohnungswechsel verlagerten sich von Fall zu Fall die Geschäftsräume der Gewerbebank.

Gegen Ende des Jahres 1917 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat den Kauf des Hauses Marienplatz Nr. 6. Bezogen wurden die Geschäftsräume zur Jahreswende 1922/23. Mit dem Ende der räumlichen Enge an mehreren wechselnden Randlagen eröffneten sich für die sich gut entwickelnde Gewerbebank am vorteilhaften Standort völlig neue Perspektiven. Das erste eigene Bankgebäude am Marienplatz Nr. 6 blieb für 50 Jahre Domizil der Volksbank.

Aber auch diese Räumlichkeiten wurden im Laufe der Jahre zu klein. Deshalb beschloss die damalige Geschäftsleitung, das ehemalige Kaufhallengrundstück hinter dem Rathaus käuflich zu erwerben. Die ersten Bemühungen um den direkten Ankauf des Schildern-Baukomplexes von der Kaufhallen-Verwaltung in Köln begannen schon im Jahre 1964. Am 19. September 1965 erfolgte der Kauf des Grundstückes von der Stadt Paderborn. In das neue Gebäude wurden auch die Kammerspiele mit einem Mietvertrag über seinerzeit 30 Jahre aufgenommen. Am 23. Februar 1968 fand das Richtfest für das neue Bankgebäude statt und am 18. Oktober 1968 die Eröffnungsfeier mit zahlreichen Ehrengästen.

Fast 40 Jahre nach der Eröffnung des Bankgebäudes im Schildern begannen im Sommer 2008 die Bauarbeiten für die Erweiterung der Bankzentrale im Kötterhagen, ihrem Ausgangspunkt vor über 115 Jahren.

Standorte und Entwicklung

Die Geschichte der Volksbank Paderborn ist eine Geschichte stetigen Wachstums. In der Zeit des Wirtschaftswunders begann auch die Erweiterung des Geschäftsbereichs der Volksbank auf das Hochstift Paderborn. So wurde am 11. Dezember 1962 die Zweigniederlassung in Schloss Neuhaus eröffnet und am 14. Dezember 1962 folgte die Eröffnung der Zweigniederlassung in Brakel. Ab 1. Januar 1962 schon wurden die Mitglieder und Kunden in 65 Orten im Hochstift von einer mobilen Zweigstelle betreut. Am 8. Juli 1965 wurde die Zweigniederlassung der Volksbank Paderborn in Salzkotten eröffnet und am 29. Oktober 1965 folgte Delbrück. 1967 wurden die Zweigniederlassungen in Büren und Steinheim gegründet. 1968 folgte Warburg und 1969 Bad Driburg und Höxter. 1970 wurde die Zweigniederlassung Hövelhof eröffnet, die in Scherfede 1971 und Anfang 1972 die Zweigniederlassung in Elsen. Weiterhin wurde Anfang der Siebzigerjahre das Netz der Stadtfilialen innerhalb Paderborns weiter ausgebaut.

Auch durch Fusionen vergrößerte die „Hochstift-Bank“ ihren Geschäftsbereich. So erfolgte die Fusion mit der Volksbank Bad Lippspringe am 31. Dezember.1970. 1973 fusionierte die Volksbank Paderborn mit der Spar- und Darlehenskasse Schloß Neuhaus und mit der Spar- und Darlehenskasse Peckelsheim. 1974 folgte die Fusion mit der Spar- und Darlehenskasse Dringenberg, 1990 die Fusion mit der Volksbank Schwaney und 1993 mit der Volksbank Altenbeken.

Im glanzvoll begangenen Jubiläumsjahr 1997 präsentierte die Volksbank Paderborn ein haftendes Eigenkapital von 250 Millionen D-Mark bei einer Bilanzsumme von 3,5 Milliarden D-Mark. Die Anzahl der Mitglieder betrug 70.500 und die der Mitarbeiter fast 500.

Das neue Jahrtausend brachte weitere Fusionen. So erfolgte im Mai 2002 die Fusion mit der 1894 als Spar- und Darlehenskasse gegründeten Volksbank Lichtenau und im November 2002 die Fusion mit der Volksbank Höxter-Beverungen. Nach dieser Fusion änderte die Bank ihre Firmierung in Volksbank Paderborn-Höxter. 2003 fusionierte die Bank mit der 1895 als Spar- und Darlehenskasse gegründeten Volksbank eG Derental. Im Jahr 2007 entstand durch die Fusion mit der Volksbank Detmold die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold, eine der größten Genossenschaftsbanken in Deutschland.